Samstag, 21. Dezember 2013

Großes "Päckchen" für Aschaffenburger IT-Chef

Ein RZ zu Weihnachten - ein solches Paket sprengt alle Dimensionen: drei Meter breit und drei Meter hoch bei einer Länge von 7,25 Metern. Mit diesen beachtlichen Maßen hat ein Container-Rechenzentrum kürzlich den Herborner Stützelberg des Herstellers Rittal verlassen. Ziel war die Modler GmbH, ein renommierter Schleifmaschinenhersteller in Aschaffenburg. Der Mittelständler baut in den kommenden Wochen sämtliche Server in den Container ein. Wir wünschen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch :-)

Dienstag, 17. Dezember 2013

Google, Amazon sind im Robotergeschäft - Wann kommt Apple?

Denn eigentlich wäre dies der nächste Schritt in der Produkt-Entwicklung des Giganten. Doch Apple wartet wahrscheinlich auf die Fehler der anderen, aus denen die Produktentwickler dann lernen können - bis sie selber Fehler machen...

Gucken Sie Sky? Besuchen Sie McDonalds? Dann sind Sie auserkoren für die Pharmaforschung!

Denn Sie haben wahrscheinlich ein Gewichtsproblem. Das Wall Street Journal berichtet, dass in den USA das Data Mining nach Kandidaten forscht, die aufgrund ihres Verhaltens Versuchstkaninchen für neue Medikamente der Pharmaindustrie sein könnten. Dabei werden öffentlich zugängliche Datenbanken durchforscht - kein Arzt wird befragt, keine Patientenkartei ausgebeutet, nur Daten, die Cookies etc. bieten.

Facebook: Videowerbung kommt...

... und zwar noch diese Woche. 
Ob das gut geht?

Samstag, 14. Dezember 2013

Auf dem Weg zur Cyber-Fabrik?


Am 10. Dezember startete das über die nächsten drei Jahre angesetzte Großprojekt „Metamo Fab“. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und soll gangbare Wege und nachahmbare Modelle aufzeigen, auf bzw. mit denen heutige Fabriken die Metamorphose zum voll vernetzten Industrie 4.0-Betrieb vollziehen können.
Die Projektpartner aus Industrie (u.a. Siemens, Pickert & Partner, Infineon, Festo) und Forschung (u.a. Frauhofer Institut, KIT Karlsruhe) wollen Betriebs-, Prozess- und Maschinendaten auch über Unternehmensgrenzen hinweg in der Lieferkette erfassen und dort visualisieren, wo sie gebraucht werden, um ohne Zeitverzug die richtigen Entscheidungen zu treffen über Umrüsten, Störmaßnahmenbehebung oder dynamisches Verändern von Auftragsmengen.
Dahinter steht die Vision von „cyber-physischen Systemen“ (CPS). Die Transformation zur CPS-Fabrik soll anwendungs- und branchenübergreifend entwickelt, in virtuellen und realen Laborumgebungen erprobt und nach erfolgreicher Absicherung in drei realen Werken der Industriepartner demonstriert werden.

Freitag, 13. Dezember 2013

IBM, der Dow Jones und die Risiken von Facebook für S&P 500...

... sind nicht zu vernachlässigen, warnt Market Watcher Mark Hulbert. Denn einer Studie der Wharton University unter Leitung von Jeremy Siegel ergab, dass die Firma, die aus einem Index herausfliegt, in der Folge weitaus besser als Einzelwert abschneidet, als die Gesellschaft, die neu in den Index aufgenommen wurde. Diese Beobachtungen gehen zurück bis in das Jahr 1957, als im März der S&P-Index kreiert worden war.
Als ein besonders drastisches Beispiel dafür, wie ein Unternehmen, das aus einem Index rausgeflogen ist, die Weiterentwicklung eines Index beeinzträchtigt, gilt der Rausschmiss von IBM in 1939 aus dem Dow Jones. Hätte man das Mother Blue, die über Jahrzehnte hinweg dem Index fernbleiben musste, im Dow Jones gelassen, würde dieser Index heute bei 32.000 Punkten stehen - und nicht, wie derzeit, bei 13.000. Das  meint zumindes Norman Fosback, Herausgeber des Fosback’s Fund Forecaster.
Kommentar: Hinterfragen wir das mal nicht kritisch, sondern nehmen es so hin.

Aktionär verklagt IBM wegen NSA-Risiken in China

Der im US-Staat Louisiana beheimatete Sheriffs' Pension & Relief Fund hat eine Klage gegen IBM eingereicht, weil das Unternehmen durch seine Beziehung zur NSA wichtige Kunden in China verlöre, die zu einem Börsenwertverlust von 12,9 Milliarden Dollar geführt hätten, meldet Reuters. Die Risiken aus dem NSA-Skandal würde IBM in ihren Geschäftsberichten verheimlichen. Offensichtlich für lächerlich hält IBM selbst diese Klage, gegen die sie sich wohl mit allen Mitteln wehren wird. So berichtet Reuters...
Kommentar. Das wird nicht die einzige Klage bleiben...

Mit 173 Dollar je Aktie operiert IBM ein Dollar über ihrem 52-Wochen-Tief.

Verbraucherschützer über Google: Auch weiterhin Manipulation von Suchtreffern...

... seien zu erwarten, wenn der Suchmaschinen-Monopolist, der in Europa 90 Prozent des Such-Geschäftes an sich zieht, sein neuestes Angebot gegenüber den Kartellbehörden der EU durchsetzt. Dies meint jedenfalls nach Informationen des Wall Street Journals die Verbraucherschutzorganisation BEUC. Deshalb sei es abzulehnen. Diese Haltung teilt auch die  Organisation Fairsearch, zu der sich ein Dutzend Beschwerdeführer wie etwa Nokia zusammengetan haben. Sie forderten die EU-Kommission, die Google-Offerte abzulehnen.
Kommentar: Wer in letzter Zeit den Google-Guckkasten benutzte, musste feststellen, dass man vor lauter Werbung nicht mehr die eigentlichen Treffer sehen kann. Am besten man geht gleich auf die dritte Seite. Aber die Werbung, die eigentlich immer zu nichts führt, kann man wirklich vergessen. Soll Google doch weitermachen. Die schießen sich über kurz oder lang selbst ins Aus.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Google-Gründer bekamen Billig-Sprit von der NASA für ihre Privatjets...

... meldet das Wall Street Journal über eine immerhin sechs Jahre währende Praxis, derzufolge zwar unter anderem die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page, wenn unterwegs in Regierungssache, den Billig-Sprit nutzen durften, aber nicht für private Zwecke. Dies aber scheint wohl der Fall gewesen zu sein.
Kommentar. Sind Amerikas Milliardäre wirklich so arm?

Googles Cookies im Dienst der NSA...

... meldet die Washington Post eine weitere peinliche Enthüllung aus den Snowden-Papieren. Dabei hängen sich die NSA, aber auch das britische Gegenstück, GCHQ, an die Cookies von Google dran, um mehr über die User der Welt zu erfahren. Die Google-Cookies dienen dem Zweck, individuelles Benutzerverhalten und Interessen der Anzeigenkunden in einem anonymisierten Verfahren zusammenzubringen. Dabei geben die Cookies wohl den Ort und die Interessen des Users kund, aber nicht dessen Namen. So heißt es.
Kommentar: Allmählich kann man verstehen, dass der amerikanische Geheimdienst so scharf darauf ist, den früheren Mitarbeiter Snowden einer gerächten (aber wahrscheinlich sehr ungerechten) Strafe zuzuführen. Die Big-Data-Sucht der NSA ist ja fast schon pathologisch. Eigentlich müsste man es nur noch lächerlich machen. Aber leider meinen die NSA-Leute es verdammt ernst - wie alle Süchtigen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Die schlimmsten Projektpleiten 2013...

... nimmt sich Computerworld aufs Korn und landet natürlich zuerst bei ObamaCare, dem Projekt, bei dem alles schief ging. Und IBM scheint mit der Australien-Pleite (Gehaltssystem für das Gesundheitssystem in Queensland) den Platz 2 zu belegen. Da wird auch inzwischen geklagt. Die Nummer 3 der Pleiten ist ebenfalls ein Gehaltssystem, es betrifft den Staat Kalifornien, und SAP ist auch dabei. Da wird inzwischen ebenfalls geklagt. Dann waren da die IT-Ausfälle bei der Royal Bank of Scotland, die dazu führten, dass Kunden ihre Gehaltszahlungen und Steuerrückerstattungen nicht bekamen. Und die Arbeitslosen in Kalifornien, Florida und Massachusetts hatten das Nachsehen, als dort die von Deloitte entwickelten Systeme bei den Zahlungen herumstotterten. Aber wenigstens das, habe man nun im Griff. Achja, ObamaCare wäre seit dem 1. Dezember auch im "grünen Bereich"...

Zitat 2: FAZ über den Protest gegen die NSA - Wo ist IBM?

»Gegen die staatliche Massenüberwachung protestieren nur die Unternehmen, deren Geschäft vom Vertrauen der Verbraucher abhängig ist. Die Technologiegiganten, die mit ihrer Software und Ausrüstung das Fundament der globalen Wirtschaft und vieler Regierungen bilden, schweigen still. Hewlett-Packard, IBM, Oracle, Cisco und Amazon - um eine Auswahl zu nennen, die für 500 Milliarden Dollar Jahresumsatz steht - haben sich an dem Aufruf nicht beteiligt.«
FAZ, 11.12.2013, Stefan Schulz: "Der Geheimdienst arbeitet großarttig!"
Die FAZ sieht Amazon in deren Geschäftsmodell mehr und mehr auf Seiten der institutionellen Kunden und nicht mehr so sehr aud Seiten der Verbraucher.

Zitat 1: Die Macht der Datev und der Computervorbehalt...

... mahnt niemand anders als der Verfassungsrechtler Paul Kirchhoff an. In einem Intrerview mit dem Handelsblatt erklärt der Mann, der mal Finanzminister werden sollte (und mit Sicherheit mit seinen Ideen an den Politikern und deren Lobby gescheitert wäre):

"Wenn sich die Sekretärin auf dem Formular vertippt, können Vorsteuern nicht geltend gemacht werden. So einen Fall gibt es. Das Recht steht unter Computervorbehalt. Ich denke an den Tag, an dem die Datev ausfällt, - das ist die Gesellschaft für die Programme der Steuerberater. Dann wird kein Steuerrecht mehr vollzogen. Die Datev bestimmt, in loser Abstimmung mit den Finanzämtern, was Recht bedeutet." (Paul Kirchhoff im Handelsblatt)

Dienstag, 10. Dezember 2013

1967: Der "Vergissmeinnicht-Computer"...


