Dienstag, 21. Januar 2014

An SAP sollte sich IBM ein Beispiel nehmen

Enttäuschende Zahlen: SAP-Chef vertröstet Anleger auf 2017 - so titelt Spiegel Online heute. Was aber genau enttäuschend sein soll an einem Umsatzwachstum von 4 Prozent, einem Betriebsgewinn von 5,9 Milliarden Euro (bei 16,9 Mrd. Euro Umsatz) und einem sogar um 18 Prozent auf 3,33 Mrd. Euro  gesteigerten Gewinn nach Steuern - das bleibt mir als geneigtem Leser verborgen. Dass die SAP aber in ihre Cloud-Initiative massiv investiert und deshalb sogar ihre Margenziele opfert, ist nur konsequent und ein leuchtendes Beispiel für die IBM. Man darf gespannt sein, was deren neuer Finanzchef heute Abend zu verkünden hat...
Update: Enttäuscht reagierten erstmal die Aktionäre, beruhigten sich aber schnell wieder. Sogar die Börsen-Gurus von Commerzbank & Co. huldigten den SAP-Managern ob ihrer richtigen Entscheidung, auch wenn diese den Aktionären kurzfristig Geld kostet. Langfristig trägt sie aber zur Sicherung von Dividende und Aktienwert maßgeblich bei.

Kommentare:

Besserwisser hat gesagt…

Auch die große SAP wird lernen müssen, dass man sich an der Börse den Haien zum Fraß vorwerfen muss!
Langfriststrategien sind nicht gefragt. Nur gute Quartalszahlen bzw. die Aussicht darauf. Die Aktionäre verscherbeln ihre Papiere, sobald sich die Aussichten auf weiteren Profit verschlechtern - und schon rauscht der Kurs in den Keller und der Druck wächst...

Anonym hat gesagt…

Wenn die Firme pleite geht - auch egal. Dann hat man als gewiefter Profiteur ja keine Aktien mehr!

Anonym hat gesagt…

Es wird höchste Zeit für IBM die Agenda 2015 loszulassen, und in die nächsten zehn Jahre zu investieren. Lassen wir uns überraschen.