... des britischen Cartoonisten Rowland bleibt unvergessen. Jedenfalls bei uns. Und weil es einfach ein irres Gerät war, das da von Honeywell gesponsert worden war, geben wir Ihnen auch noch einen Link zu einem kleinen Film. Das Foto fanden wir auf diesem Blog. 

Film HIER:

Das Handelsblatt meldet: Wirtschaft forscht, Staat kürzt

»Die gute Nachricht: 79,54 Milliarden Euro - oder drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts - steckten Wirtschaft, Staat und Hochschulen im vergangenen Jahr in die Entwicklung neuer Techniken. Die schlechte folgt auf dem Fuße: Die Große Koalition will die wachsenden Forschungsausgaben der Privatwirtschaft nutzen, um die ihren zu senken. Gegenwartsgier vor Zukunftsaufbau: Plötzlich wirkt die Große Koalition sehr klein«
Handelsblatt

Umfrage: Kein Vertrauen mehr in den USA

»Weniger als ein Fünftel der US-Amerikaner vertrauen der Regierung in Washington und meinen, dass das meiste, was die Regierung täte, sei in Ordnung. Das Vertrauen in den Kongress fiel auf einen Rekordtiefpunkt. Amerika sei wie in Italien und Griechenland. Nur noch jeder zehnte Wähler drückt Vertrauen oder Zustimmung aus gegenüber dem nationalen Parlament... Transparency International fand diesen Sommer in einer Erhebung heraus, dass Amerikaner eher noch als Italiener bereit sind zu sagen, dass die Polizei, die Wirtschaft und die Medien überhaupt "korrupt oder extrem korrupt" seien.«
The Economist, 7.12.2013

Computerworlds Top Stories 2013: Alternde Riesen...

... und da wird gar nicht einmal IBM genannt (spielt wohl überhaupt keine Rolle mehr in den Schlagzeilen des Jahres), sondern Firmen wie Microsoft, Dell, Blackberry und Yahoo!. Topthema ist natürlich Edward Snowden und die NSA.

NSA: World of Warcraft im Visier der Geheimdienste... (WOW!)

... berichtet Computerworld. Demach will die NSA dort unter den Spieler nach Kontakten zu Terroristen fahnden. Auch der britische Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) beobachtet die Online-Spielwelt. Second Life ist auch auf der Watch-Liste.

Montag, 9. Dezember 2013

Liggesmeyer neuer "Chef-Informatiker"




Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), mit rund 20.000 Mitgliedern die größte Vertretung von Informatikerinnen und Informatikern im deutschsprachigen Raum, hat Prof. Dr.-Ing. Peter Liggesmeyer (50, Foto) von der TU Kaiserslautern zum neuen Präsidenten gewählt. Als Vizepräsidenten bestätigten die GI-Mitglieder Dr.-Ing. Christof Leng (ICSI) und Dr. Simone Rehm (Trumpf GmbH). Neu im GI-Vorstand ist Prof. Dr. Andreas Oberweis vom KIT in Karlsruhe. Trotz NSA-Skandal sind auch die Computerexperten wahlmüde: An der Wahl nahmen insgesamt 2.683 Mitglieder teil, davon 2.647 elektronisch und interessanterweise nur 36 per Briefwahl.

Hier wächst zusammen, was zusammen gehört :-)

Springer schluckt Huddelsender N24...

Erinnerungen an die Nixdorf Computer AG

 Als Student kaufte Heinz Nixdorf Tannenbäume für 1 Mark auf den Märkten und zog mit ihnen durch die Vorstädte, ging von Haus zu Haus und verkaufte den Leuten den Weihnachtsbaum für zwei Mark. Aus dem Erlös finanzierte er sein Physikstudium. Und weil das eine kleine Weihnachtsgeschichte ist, die mir jetzt wieder einfiel, gingen meine Gedanken weiter und landeten bei dieser kleinen Replik... Es ist aber keine Adventsgeschichte, weil nirgendwo die Ankunft eines ähnlichen, messianisch begabten IT-Pioniers zu erwarten ist.

Am 1. Juli 1952 wurde die Nixdorf Computer AG gegründet. In Essen, nicht in Paderborn. Als Nixdorf Labor für Impulstechnik. Und der erste Auftraggeber waren die Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke, die RWE. Daraus entstand ein Unternehmen mit Sitz in Paderborn (ab 1959), der Geburtsstadt von Heinz Nixddorf, dessen Firma 1986, dem Todesjahr des Gründers, fast vier Milliarden Mark umsetzte. Danach begann der Abstieg - und schließlich landete diese dereinst unternehmerischste Computerfirma Deutschlands in den Fängen der Siemens AG, dem Haus- und Hoflieferanten der Deutschen Bundespost.
Siemens galt als ein Finanzunternehmen mit angeschlossener Computerabteilung. Die Münchner waren das genaue Gegenteil der NCAG, wie die Nixdorf Computer AG genannt wurde. Wo Heinz Nixdorf nach Privatisierung der trägen Bundespost rief, war der Hoflieferanz Siemens schon völlig aufgeschreckt - man sprach vom sogenannten EWS-Debakel - als sich das Staatsunternehmen in einem Emanzipationsvorstoß für die digitale Vermittlungstechnik des Kanadiers Northern Telecom entschied. Für Siemens war dies zu Beginn der 80er Jahre ein Fiasko.
Mit staatlichen Subventionen aufgepäppelt, hielt sich Siemens in der IT-Branche als die Nummer 2 in Deutschland und sonst nirgendwo, war Nixdorf ein allseits respektierter Mitbewerber, der sich in 44 Ländern behauptete. Nicht als Number One, gehörte aber überall zu den Top 50, wurde vor allen Dingen aber wegen seiner originären und orginellen IT-Philospophie zu den Visionären. Siemens hingegen war immer nur dann gut, wenn die Gelder aus Bonn flossen. Wir, die Journalisten, mochten Siemens nicht wirklich.
Heute möchte man die Nixdorf-Story gerne totschweigen. Denn sie ist ein Zeugnis dafür, dass man auch ohne staatliche Hilfe im Computermarkt erfolgreich sein kann. Die FAZ brachte kürzlich eine Story über das Silicon Valley, in der man dem Leser den Eindruck suggerieren wollte, dass das Tal der Talente ebenfalls eine von Anfang an staatlich hochgepäppelte Trutzburg der Hochtechnologien sei. So stolz man auf SAP zu sein scheint oder sein muss, als Deutscher, diese Self-Made-Unternehmen sind allenfalls als Ausnahmen geduldet. Und da ja SAP vor allem große Unternehmen und große Institutionen bedient, entspricht es mehr dem in Deutschland gepflegten Weltbild, dass es nicht die Mittelständler sind, die den Fortschritt bringen, sondern das Big Business in Staat und Wirtschaft. (Dass wir unsere momentane Weltstellung nahezu ausschließlich dem Mittelstand zu verdanken haben, ist eine für viele unangenehme Wahrheit).
Nein, wir haben es schon am liebsten mit denen da oben. Nur dort, wo der Staat helfen kann, ist alles wirklich gut. Deshalb haben wir ja jetzt auch demnächst eine Große Koalition. Sie wird alles richten.
Und so bleiben Firmen wie die Nixdorf Computer AG, die es immerhin mehr als drei Jahrzehnte in Deutschland aushielt, eher die Ausnahme. Wahrscheinlich wird es sogar nie wieder ein solches Unternehmen in Deutschland geben.
Raimund Vollmer

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Die Kannibalisierung der Tablets durch Phablets...

... zeigt bereits in 2013 erste Wirkung, meint IDC. Smartphones mit Bildschirmen, die größer sind als fünf Zoll, würden den Tablets den Absatz erschweren, meinen die Marktforscher. Sie reduzierten ihre Prognosen für 2013 von 227,4 auf 221,3 Millionen Tablets. Beim Ausblick auf das Jahr 2017 gehen sie ebenfalls einen Schritt zurück. 386 Millionen Exemplare würden nur verkauft und keine - wie bisher angenommen - 407 Millionen Einheiten. Für kommendes Jahr erwartet IDC 270,5 Millionen Stück.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

IBM - International Brotherhood of Magicians...

... ist im Unterschied zu der IBM, wie wir sie als International Business Machines kennen, die größte Organisation ihrer Art. IBM hingegen wird als einstige Nummer 1 von immer mehr Giganten überholt. Im Umsatz und im Börsenwert. Da ist kein Zauber mehr drin - und ganz allmählich bekommen dies auch die Analysten mit. Vor 20, 30 Jahren vertraten sie noch die Interessen der Kunden, dann nur noch die der Aktionäre. Je mehr Kunden IBM verlor, desto höher stieg die Aktie, aber auch nur deshalb, weil sie durch Rückkaufaktionen den Wert der Einzelaktie steigerte. Und so kam manchem das wie Zauberei vor. Doch nun durchschauen alle die (durchaus legalen) Finanz-Tricks des Giganten. Und der letzte Zauber ist verschwunden. Seit 1924 nennt sich IBM IBM. Sie wird also nächstes Jahr 90 Jahre alt. Am 1. Mai 1914 begann bei der Vor-IBM, der CTR, ein Mann namens Thomals J. Watson Sr. seine Karriere, jahrzehnteland feierte man diesen Geburtstag als Jubiläumsereignis. Doch die 100 Jahre werden an der IBM spurlos vorübergehen. Man wird den Zauber der /360 noch einmal bemühen. Sie wird am 7. April 50 Jahre alt. Aber dann kommt die große Leere. Und bald kennt man die drei Großbuchstaben nur noch als International Brotherhood of Magicians, der letzte, verbleibende IBM-Klub...
Raimund Vollmer

Libor-Skandal: Deutsche Bank muss 725 Millionen Euro Strafe zahlen

Insgesamt verhängt die EU-Kommission Geldbußen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro an die der Zinsmanipulation überführten Großbanken.

PC-Absatz fällt um 10,1 Prozent auf 314 Millionen Stück...

... meinen die Marktforscher von IDC und sehen den Absatz in diesem Jahr auf demselben Niveau wie 2009. 2012 waren es noch 349 Millionen Desktops, ein Jahr zuvor, 2011, erreichte der PC-Absatz mit 364 Millionen weltweit seine Rekordmarke. Von der ist das Geschäft nun ziemlich weit entfernt. Für 2014 (302 Millionen) bis 2017 sieht IDC keine nennenswerte Erholung. Im Gegenteil: die Verkäufe werden um die Marke von 300 Millionen Stück herumlavieren.

Fette Geldstrafe für Deutsche Bank erwartet...

... "wegen der mutmaßlichen Manipulation von Referenzzinssätzen" berichtet das Wall Street Journal über die offensichtlich abgeschlossenen Ermittlungen der Europäischen Union gegen mehrere Großbanken. Heute oder in den nächsten Tagen werden entsprechende Urteile erwartet. Im WSJ heißt es: "Im Fokus der Untersuchung stehen die Deutsche Bank, die französischen Institute Societe Generale und Credit Agricole, HSBC Holdings und Royal Bank of Scotland Group  in Großbritannien sowie J.P. Morgan in den USA, wie es aus Kreisen weiter hieß."

Dienstag, 3. Dezember 2013

Was wird aus dem IBM Club?

Was einst als Sportverein eine stolze Einrichtung der IBM überall in der Welt war, verkommt allmählich - zumindest in Deutschland - zu einem armseligen Club der traurigen Gestalt. So muss man jedenfalls dieses Bericht in der Böblinger Lokalpresse interpretieren: HIER.

Apple kauft für 200 Millionen Dollar Twitter-Messstation Topsy...

... die mit ihren Analysetools täglich 500 Millionen Botschaften durchforstet.

Playstation 4: 2,1 Millionen Stück in drei Wochen...

... sind für den japanischen Hersteller Sony eine neue Rekordmarke. Allein in Europa, wo die neue Konsole erst am 29. November vorgestellt wurde, gab es 700.000 Verkäufe. In Nordamerika war die PS4 nereits am 15. November erstmals über den Ladentisch gegangen. Bis Ende März, wenn in Japan traditionell die Geschäftsjahre zu Ende gehen, will Sony fünf Millionen Exemplare verkauft haben, meldet das Wall Street Journal

Sie wissen, wo Sie wohnen, die Drohnen...

... auch wenn es vielleicht noch fünf Jahre dauern wird, bis das Wirklichkeit wird, was heute alle Gazetten im Netz und im Rest der Welt beschäftigt. Drohnen sollen über kurz oder lang (wahrscheinlich eher über kurz, was die Strecken anbelangt) eilige Waren direkt an den Verbraucher liefern. Tolle Idee, die da Amazon präsentiert. So werden wir auf eine Zukunft vorbereitet, die wir eigentlich gar nicht mehr abwarten können. Wir fordern: Zukunft jetzt. Und das permanent.

Montag, 2. Dezember 2013

Telekom will bei T-Systems 6000 Arbeitsplätze einsparen...

... meldet das Handelsblatt unter Berufung auf eigene Quellen.
(Kommentar) Böse Zungen behaupten derweil, dass der Abbau nicht schwer sei. Denn das Unternehmen sei sowieso in weiten Teilen überbesetzt. Warum Vorstand Reinhard Clemens nicht schon früher an die überfrachteten Strukturen herangegangen ist, war in der Analystenszene schon lange ein Thema.

Donnerstag, 28. November 2013

Nach Snowden: NSA soll Glasfaserleitungen von Level 3 anzapfen...

... oder angezapft haben, mutmaßen in der New York Times Experten. Dabei sei das wichtigste Backbone-Netz des Telekom-Anbieters Level 3, das Google und Yahoo & Co. mit der Welt verbindet, die Schwachstellen sein, an der die NSA ihre Wanzen installiert, ohne dass die Firmen dies überhaupt bemerken. 

Mittwoch, 27. November 2013

Internet & Burda: In Berlin denkt niemand an den Verbraucher...

... meint in der Zeit der Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen. In der Hauptstadt denkt man in Institutionen, nicht in Individuen. Man könnte fast meinen, dass er unsere Journalyse liest. Aber das kann nicht sein. Denn er meint ja auch, dass das Schreiben in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren wird. Vielleicht hat er ja damit recht - umso wichtiger werden die, die noch lesen...
Derweil meldete sich der Eigentümer des Verlages Herbert Burda (70) ebenfalls zu Wort. Er sagt in der Zeit:
"Viele der Probleme, die deutsche Unternehmen heute haben, rühren daher, dass meine Generation zu lange sagte: Ein Computer kommt mir nicht auf den Schreibtisch!"

Villingen - einst die Wiege der IBM wird 2014 dichtgemacht...

... heißt es in der Schwäbischen.de. Am 30. April sei dort Schluss für die noch verbliebenen zehn Mitarbeiter, die allerdings keine Entlassung fürchen müssem, sondern nur eine Versetzung erdulden müssen. Zur Erinnerung: Einen Tag später, am 1. Mai 2014, ist es 100 Jahre her, dass ein gewisser Tom Watson Sr. die Führung über das Unternehmen übernahm, das sich dann zehn Jahre später IBM nannte. In Villingen war es natürlich noch die Deutsche Hollerith, die die schwäbische Fertigungskunst nutzte...

Montag, 25. November 2013

Nach Snowden: NSA-General Keith Alexander wollte zurücktreten...

... berichtet das Wall Street Journal. Unmittelbar nach der ersten Enthüllung über die Machenschaften des US-Geheimdienstes NSA hatte nach Informationen des Blattes der Chef der Agency seine Demission einreichen wollen. Die Enthüllungen hätten die Agentur in die größte Problemsituation in ihrer 62jährigen Geschichte gestürzt. Weil man Snowden nicht den Triumph gegönnt habe, wäre das Angebot abgelehnt worden, obwohl einige Offizielle ihr Vertrauen in die Führungsqualitäten des General verloren hätten. Mitarbeiter der NSA beschwerten sich zudem, dass sie in ihrem Bekanntenkreis schief angeguckt worden seien und mit der Frage konfrontiert wurden: "Hört Ihr mich auch ab?"
Kommerntar: Ob all das aber wirklich die Verhaltensweise der NSA verändert, ist nach wie vor fraglich. Behörden haben immer recht - das gilt vor allem dann, wenn sie im Unrecht sind.

Samstag, 23. November 2013

Die gute alte IBM ist zu wenig innovativ...


... kritisierte Hedge-Fund-Impresario Stan Druckenmiller am Rande der Konferenz der "Robin Hood Investoren" die auf die Dividende fokussierte Firmenstrategie. "If you want to be short innovation, be long IBM,” sagte der Milliardär dem Fernsehsender Bloomberg. “I do not want to be short innovation.” Er habe zwar einen "Riesenrespekt" vor Warren Buffett, könne dessen Investment in IBM aber nicht nachvollziehen. Das Orakel von Omaha hat mehr als 11 Mrd. Dollar in IBM-Aktien investiert und zählt damit zu den größten Aktionären des einstmals wichtigsten IT-Konzerns.

Update: Die Konferenz wird übrigens von der Bank JP Morgan organisiert, die sich gerade für die Rekordsumme von 13 Mrd. Dollar von dem Vorwurf freikauft, Anleger bei Geschäften mit Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen zu haben und damit die Bankenkrise 2008/2009 mitverschuldet zu haben.

Freitag, 22. November 2013

Spotify, Twitter & Co: Content is king, aber das bleibt unter uns...

... denn Börsenbewertungen von Twitter (23 Milliarden Dollar) oder Facebook (108 Milliarden Dollar) oder Google (351 Milliarden Dollar) lassen darauf schließen, dass bei Kurs/Gewinn-Verhältnissen von 30 bis 100 nicht der Profit die Richtschnur sein kann. In der Tat sind dies alles Firmen, die mit Content arbeiten - Content, der nicht von ihnen selbst kreiert wird, sondern durchweg von anderen. Content ist alles - und doch nichts. Denn diese Riesen zahlen für Content so gut wie gar nichts, aber sie machen mit dem, was ihnen nicht gehört, ein Mordsgeschäft - mit Werbung.
Aber jetzt kommt einer wie Spotify, der sich gerade 250 Millionen Dollar an Finanzierung gesichert hat. Der Musik-Streaming-Dienst macht auch einen Großteil seiner Einnahmen mit Werbung, aber er hat jede Menhe Kunden, die bereit sind zehn Dollar pro Monat für die Nutzung der Musik zu zahlen. Diese Firma, die 434 Millionen Dollar umsetzt, hat - nimmt man die Einlage von 250 Millionen Dollar als Maßstab - einen Börsenwert von mehr als vier Milliarden Dollar.
Aber Spotify produziert ebenso wenig Musik wie Twitter Texte oder Facebook Bilder. Das, was die Kunden kommen lässt, gehört entweder ihnen selbst oder anderen. Gäbe es das aber nicht, würde niemand darin werben, würde niemand den Dienst abonnieren. Was also diese Firmen so wertvoll macht, ist der Faktor Distribution. Sie verteilen Content und bringen Menschen zusammen. Das ist alles Logistik. Und wenn wir auf das vergangene Jahrhundert zurückschauen, dann war das Thema Distribution (von der Energieversorgung über Handel bis hin zur Touristik, von der Informatisierung über die Liberalisierung bis hin zur Globalisierung) die alles bestimmende Herausforderung. Hier haben wir es zur Meisterschaft gebracht. Und so ist es kein Wunder, dass all diese Firmen - mit Amazon an der Spitze - diese Entwicklung zur Vollendung bringen. Aber es ist ein Thema, das begründet wurde im 20. Jahrhundert, das in ihm seiner Perfektion zustrebte. Doch dürfen wie nicht davon ausgehen, dass es auch das 21. Jahrhundert bestimmen wird.
Da kommen noch ganz andere Dinge auf uns zu. Aber das ist eine andere Geschichte.
Raimund Vollmer

Donnerstag, 21. November 2013

Nach Snowden: Hinter dieser Zeitung steckt immer...

(Kommentar) ... mein schlauer Kopf. Jedenfalls frühmorgens, wenn ich diese Zeitung, die ich noch in Echt lese, aufschlage und bei ein oder zwei Tassen Kaffee genieße. Den Wirtschaftsteil habe ich dann sehr schnell durch. Der ist so brav wie das Management, das sich täglich darin spiegelt. Es perpetuiert in grauen Wüsten die Langeweile, in der unsere biederen Wirtschaftsführer ihren Mangel an Ideen, Imagination und Intuition zu verstecken suchen. Aber dann blätterst Du das Feuilleton auf, plötzlich ist all das wieder da, was eine gute Zeitung spannend macht - und den Leser schlau hält. Vor allen Dingen ist das Feuilleton ein Ort, wo Meinung noch zur Sache geht - und zwar gerade bei den Themen, die uns als Bürger mächtig interessieren. Manchmal ist sogar das am informativsten, was nicht drin steht. Denn Du fragst Dich als schlauer Leser, warum wird dieses oder jenes ignoriert. Ist es Absicht, ist es Unwissenheit?
Heute zum Beispiel hat sich das Feuilleton dem Thema "Datenschutz und Datensicherheit" gewidmet - und alle möglichen Leute dazu eingeladen, die irgendwie sehr stark informatikbelastet sind. Was die EU-Kommissarin Neelie Kroes schreibt, kann man übrigens gleich überspringen. Dass sie als erste ihren Beitrag liefern darf, ist in gewisser Weise schon bezeichnend. Denn nahezu alle Autoren sind fixiert auf das Tun und Lassen der Institutionen. Wir, die Bürger, stehen nicht im Mittelpunkt. Auch nicht unsere Volksvertreter, die, die wir gewählt haben oder haben wählen lassen, wenn wir uns den Urnengang gespart haben (was natürlich kein Leser der Journalyse tun würde).
Auf jeden Fall gibt es uns, die Bürger, nur als mehr oder minder passive Kreaturen, wir sind die Nutzer, wir sind nicht die Kreativen, die Macher. Yvonne Hofstetter, die Geschäftsführerin der Teramark Technologies, kommt uns Bürgern noch am nächsten, wenn sie schreibt: "Google, Facebook, Apple & Co. sind nicht deshlab außereuropäischen Unternehmen, weil Europas Unternehmer und Technologien schlechter wären als die anderer Kontinente. Visionen hat Europa durchaus und auch die Technologie für ihre Verwirklichung. Unser Erfolg hängt von unserem Mut ab." Stimmt, aber nicht denjenigen fehlt der Mut, die Visionen haben und Technologien entwickeln, sondern denen, die all das durchsetzen sollen. Das sind Anpassungskünstler - und Anpassung ist das Gegenteil von Freiheit. Dem Management und seinem Gefolge fehlt der Mut zur Freiheit.
Fast alle Beiträge konzentrieren sich auf die Methoden, mit denen Sicherheit hergestellt wird, und den Institutionen, die sie herstellen sollen. Es ist eine komplette Fixierung auf diejenigen, die doch gerade im Verdacht stehen, Big Data zu huldigen, die den Geheimdiensten die Datentore öffnen etc.
"Wir müssen die aktuell verfügbaren Kompetenzen und Ressourcen im Hardware- und Software-Bereich sichten, bewerten und zusammenführen", schallt es uns von Magnus Harlander, einem IT-Manager (er ist Geschäftsführer der Genius GmbH) entgegen. Das klingt nach Industriepolitik der bekannten Art (DV-Förderung). "Jetzt gilt es auf nationaler oder europäischer Ebene eine IT-Sicherheits-Roadmap auf den Weg zu bringen", stößt Frank Heisler, ein "IT-Unternehmer" ins selbe Horn. (Er ist Vorstand der G Data Software AG). Angesichts der technologischen Fortschritte, die vor allem aus USA gemeldet werden, meint der Informatiker Gerhard Weikum (Max-Planck-Institut): "Hier bahnt sich eine von amerikanischen kommerziellen Wissenstechnologien an, die wir so nicht in Kauf nehmen sollten". Und auch da steht mehr oder minder im Hintergrund, dass wir viel Geld in die Hand  nehmen sollten, um mit den Amerikanern gleichzuziehen - und das heißt letztlich Industriepolitik.
Staunend stellst Du fest, dass ein Geisteswissenschaftler, der Historiker Jürgen Renn, die alten liberalen Tugenden, die auf der natürlichen Autorität von Individuen und nicht auf der formalen Autorität von Institutionen basieren, den Bürger in den Mittelpunkt stellt. Er setzt der Einfalt der Informatik-Lobby die "Europas Vielsprachigkeit und kulturelle Vielfalt" als "zukunfstweisendes Modell" entgegen. Wir sind Europa. Renn wendet sich gegen Protektionismus und Industriepolitik. Renn glaubt an uns, den schlauen Leser hinter dieser Zeitung. Renn hat uns drauf, wenn er schreibt: "Wir könnten sehen, wie ein Netz aussieht, in dem Nutzer nicht nur Klienten und Konsumenten bleiben, sondern in dem sie selbst mit Verarbeitung von Informationen und ihrer Vernetzung so krativ umgehen können, wie es bisher das Privileg von Google ist."
Schön ist es dann zu lesen, dass der "Informatiker" Johannes Buchmann (TU Darmstadt) im hölzernen Jargon der IT versucht, mit Renn gleichzuziehen. Er erkennt und fordert die Hoheit der Nutzer (ach, hätte er doch Bürger stattdessen gesagt. Denn auch im Internet bin ich vor allem Bürger und nicht Nutzer) über die eigenen Daten und deren Anwendungen.  "Wir müssen den Computer neu erfinden", schreibt der Cyberwar-Experte Sandro Gaycken. Und er sieht dessen Heimat vor allem in den Maschinen, im Maschinenbau, im German Engineering. Kein Zweifel, da werden wir gut aussehen. In diesem Bereich leben die Unternehmer, die wirklich Ideen nach vorne bringen. Sie bringen aber auch diese Ideen deshalb nach vorne, weil sie der IT äußerst skeptisch gegenüber stehen. Ich empfehle jedem einmal einen Besuch bei einer Veranstaltung des VDMA, dann würden die IT-Experten am Ende ziemlich erschüttert nach hause gehen. In Deutschland wird die IT als Gegner der Kreativität gesehen, vielleicht liegt dies auch daran, dass wir stark in Buchhaltung (ERP) sind, deren größter Feind Kreativität ist. Niemand will eine kreative Buchhaltung.
Den Beitrag von Michael Backes, Universität Saarland, lesen wir ohne neuen Erkenntnisgewinn. Aber am Ende bleibt die Vermutung, dass die Leute in der IT am liebsten nach dem Staat rufen möchten, Snowden ihnen wunderbare Argumente dafür liefert, aber in Wahrheit eine Riesenangst haben, nicht vor der NSA und anderer Geheimdienste, sondern vor uns, den schlauen Köpfen.
Irgendwann wird dies auch die FAZ erkennen, die Seite vor der Zeitung. Denn wir sind die Leser und Bürger. Wir müssen für alles haften.
Raimund Vollmer

Zitat für meinen Lieblingsleser

Er schreibt die meisten Leserkommentare für die Journalyse. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, wissen wir nicht. Ich hoffe nur, dass es noch ein Mensch ist und kein Watson. Raimund Vollmer

Jetzt geht's weiter mit der Journalyse

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich in den letzten Tagen hier nicht mit Meldungen und Kommentaren präsent war. Andere Aufgaben haben meine Aufmerksamkeit vollkommen absorbiert.
Raimund Vollmer

Montag, 18. November 2013

Sammelalbum Pinterest macht Google und Facebook das Leben schwer...

... weil es die Erlebnisse und Ergebnisse des Googelns nach Dingen, die man gerne haben und kaufen möchte, mit denen von Social Media zu einem persönlichen Katalog der Wünsche kombiniert. Das Ergebnis: die Konsumenten sagen, was sie wollen, und die Werber wissen, was die Kunden wünschen. Das ist in etwas das Geschäftsmodell von Pinterest, das nach Meinung des Wall Street Journals den beiden Platzhirschen Google und Facebook auf Dauer die Werbegelder abluchst. Denn die Seiten von Einzelhändlern, auf die Pinterest die Verbraucher lenkt, erzielen einen höheren Verkaufswert je Bestellung als bei den Altvorderern des Werbe-Webs. 140 bis 180 Dollar seien es bei Pinterest, das übrigens nicht börsennotiert ist, bei Google seien es nur 80 und bei Facebook nur 60 Dollar je Bestellung. Auf einen Börsenwert von 2,5 Milliarden Dollar wird das Unternehmen inzwischen eingeschätzt.

Rekordstand: Ein Bitcoin kostet jetzt 500 Dollar...

... berichtet das Wall Street Journal am Sonntag.

Donnerstag, 14. November 2013

EU-Antitrust: Fotografen werfen Google Piraterie vor...

... und behaupten, dass 85 Prozent der Bilder, die online gefunden werden, illegale Kopien seien und von diesen seien wiederum 80 Prozent durch Suchmaschinen verteilt worden. So berichtet Computerworld. Da Google zudem die Fundstücke, ohne auf die ursprüngliche Website umzulenken, sofort in hoher Auflösung anbietet, hätten die Fotografen die Kontrolle über ihre Werke verloren. Im Rahmen der Antitrust-Klage der Europäischen Union ist nun CEPIC, das Center of the Picture Industry, an die Wettbewerbshüter herangetreten mit dem Wunsch, ihre Klage in das Verfahren einzubringen.

Mittwoch, 13. November 2013

Nach Snowden: FAZ fordert Subventionen für die IT-Branche

(Kommentar) Man kann es förmlich sehen, wie sich heute morgen der Chef der Bitkom in seinem Büro in Nürnbergs Paumgartnerstraße, dort, wo normalerweise der Hochsicherheitsbetrieb DATEV seinen Sitz hat, die Hände reibt. Denn bei der Lektüre der FAZ, die inzwischen wieder hemmungslos in den Konservatismus der sechziger Jahre zurückfällt, wird er auf Seite 1 auf einen Kommentar gestoßen sein, der dem Verbands-Boss der IT-Wirtschaft sehr gefallen haben wird. Da schreibt ein Nikolaus Busse an prominentester Stelle unter der Einwort-Überschrift "Abgehängt" einen "Leitartikel", der - ohne das Wörtchen zu benutzen - hemmungslos nach Subventionen für die IT-Branche schreit.
Weil kräftig genährt vom Pentagon hätten in den vergangenen Jahren die IT-Giganten der USA elektronische Spionagewerkzeuge entwickelt, die dafür gesorgt haben, dass "der verbliebenen Weltmacht nicht nur militärisch keiner das Wasser reichen kann, sondern auch im Nachrichtenwesen. Das wird den Vereinigten Staaten noch auf viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte die globale Vormachtstellung sichern." Und weil das so ist, so kommt er am Schluss zu der Ansicht: "Wenn die europäischen Regierungen die Privatsphäre und die Sicherheit ihrer Bürger ernsthaft schützen wollen, dann müssen sie bereit sein, dafür Geld auszugeben."
Zwischendurch steht ein Satz, den man in ähnlicher Form in den sechziger Jahren bei dem Publizisten Jean-Jacques Servan-Schreiber (Die amerikanische Herausforderung), in den siebziger Jahren bei Simon Nora/Alain Minc (Die Informatisierung der Gesellschaft) oder in den achtziger Jahren bei Leo Nefiodow (Europas Chancen im Computer-Zeitalter) hätte lesen können. Bei Busse heißt im Gebetsmühlenstil: "Zum ersten Mal seit der industriellen Revolution ist der alte Kontinent bei der Entwicklung einer Schlüsseltechnologie abgehängt worden. Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Autos, Flugzeuge, Fernseher - all das wurde noch in Amerika wie in Europa hergestellt. In der IT-Branche dagegen haben die Europäer in den vergangenen zwei Jahrzehnten weitgehend kapituliert."
Solche Sätze, in namhaften Publikation oder Büchern (die kommen bestimmt noch) veröffentlicht, dienen einzig und allein dazu, den arrvierten Unternehmen der IT den direkten Weg zu den Fleischtöpfen der Regierung freizumachen. In Wirklichkeit aber steht dahinter die geistige Bankrotterklärung unserer IT-Branche. Immer wieder - wie auch jetzt - dienten die staatlichen Zuwendungen nur dem Ziel, eine Aufholjagd zu inszenieren, an deren Ende man wieder - wie in den sechziger Jahren - feststellen mussste, dass das "technological gap" (JJSS) zwischen USA und Europa wieder mindestens fünf Jahre beträgt.
Es ist nicht so, dass wir nicht die kreativen Geister hätten, um mit den USA gleichzuziehen oder gar ihnen vorauszueilen. (Fragen Sie mal die Amerikaner, mit wessen Technologie IBM 1993/94 gerettet wurde. Verschämt werden sie zugeben, dass es das IBM Labor Schönaich gewesen ist.) Es ist nicht so, dass wir nicht die finanziellen Ressourcen hätten, um ganz schnell, ganz vorne zu sein. Woran es in all den Jahrzehten gescheitert ist, war das Management dieser Unternehmen. Es ist derart fixiert auf das, was die Amis uns vormachen, dass es außerstande ist, jene Dinge zu sehen, die kommen werden. Das Management dieser Unternehmen guckt nach Amerika - und damit in die Vergangenheit, in das, was sichtbar und offen-sichtlich ist. Und der Reflex heißt dann immer Aufholjagd. Und man schielte dann nach Bonn, heute nach Berlin. Man setzt auf die Politik, auf Macht.
Jean Monnet, der Mann, der sich unser Europa ausgedacht hat, meinte einmal im Rückblick auf die europäische Einigung: "Wenn ich noch einmal anfangen könnte, dann würde ich mit der Kultur beginnen", also nicht mit der Wirtschaft - und ganz bestimmt nicht mit der IT-Wirtschaft.
Keine Macht der Welt, aktuell auch nicht die Macht der NSA und ihrer amerikanischen Erfüllungsgehilfen, kann auf Dauer den Kampf gegen eine Kultur bestehen. Das ist es, was Monnet uns eigentlich mit diesem Satz sagen wollte. Die IT-Branche hat nie eine Kultur entwickelt, das haben - wenn überhaupt - die Benutzer getan. Und das ist es, was sich in Facebook etc. gerade entwickelt, eine neue, eine sehr vitale Kultur. An ihr werden die alten Götter der Spionage und der Subventionen, der Big Data und des Big Business, scheitern. (Ganz vorsichtig bekommen dies die "neuen" Götter namens Google, Facebook, Twitter schon zu spüren.)
Der Ruf nach Subventionen - den der Bitkom unterschwellig schon die ganze Zeit kommuniziert - ist nichts anderes als der Rettungsring einer Weltanschauung (sollte man besser sagen: Geldanschauung), die uns seit fünfzig Jahren kein Stück weitergebracht hat. Es ist schön zu sehen, dass sich wenigstens im Feuilleton der FAZ einige Redakteure ernsthaft bemühen, diese Kultur des Internetzeitalters zu entwickeln, Nur schade, dass sie dazu immer wieder auf amerikanische Autoren zurückgreifen müssen.
Wo sitzen in den Wirtschaftsinstituten Deutschlands oder Europas die Weisen, die intellektuell gleichziehen mit den Ideen der Amerikaner? Die einzige Aufholjagd, die wir wirklich leisten müssen, besteht darin, endlich mal unseren eigenen Verstand zu benutzen - die Befreiung aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.
Dass da ein Signal von der Bitkom und der IT-Industrie kommt, sollten Sie allerdings nicht erwarten.

Dienstag, 12. November 2013

Menschen und Kultur sind Hürden

Shame - aber diese Überschrift einer Presseinformation von heute zeigt, wie die Nerds und Manager bei der ehemals großen IBM ticken. Nicht richtig jedenfalls...

Nach Snowden: Die Balkanisierung des Internets...

(Kommentar) ... hat sich das CIO Journal heute als Thema gegeben. Nachdem überall in der Welt - und in Deutschland unsere liebe Telekom - immer mehr Cloudianer der Meinung sind, dass Daten nicht mehr unbedingt über transatlantische Leitungen gehen müssen, wenn sie eigentlich nur den Nachbarn auf der anderen Straßenseite erreichen sollen, befürchten nun unsere amerikanischen Freunde, dass wir - die Europäer, Südamnerikaner, die Asiaten, Afrikaner und Australier - dann bald nicht mehr an den tollen Anwendungen teilnehmen können, mit denen uns die US-Amerikaner immer wieder ins Netz locken und beglücken. Denn das geht nur, so sagen unsere Freunde im Silicon Valley, wenn sich unsere Daten zuerst in den Vereinigten Staaten zu Big Data vereinen. Das mag so sein, führt uns aber auch nicht weiter. Vor Facebook gab es StudioVZ und andere Social Media. Doch wir, die Looser-User, entschieden uns für Facebook, wie wir uns zuvor auch schon immer im Zweifel für die Amerikaner entschieden haben. So haben wir Nokia wegen Apple ins Abseits gestellt, wir haben bei Mainframes IBM genommen statt Siemens, ICL oder Bull. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Und nun wittern unsere National-Helden die große Chance, uns mit Hilfe von Snowdens Enthüllungen wieder auf die heile Welt der Staatsgrenzen zu reduzieren. Und hintendrein kommt dann auch noch der Internet-Minister, der den ganzen provinziellen Klüngel zusammenhalten soll.
Nein, so einfach kommt die Politik nicht davon. Sie sollte der IT-Wirtschaft nicht auf den Leim gehen. Eine IT-Wirtschaft, die endlich wieder eine Chance wittert, die lästige und überwältigenden US-Konkurrenz so in die Schranken zu verweisen, zeigt nur, wie unendlich armselig sie ist.
Die dortigen Chefs können nichts anderes als obermaiern. Pionieren wirklich zu helfen, neuen Ideen eine echte Chance zu geben, dazu sind diese Leute, die jetzt mieseste Politik machen wollen, zu feige gewesen. Fantasielos und ängstlich haben sie mehr Angst vor Innovationen als der Teufel vor dem Weihwasser. Erst wenn die USA eine Idee abgesegnet haben, wurde sie von ihnen auch akzeptiert. Das weiß ich (und viele andere auch) aus eigener Erfahrung und Anschauung.
Raimund Vollmer

Cloud-Kampf: Amazon hat keine Chance gegen IBM...

... meint im CIO Journal der Analyst Bob Enderle. Und er meint, dass Amazon einfach keine IT-Firma sei, sondern Händler. IBM habe mit ihrer 102jährigen Geschichte (in Wirklichkeit wird Big Blue nach alter, eigener Zeitrechnung erst 2014 hundert Jahre alt) soviele Mitbewerber, die ihr mit Kampfpreisen und disruptiven Technologien haben am Zeuge flicken wollen, überlebt und diese Konkurrenten im Nichts verschwinden lassen.
Was Enderle nicht sagt: Das war eine ganz, ganz andere IBM...

IBM und die Jungunternehmer - eine Erfolgsstory?

Der Wiener Standard berichtet: "Aus Garagenbastlern Millionäre machen, das hat sich der milliardenschwere US-Konzern IBM mit seinem Programm "SmartCamp" auf die Fahnen geschrieben. Seit 2010 arbeitet der IT-Riese mit weltweit 1.600 Jungunternehmern zusammen."
Mehr hier. derStandard

Exportstärke: EU plant Verfahren gegen Deutschland

Alles, was beim Leistungsbilanzüberschuss die Sechs-Prozent-Hürde übersteigt, wird nach neuesten EU-Gesetzen als "exzessiv" gebrandmarkt und löst ein Untersuchungsverfahren aus. Und Deutschland ist nun der erste Kandidat für eine solche Maßnahme, die - so meint das Wall Street Journal - keine Penale nach sich ziehen kann, aber als "peinlich" bezeichnet wird. Da die deutsche Binnennachfrage vor allem im Konsumbereich zu wünschen übrig lässt, hätte das europäische Ausland in Deutschland keinen eigenen Wachstumsmarkt für Importe. Andererseits ist die Bundesrepublik "das finanzielle Rückgrat der krisengeschüttelten Region", meint das Blatt. In einem weiteren Bericht erzählt das Wall Street Journal, dass die USA Druck auf Japan machen, weil der schwache Yen es den Autoherstellern der Insel einfach mache, ihre Produkte in die USA zu verkaufen und damit der einhemischen Konkurrenz das Leben äußerst schwer mache.
Derweil berichtet Apple, dass Japan der stärkste Wachstumsmarkt in Asien geworden sei. Ein Wunder in einem Land, in dem Sony nie unterging.,,

Montag, 11. November 2013

Apple: Gibt es Ende 2014 iPhones mit gebogenem Display...

... und Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll (12 bis 14 cm)? Dies meint jedenfalls die Finanznachrichtenagentur Bloomberg zu wissen.

Drittbrett-Anbieter schaden dem Amazon-Image: Abgelaufene Medikamente im Angebot...

... haben den Pharmakonzern Johnson & Johnson dazu gezwungen, Produkte wie das Schmerzmittel Tylenol, Heftpflaster und Baby-Artikel vom Vertrieb über Amazonzurückzuziehen. Diese Artikel werden zumeist über Drittanbieter, die einen wesentlichen Umsatz am Amazon-Geschäft haben, feilgeboten und entziehen sich der direkten Kontrolle durch Amazon. Rund 40 Prozent der Artikel auf der Amazon-Seite stammen von unabhängigen Verkäufern, berichtet das Wall Street Journal.

Samstag, 9. November 2013

Ein Adler bekommt keine roten Ohren

Lesenswerter Artikel zur NSA-Thematik aus der Neuen Zürcher Zeitung. Beginnt mit einem Zitat von John le Carré: «It's the oldest question of all, George. Who can spy on the spies?»

Und endet mit le Carrés Romanhelden Smiley: «Geheimdienste sind die einzig wahren Meßgrößen für den politischen Gesundheitszustand einer Nation, die einzig wahre Ausdrucksform ihres Unterbewusstseins.» Und mit dem ergänzenden Statement: Das gilt für Europa genauso wie für die USA.

Dem ist nix hinzufügen!

Freitag, 8. November 2013

Jenseits von Europa...

... eröffnete IBM heute in Nairobi das zweite Forschungslabor der Region EMEA außerhalb Europas – das zwölfte des Konzerns insgesamt. Im Bild gratuliert Kenias Präsident Uhuru Kenyatta (links) dem Forschungsdirektor der IBM in Afrika, Dr. Kamal Bhattacharya. In Europa gibt es zwei IBM-Labs – in Zürich und in Dublin – neben einem dritten der Region EMEA  in Haifa. Und was sagte Bhattacharya: "Twende Twende" (Auf gehts)!

Dienstag, 5. November 2013

EingeSACkt: 1,8 Milliarden Dollar Strafe für Insiderhandel...

... muss der von dem Milliardär Steven A. Cohen gegründete Hedge-Fonds SAC an das Schatzamt der USA zahlen. Eine Rekordsumme. Das Unternehmen erklärte sich für schuldig. Mitarbeiter sollen Insider-Informationen genutzt haben, um an der Börse zu spekulieren. Zehn Jahre dauerte es, bis der Fall nun beigelegt wurde. Cohen selbst ist nicht belangt worden, schreibt das Wall Street Journal.
Kommentar. Ein Beispiel dafür, wie man mit Big Data kriminelles Verhalten feststellen kann? Zumindest scheint in einem Fall ein Email die Behörden auf eine Spur gebracht zu haben. Über zwei Experten-Netzwerk hatte ein SAC-Mitarbeiter Kontakt zu zwei prominenten Fachleuten auf dem Alzheimer-Gebiet aufgenommen und dabei vertrauliche Informationen gewonnen. Durch gezielten Einsatz dieses Insiderwissen hatte dieser Mitarbeiter dem Hedge-Fonds einen geldwerten Vorteil in Höhe von 275 Mullionen Dollar eingebracht.

Montag, 4. November 2013

Twitter IPO: 75 Prozent der User sind keine USAer...

... sondern leben außerhalb der Vereinigten Staaten. Schaut man aber auf die Werbeeinnahmen, dann kommen nur ein Viertel der Geld aus diesen Regionen. Ist das nun ein gutes Wachstumspotenzial? Das werden die Investoren in den nächsten Tagen entscheiden, wenn Twitter an die Börse geht.
Wall Street Journal

Google-Chef Eric Schmidt über die NSA-Schnüffeleien...

 ... auf den Kommunikationsleitungen zwischen den Data Centers des Unternehmens:
»Das ist hart: Die National Security Agency hat offensichtlich die Telefonanrufe von 320 Millionen Menschen gespeichert mit dem Ziel, 300 Menschen zu identifizieren, die als Risiko zählen. Das ist nicht nur eine schlechte Politik, das ist vielleicht sogar illegal.«
Wall Street Journal

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Halloween - oder wie die Cloud weggehext wird

Wenn Wolken sich am Himmel auflösen, ist das nicht dramatisch. Es regnet vielleicht...

Anders ist das, wenn die Cloud verschwindet, auf die der IT-Leiter baut. Nicht umsonst wählten einige IBM und ihre SmartCloud Enterprise - in der Hoffnung auf ein stabiles Fundament für einen sorglosen IT-Betrieb in der Public Cloud des Herstellers ihres Vertrauens. Sie dürften enttäuscht sein, denn IBM stellt den Betrieb von SCE Ende Januar 2014 ein, wie nicht nur die britischen Kollegen von TheRegister berichten.

AT&T und NSA: Telekomriese unter Verdacht...

... zu sehr mit der National Security Agency verbandelt zu sein, lässt Politiker in Europa - und vor allem in Deutschland - zögern, möglichen Kaufabsichten des einstigen US-Monopolisten zuzustimmen. AT&T möchte offenbar in Europa ihr Engagement im Mobilsektor erweitern. Doch angesichts ihrer Beteiligung an den NSA-Programmen wird dies nun mehr großer Skepsis gesehen, berichtet das Wall Street Journal

IBM kauft sich selbst: 15 Milliarden Dollar für den Rückkauf von eigenen Aktien

(Kommentar) Dieses Unternehmen vertraut sich offenbar schon selbst nicht mehr - oder weiß nicht mehr, wohin mit dem Geld, das sie ihren Kunden abgelockt und ihren Mitarbeiteren abgezockt hat.  So möchte man wutentbrannt ausrufen, wenn man nun liest, dass nach einer Aktieneinkaufstour von 5,6 Milliarden Dollar in eigene Aktien, nun in einem weiteren Programm nochmals fast das Dreifache, nämlich 15 Milliarden Dollar, lockergemacht werden sollen, um sich selbst an der Börse zu kaufen. Warren Buffett und all die anderen Investoren wird's freuen. Aber damit sollte auch dem letzten Kunden (auch im Bereich Z) klar werden, dass IBM am IT-Geschäft kein wirkliches Interesse mehr hat. Wahrscheinlich hat sie in ihrem Management auch gar keine Leute mehr, die wissen, was IT ist. Als Kunde kann man nur noch eins machen: Raus aus IBM. SAP wartet ja schon mit Alternativen wie HANA...
Raimund Vollmer

IBM versus Amazon: Protest wegen CIA-Auftrag zurückgezogen

Weil Amazon den Auftrag über den Betrieb einer Cloud für das CIA gewonnen hatte, war IBM so erbost, dass sie Protest eingelegt hatte. Nun will sie davon nicht mehr wissen. Der Protest wurde zurückgezogen.

NSA: internationale Hauptleitungen von Google & Yahoo angezapft...

... sagen die Snowden-Papiere. Dabei würden über die Kommunikationslinien der Data Center von Google und Yahoo die Daten von Hunderten von Millionen Menschen erfasst. wobei es nicht nur um Verbindungsdaten geht, sondern um knallharte Inhalte wie Texte, Audio und Video. Allein in den vergangenen vier Wochen seien 181 Millionen Aufzeichnungen temporär gespeichert worden. Um diese Angriffe abwehren zu können, würde Google den Datenverkehr zwischen den Zentren mehr und mehr verschlüsseln.
Journalyse-Quelle: Computerworld

Mittwoch, 30. Oktober 2013

NSA: Jetzt ist wirklich die Stunde der Parlamente, nicht der Regierungen...

(Kommentar) ... denn die Geschichte der Exekutive ist mit denen der Geheimdienst viel zu stark verwoben. Nachdem jetzt das Wall Street Journal berichtete, dass Spanien und Frankreich der NSA kräftig beim Sammeln von Daten geholfen haben soll (was niemanden überraschen würde, wenn etwas Ähnliches in Deutschland auch geschehen ist) und man sich vergeblich fragt, was ist Wahrheit und was ist Lüge, ist es in der Tat an der Zeit, dass die Parlamente ganz klare und von ihnen auch zu kontrollierende Regeln aufstellen, nach denen Geheimdienste fungieren dürfen. Geheimdienste werden nicht vom Volke gewählt, Bundeskanzler und deren Minster auch nicht, die einzigen, die wirklich uns repräsentieren, uns, den Souverän, sind die Parlamente. Sie sind die einzigen, denen wir vertrauen können (und dieses Vertrauen bei uns erwerben müssen). Wir haben keine Alternative zu den Abgeordneten. Sie sollten sich ihrer überragenden, auch die Parteieninteressen überragenden Bedeutung für uns gewiss sein und sich nachdrücklich emanzipieren. Der Kontrollausschuss der Geheimdienste muss sich seiner Autorität bewusst sein und klar sagen. Was vor diesem Ausschuss verschwiegen wird, war illegal. Punkt. Schluss.
Denn dann kann alles immer noch geheim sein. Wenn allerdings die Geheimdienste meinen,  sich dadurch rausreden zu können, dass sie dem parlamentarischen Kontrollausschuss nicht vertrauen, dann haben sie ihr Misstrauen gegen den Souverän ausgesprochen, also gegen uns. Dann können wir auch allem, was sie tun, nicht mehr vertrauen. In der Folge gehören die Geheimdienste abgeschafft. Sie haben jegliche demokratische Legitimation verloren. 

Dienstag, 29. Oktober 2013

Wer singt noch mit, wenn Rometty den IBM-Song "Ever Onward" anstimmt?

Noch steht er im IBM-Archiv, nachzulesen (und zu hören):

IBM Rally Song, Ever Onward

There's a thrill in store for all,
For we're about to toast,
The corporation known in every land.
We're here to cheer each pioneer
And also proudly boast
Of that "man of men," our friend and guiding hand.
The name of T. J. Watson means a courage none can stem;
And we feel honored to be here to toast the "IBM."

"Macher" des IBM-PC verstorben


William C. Lowe, der IBM-Manager hinter der Markteinführung des IBM PC 5150 im Jahre 1981, ist am 19. Oktober im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben. Das meldete die "New York Times" gestern. Das Bild zeigt ihn 1987 in New York bei der Markteinführung der Personal Systems mit dem Betriebssystem OS/2.

Montag, 28. Oktober 2013

M-Phone: 35 Staatschefs wurden abgehört...

... berichtet das Wall Street Journal. Es waren soviele Lauschangriffe, dass Präsident Obama beim besten Willen nicht über alle Aktionen informiert werden konnte, werden NSA-Leute zitiert. Als Obama von den Aktionen erfuhr, soll er sofort dafür gesorgt haben, dass sie eingestellt werden.
Kommentar. Die Snowden-Papiere bringen die NSA inzwischen soweit in Bedrängnis, dass ihr nichts anderes übrigbleibt als die Wahrheit zu sagen.

Sonntag, 27. Oktober 2013

M-Phone: Die weiße Lüge des Präsidenten...

... besteht darin, dass er in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt haben soll, dass deren Telefon weder abgehört werde, noch werden soll. Das war aber kein Dementi gegenüber der Vergangenheit. Und während Obama auch noch meinte - so die diversen Sonntags-Medien - , dass er von dieser Aktion nichts gewusst habe, wird dies inzwischen in den Gazetten bestritten.
Kommentar. Wirklich erschreckend ist die gnadenlose Dummheit, die die NSA dazu geführt hat, solche Aktionen durchzuführen. Der Nutzen steht überhaupt nicht im Verhältnis zum Schaden. Wenn die Amerikaner wirklich Vertrauen wiederherstellen wollen, dann müssen sie sich nicht bei uns entschuldigen, sondern rigoros aufräumen und die NSA zu (Menschen-)Recht und Anstand verpflichten. Solange gilt: Die NSA verrät die Grundlagen der erfolgreichsten Demokratie in der Geschichte.Und das ist schlimmer als alle Vorwürfe gegenüber Snowden.

Samstag, 26. Oktober 2013

Rück-Click 1997: Der Cyberspace

1997: »Der Cyberspace wird,
analog zum Fernsehen, als
zentralisierter Marktplatz organisiert.«
Claus Leggewie,
Sozialwissenschaftler an der New York University

Freitag, 25. Oktober 2013

Stichwort "Ausgequetschte Zitrone": CA stramm auf IBM-Kurs

Wie sich die Meldungen gleichen: Der US-Softwarespezialist CA Technologies hat im vergangenen zweiten Fiskalquartal 2014 seinen Gewinn steigern können, obwohl sich der Umsatz rückläufig entwickelte. 

Der Aktionär geht so lange zum Dividenden-Brunnen, bis der Mitarbeiter bricht. Solange noch ein Mitarbeiter da ist...

Und was sagte CEO Mike Gregoire angesichts eines vermutlich wieder fetten Bonus:
"I am pleased with our overall second quarter results. We over performed on both the top line and the bottom line, enabling us to increase our full year guidance for revenue and GAAP and non-GAAP earnings per share.  This is clearly a beginning, but we still have work to do to get the aggregate portfolio growing. To drive growth at CA we are investing in our business.  In the second half of the fiscal year we will increase our research and development spend and accelerate our investment in marketing, all within the expense guidance we outlined at the outset of the fiscal year.  This will enable us to continue to deliver disruptive new products like our recently announced Nimsoft Monitor Snap - a free, feature-rich monitoring solution that provides an entirely new customer experience - and the next generation of mainframe products.  Accelerating innovation, delivering differentiated products and focusing our marketing is the path to getting CA on a growth trajectory.” 

Der Anfriff auf das M-Phone: Wo bleibt eigentlich unser Parlament?

Kommentar. So richtig überrascht ist niemand mehr über die Nachricht, dass Merkels Handy möglicherweise (und das heißt höchstwahrscheinlich) von der NSA abgehört wurde. Als Bürger fragt man sich: Wie kann man nur so dumm sein, so etwas zu tun? Und wenn es sich bewahrheitet, die fehlenden Dementis lassen darauf schließen, dass es stimmt, dann muss man doppelt Angst bekommen vor diesem Geheimdienst. Vor seinem Tun und seiner Dummheit. Was aber richtig wehtut, ist, dass man das Gefühl hat, dass unsere (neugewählten) Volksvertreter reichlich lasch mit der ganzen Affäre umgehen. Sie müssten jetzt richtig kräftig auf den Tisch hauen und nicht nur darauf warten, dass die EU sich auf irgendwelche gemeinsamen Datenschutzvorschriften einigt, die zumeist darauf zielen, die Privatwirtschaft zu maßregeln. Es geht hier um unser Gemeinwesen, um unseren Staat. Oder glauben die Parlamentarier, dass man gegen die Praktiken der Geheimdienste deswegen nichts unternehmen kann, weil die ja sowieso über den Gesetzen stehen? Haben sie vielleicht sogar Angst vor den Diensten? Wenn ja, wer sind dann unsere Volksvertreter?


Kommentare im Wall Street Journal:

"Let me make it clear: the United Stasi of Amerika does not spy on anybody"

"USA = United Spy Agency"


"Merkel knew this was possible and it is part of the reason she switched to a Blackberry Z10 with some added encryption software."


"sorry Chancellor Merkle, while we will vote in new people in elections many of the professionals in the various agencies never change. -we can not vote them out"

"One benefit of the revelation of all this stupid behavior is that countries like Brazil and those in Europe are beginning to understand the stupidity and arrogance of Americans and are beginning to take steps to divorce themselves from the fangs of American domination of the electronic communication."

Twitter: Börsenwert könnte bis zu 11,3 Milliarden Dollar erreichen...

... vermutet das Unternehmen, das voraussichtlich am 7. November an die Börse (NYSE) gehen wird. Analysten glauben sogar, wie das Wall Street Journal meldet, dass sich die Erwartungen in den nächsten Tagen noch steigern lassen. Zur Zeit twittert sich das Unternehmen, das 230 Millionen User im Monat hinter sich weiß, mit einer Roadshow durch die Inverstmentgemeinde.

Deutsche Telekom: Bei T-Systems tut sich was - aber was?

(Kommentar) Da zwitschert sich eine Personalmeldung in den Email-Kasten. T-Systems Multimedia Solutions habe nun einen neuen Mann in der Geschäftsführung. Dr. Rolf Werner heißt er. Und er sei nun dort für den Vertrieb verantwortlich. Interessant - vor allem, wenn man dann liest: "Neben Peter Klingenburg und Susanne Heger hat die T-Systems Multimedia Solutions mit Dr. Rolf Werner jetzt einen erfahrenen Vertriebsexperten als Geschäftsführer an Bord. Er verfügt über langjährige Erfahrung und ist bestens in der Branche vernetzt. Heger verantwortet weiterhin den Bereich Finanzen, Klingenburg wird die strategische Ausrichtung des Unternehmens vorantreiben." Was die Multimedia Solutions aber verkaufen, was also Werner vetrreiben soll, wird mit keinem Wort erwähnt. Nichts über die Größe diesess Segenments. Auch nicht das Alter von diesem Doktor. Und so denkt man für sich hin: "Wie schlecht muss ich vernetzt sei, wenn ich all das nicht weiß..."
Dafür habe ich jetzt aber eine Ahnung von T-Systems: Im Rattenschwanz der Pressemitteilung steht: "Rund 52.700 Mitarbeiter verknüpfen bei T‑Systems Branchenkompetenz mit ICT-Innovationen, um Kunden in aller Welt spürbaren Mehrwert für ihr Kerngeschäft zu schaffen." Und das machen die wahrscheinlich sogar täglich und 24/7. 

Dienstag, 22. Oktober 2013

Montag, 21. Oktober 2013

Apple: Bekommt iPad morgen ein Upgrade?

So erwartet es jedenfalls die US-Presse. Im Bereich der Tablets erwartet Hartner ein Wachstum von 53 Prozent auf 184 Millionen Einheiten. An PCs werden 2013 rund 11,1 Prozent weniger verkauft, nur noch 303 Millionen Einheiten. Und im kommenden Jahr werden die Tablets nochmals 43 Prozent auf 263 Millionen zulegen und so fast mit den PCs gleichziehen, von denen nur noch 281 Millionen Stück verkauft werden. Ein Minus von sieben Prozent.

Warren Buffett und IBM: Der Investor versteht tatsächlich nichts von IT...

... möchte man ihm zurufen, nachdem er 2011 rund elf Milliarden Dollar in den Giganten investierte, die ihm nichts einbrachten, während der Index von Standard & Poors im selben Zeitraum 41 Prozent zulegte. 1998 hatte Buffett erklärt, dass er sich in Technologie- Aktien nicht engagieren werde, weil er davon nichts verstehe. Nun hat er für seine Berkshire Hathaway , die IBMs größter Einzelaktionär ist, den Beweis für seine Ahnungslosigkeit. So lästert Barron's

SAP: Umsatz wächst "rasant" um zwei Prozent, Gewinn "nur" um 23 Prozent...

 ... möchte man mit einer Prise schwarzen Humors nach Walldorf hinüber jubilieren. Denn nun scheint es Mode zu werden, das Wachstum nicht mehr nach Markt und Umsatz zu taxieren, sondern nach Börse und Gewinn. Tatsächlich fiel der Umsatz mit Softwarelizenzen im vergangenen Quartal um fünf Prozent auf 975 Millionen Euro, gäbe es nicht die In-Memory-Maschine HANA, die 79 Prozent auf 149 Millionen Euro zulegte und die Cloud, die mit dem Erwerb von Ariba sich zu einem Umsatz auf 382 Euro aufmotzt, dann bliebe nur der Erfolg aus den Wartungserlösen, die um vier Prozent auf zwei Milliarden Euro zulegten. Insgesamt setzte SAP im Quartal rund vier Milliarden Euro um.
Es sei der Yen, der den Walldörfern das Ergebnis verhagele, heißt es. Und überhaupt die Währungen, Und weil ja sonst alles gut stünde, der Gewinn weiter steigt, honorieren die Anleger dies mit einem Kursanstieg.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal

Facebook: Netzwartung legte Updates lahm...

... heißt es heute im Internet. Kann ja mal vorkommen - vor allem an einem Montag.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

US-Zahlungsunfähigkeit hätte IT-Investitionen der Wirtschaft nicht beeinflusst...

... berichtet das CIO Journal des Wall Street Journals. Denn die Ausgaben und Investitionen in IT seien inzwischen derart unter Kontrolle, dass es gar keine Einsparmöglichkeiten mehr gäbe, heißt es dort in den Kommentaren von CIOs. Die IT ist kein Sparschwein mehr, aber auch kein Trüffelschwein mehr, mit denen man neue Erwerbsquellen für die Unternehmen erschließen könne. Die IT hat sich mit ihrer Magersucht selbst um ihre Zukunft als strategischer Partner des CEO gebracht. Aber man könnte da noch auf ganz andere Gedanken kommen: Die Phantasie und die Kreativität wurde aus dem professionellen Umfeld der IT wegrationalisiert. Und keiner darf sich in den nächsten Monaten und Jahren wundern, wenn die Unternehmen von den Kunden (und damit von den Verbrauchern) vor sich her getrieben werden. Durch Facebook & Co.. Denn dort (nicht bei den Betreibern, sondern bei den Mitgliedern dieser Sozialmedien) sprüht er vor Kreativität und Phantasie. Das Drama schafft sich momentan eine neue Bühne.

Bloggeramt: Bei Informatik-Blogs ist die Journalyse die Nummer 1...

... und unter allen 23.000 dort registrierten Blogs die Nummer 70. Ist doch auch etwas für ein No-Budget-Blog, oder? (Bloggeramt)

NSA und US-Cloud-Anbieter: Umsatzeinbußen von 21 bis 35 Milliarden Dollar...

... in den kommenden drei Jahren haben die amerikanischen Anbieter von Cloud-Dienstleistungen zu erwarten, meint die Information Technology & Innovation Foundation in Washington.

Der weltweite IT-Markt wird bis 2016 jährlich nur um drei Prozent wachsen, während sich das Cloud-Geschäft zwischen 2012 und 2016 auf 207 Milliarden Dollar verdoppeln wird, meinen die Optimisten. Doch die Amerikaner würden zehn bis 20 Prozent ihres Auslands-Umsatzes an europäische und asiatischen Provider verlieren. Dank Snowden. Wegen dessen NSA-Enthüllungen, die bestätigten, was allerdings schon so mancher Anwender vorher befürchtet hatte.

Ovum: Bis Ende 2014 laufen Oursourcing-Verträge im Wert von 150 Milliarden Dollar aus...

... berichten die Analysefirma. Dabei sind viele Verträge, die mit der öffentlichen Hand abgeschlossen wurden und die vor allem an Anbieter wie IBM, HP und CSC gingen. Machen wir uns also darauf gefasst, dass die Geschäftsaussichten dieser Outsourcing-Kolosse nächstes Jahr nicht besonders toll aussehen werden. Denn die Experten gehen davon aus, dass die Aufgaben und Ausgaben nicht mehr auf einen Anbieter allein verteilt werden. Die Betriebswirte bei den Anbietern, die jahrelang meinten, sie könnten jeden zusätzlichen Handschlag extra berechnen, bekommen dann die Quittung für allzu viel Habgier. Service muss sich lohnen - vor allem für denjenigen, der ihn braucht...
Journalyse-Quelle: Financial Times, 16.10.2013: Benefits of oursourcing come under scrutiny

Mittwoch, 16. Oktober 2013

NSA: 250 Millionen Kontaktlisten und keiner wüsste etwas davon...

... wenn nicht Edward Snowden uns alles enthüllen würde. Die Listen, die im rechtsfreien Auslandsverkehr der Email-Provider von der NSA abgefischt wurden, dienten dem Zweck, Vergleiche zwischen den Kontaktlisten und Terrorverdächtigen durchzuführen. Dabei sind auch Amerikaner Gegenstand der Datensammlung. Da die ausgeforschten Server im Ausland stehen, muss die NSA keine richterliche Genehmigung einholen oder die Provider um Unterstützung fragen. Denn nicht die Server an sich werden gehackt, sondern die Kommunikationsleitungen. So berichtet die Washington Post, die zudem berichtet, dass die NSA darüber klagt, dass sie zuviele Daten hat. Aus Big Data wird Sick Data...

Zitat des Tages: Hochfrequenz-WANDEL?

»Ultraschnelle Handelsalgorithmen sind ein systemisches Risiko für unsere Volkswirtschaften - das umso mehr, wenn offenbar niemand in der Lage ist, ihr Verhalten zu kontrollieren. Hier also steht uns das nächste Risiko ins Haus, nachdem man sich von dem Credit Crunch 2008/9 zu sehr auf finanzmathematische Modelle verlassen hatte, von denen man glaubte, sie hätten das Kreditausfallrisiko amerikanischer Hauseigentümer so weit gestreut, dass es nicht mehr relevant sei. Eine fatale Fehleinschätzung, wie wir heute wissen.«
Yvonne Hofstetter, Geschäftsführerin von Teramark Technologies, in der FAZ

Liebe Frau Hofstetter,
die fatale Fehleinschätzung ist deswegen geschehen, weil wir es nicht wissen wollten. Denn seit dem Börsenkrach von 1987 wissen wir um die Gefährlichkeit der Computer und ihrer Programme. Das hätten Sie, Jahrgang 1966, auch wissen können. Denn 1987 waren Sie ja immerhin schon 21 Jahre alt. Das Problem ist, dass immer wieder Berater kommen und uns erzählen wollen, dass irgendetwas ganz neu sei, was in Wirklichkeit nur verdrängt wurde.
Ihre Journalyse

Montag, 14. Oktober 2013

Verbrechen in Europa: Milliardenschaden im dreistelligen Bereich...

... verursachen die mindestens 3.600 verbrecherischen Organisationen, die in der zur EU formierten Alten Welt aktiv sind. Das meldet uns die EU. Neben Menschenhandel und Zwangsprostitution ist es die Computerkriminalität, die den Behörden zu schaffen macht. Und nicht nur denen...

Lookout mit Outlook: 55 Millionen Dollar für die Sicherheit...

... bekommt das Unternehmen Lookout, das sich auf Sicherheitsapps für die Mobilwelt spezialisiert hat, von einer Investorengruppe. Darunter ist auch die Deutsche Telekom.

Tweeten in der Comic-Welt: Piraten rauben Teilnehmer die Identität...

... und tweeten in deren Namen aus der New York Comic Convention hinaus in alle Welt.
Dieser Eintrag ins Blog-Buch wurde verfasst von Raimund Vollmer und nicht von Superman.

Wohnen auf dem Zuckerberg: Facebookgründer kauft umliegende Grundstücke auf...

... und vermietet sie dann zurück an die bisherigen Eigentümer. Der Grund für den Grunderwerb: Mark Zuckerberg hatte erfahren, dass ein Spekulant rund um sein neues Heim in Palo Alto die Grundstücke aufkaufen will, um darauf eine neue Siedlung zu errichten, die ihren Preis dadurch steigert, dass sie in unmittelbarer Nähe zu dem Social Media Mogul steht. Das wollte Zuckerberg verhindern und kaufte kurzerhand seine "Nachbarn" auf. Die können und dürfen auch weiterhin da wohnen, müssen aber fortan Miete zahlen.
Kommentar: Verneigen wir uns vor dem neuen Lehensherrn Graf Mark von Zuckerberg...

Freitag, 11. Oktober 2013

Zum Friedensnobelpreis...

... möchte man sagen: Es wird die Zeit kommen, in der sich das Nobel-Komitee selbst den Friedensnobelpreis verleiht...

Gartner: Wer gibt am meisten für IT aus?

Gartner: Die digitale Revolution vernichtet Deinen Job...

.... lautet etwa die Quintessenz einer Progrnose der Analyse-Firma Gartner. Das Thema ist zwar so alt wie die Roboter und Computer, doch nun werden aus den Science-Fictions brutale Facts. Mit einem Anteil der IT an den Umsätzen der Firmen von lediglich vier Prozent, sei hier so gut wie nichts mehr zu sparen. Jetzt werde man sich stärker auf die Arbeitskosten konzentrieren. In einem Szenario könnten "smarte Maschinen" 90 Prozent der menschlichen Tätigkeiten übernehmen. Einerseits könne man dies bei dreckigen und harten Arbeiten begrüßen, andererseits würde dies viele Arbeitsplätze kosten. Im Unterschied zu früheren Rationalisierungswellen ging es aber diesmal nicht um Niedriglohnbereiche, sondern um die Jobs in höherqualifizierten Berufen. Spätestens im Jahr 2020 werden dieses Umwälzungen für soziale Unruhen in den hochentwickelten Ländern sorgen. "Zwischen 2020 und 2030 werden wir das erste menschenlose Unternehmen sehen. Kein Mensch ist mehr involviert. Es ist alles Software, die miteinander kommuniziert und verhandelt, meint Diane Morello, Analystin bei Gartner.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 10.10.2013: Gartner's dark vision for tech, jobs

Reform des Telekom-Marktes: Der Zynismus kehrt zurück...

... wenn die Telekoms in der EU mit ihren 28 fragmentierten Märkten weiterhin der Meinung sind, dass der starke Wettbewerb untereinander der Grund dafür sei, dass Europa bei der Weiterentwicklung seiner Netze hinter den USA zurückfalle. Die EU-Kommission verhandelt derzeit über neue Wettbewerbsregeln wie zum Beispiel bei den Roaming-Gebühren mit den Anbietern. Angesichts der Preisentwicklung sei kein Geld mehr für den Ausbau der Netze da, wollen die Altvorderen der Telekommunikation die neuen Konditionen abwehren. Sie würden zuviel an Dividenden ausschütten, kontert die EU. Siehe Wall Street Journal
Kommentar: Eigentlich sollte die EU den Telekoms ihre eigene Geschichte um die Ohren hauen. In den Zeiten des Monopols im Fernmeldebereichs hatten die damaligen PTTs alle Chancen in der Hand, die besten Netze der Welt aufzubauen. Stattdessen haben sie sich vor allem bemüht, den Fortschritt zur Schnecke zu machen. Da dienten sie vor allem politischen Zielen, wie etwa dem Ansinnen der Regierungen, über Masseneinstellungen bei den PTTs die Arbeitslosenzahl zu senken.

IPOs: Sind Gewinne wieder nur etwas für Feiglinge?

Wenn das Wall Street Journal berichtet, dass 86 Prozent der Börsengänge in diesem Jahr von Unternehmen beschritten wurden, die im vorausgegangenen Geschäftsjahr Verluste gemacht haben, dann sei dies ein deutliches Zeichen dafür, dass momentan das Zukunftspotential der Neulinge höher bewertet wird als ihre aktuelle Performance. Mit Twitter käme ein weiterer Kandidat dazu, der ebenfalls keine Gewinne mache. Es herrsche wieder eine Las Vegas-Stimmung, heißt es. Firmen, die sich aus der Gewinnzone heraus den IPO gewagt hätten, würden in den ersten drei Jahren nach dem Börsengang im Schnitt das Investment mit einer Rendite von 55 Prozent belohnen würden, unprofitable Firmen hingegen nur 21,5 Prozent. Allerdings am IPO-Tag würden die Verlustbringer einen Kursgewinn von 30 Prozent bringen, während profitable Firmen nur etwas mehr als 20 Prozent zulegen.