... der Weltbevölkerung gestiegen seit 2006,
behauptet die International Telecommunication Union
mit Blick auf 2011.
Journalyse-Quelle: Fortune, 6. Februar 2012
Samstag, 4. Februar 2012
Zitat des Tages: Facebooks Börsengang
»Ein Preisschild von 100 Milliarden Dollarwürde alles andere als billig sein.
Aber andere Tech-Giganten sind mehr wert:
Googles Marktkapitalisierung liegt bei 190 Milliarden Dollar, Microsofts bei 250 Milliarden Dollar und
Apples bei 425 Milliarden Dollar.«
The Economist, 4. Februar 2012: "A fistful of dollars"
»Der gesamte Werbemarkt auf der Welt hat ein Volumen von mehr als 580 Milliarden Dollar. Davon entfällt derzeit nur ein Bruchteil auf Facebook. Aber Facebook ist neben Google das Unternehmen, das mit Recht behaupten kann, die werbetreibende Industrie vor den sogenannten Streuverlusten bewahren zu können, die entstehen, wenn Werbung Menschen erreicht, die sich für sie gar nicht interessieren.«
FAZ, 4. Februar 2012: "Der Wert von Facebook"
Freitag, 3. Februar 2012
Experton zu IBM-Entlassungen: "Was für ein Unfug"...
... meinen die "unabhängigen Experten" von "Experton", nachdem wohl auch das Heute-Journal die Meldung des Handelsblattes in seine Sendung aufgenommen hatte. Und als Begründung wird von den Expertonern die "grundsolide" Finanzausstattung des Unternehmens genannt. Da IBM zudem keine länderspezifischen Kennzahlen veröffentliche, sei auch "keine direkte Aussage für Deutschland" möglich. Siehe HIER.
Kommentar. Nicht ein Hauch von Kritik schimmert in dieser Meldung und Beurteilung von Experton durch. Man spürt regelrecht den Atem der IBM-PR-Abteilung, die in ihrer Verzweiflung über diese Gerüchte-Nachricht nicht weiß, wie sie die Spekulation über den Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen aus der Welt schaffen soll und nun wohl ihre Analysten füttert. Schade, dass die Experten von Experton nicht erwähnen, dass IBM früher sehr stolz auf die Leistungen ihrer lokalen Gesellschaften war und in Bilanzpressekonferenzen die Zahlen zum Beispiel aus Deutschland vom Chef persönlich verkünden ließen. Das war unter Bösenberg so, das war auch noch unter Henkel so. Es war Gerstners Großtat die Lokalfürsten zu entmachten, der dann auch den Bilanzpressekonferenzen ein Ende setzte. Und mit dem Trend zum Offshoring, der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Indien, war es der IBM unter Nachfolger Palmisano sehr recht, dass diese Tradition der Lokalberichte abgeschafft worden war. Die Vernichtung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen in den Hochlohnländern ließ sich somit stets gut verstecken. Betroffen waren davon übrigens ganz besonders die USA. Dass die Kollegen dort leichter entlassen oder nach Indien versetzt werden konnten als deutsche IBMer hatte zwar hierzulande eine aufschiebende Wirkung, aber irgendwann würde man auch hier den Mitarbeitern die Rechnung vorlegen. Ob das nun jetzt geschieht, wie das Gerücht suggeriert, oder erst in zwei, drei Jahren, eins ist sicher, die außerordentliche Ausrichtung der IBM auf lohnintensive Services macht das Offshoring und Outsourcing zu einer permanenten Bedrohung für die Arbeitsplätze in Hochlohnländern wie Deutschland. Das weiß jeder Mitarbeiter. Deswegen ist für sie die Meldung wohl kein "Unfug", sondern eine Konfrontation mit der erwarteten Zukunft. Wenn nun also Analysten sich bemühen, diese mögliche Zukunft auszublenden, indem sie auf die rechtliche Situation in Deutschland hinweisen und meinen, dass es gerade hier schwierig sei, "grundsätzlich neue Modelle der Zusammenarbeit mit entsprechend drastischem Personalabbau (zu) 'testen'", dann klingt auch dies fadenscheinig. Da gibt es nichts mehr zu testen (die amerikanischen Kollegen haben das schon geleistet), da gibt es auf Dauer keine Alternative. Es sei denn, IBM würde ihre Analysemacht, die sie ja angeblich durch milliardensc hwere Aufkäufe aufgebaut hat, mal an sich selbst anwenden und feststellen, dass es nach 25 Jahren Ausrichtung auf das Service-Modell an der Zeit wäre, das Geschäftsmodell radikal zu ändern. Davor hat aber ihr Management eine Heidenangst:
- Denn erstens frisst die Revolution ihre Kinder, wie das Schicksal von John Akers belegt. Er war es, der Mitte der achtziger Jahre unter großen Mühen die Rückkehr zur Service-IBM angestoßen hat. Nicht nur er verlor anschließend seinen Job. Rund 100.000 Mitarbeiter mussten gehen. Eine Neuausrichtung zum jetzigen Zeitpunkt müsste eine ganze Generation an Mangern hinwegfegen, die aber - bevor es sie selbst trifft - erst einmal die "Indianer" entlassen werden. Aber es ist wie in einem griechischen Drama: Je mehr man versucht, sein Schicksal abzuwehren, desto unausweichlicher kommt es auf einen zu.
- Und zweitens hat IBM überhaupt keine Idee, wie denn diese Neuausrichtung aussehen könne. Es ist wohl zu vermuten, dass sich im Management allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Smart-Initiative doch nicht so "smart" ist, sondern eher eine mit Millionen Werbedollar aufgepumpte Verlegenheitslösung ist. Was aber kommt danach? Wie sieht die IBM des Jahres 2022 aus?
Die Analysten von Gartner, Experton und Forrester wissen es auch nicht. Dafür braucht man nämlich mehr als nur Analyse, dafür braucht man Phantasie. Aber für diese Leute ist das wahrscheinlich nichts anderes als "Unfug".
Solch ein Unfug geht übrigens demnächst an die Börse - und heißt Facebook...
Raimund Vollmer
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in den USA
2011: 98.000 (Schätzung, da IBM die Zahlen nicht mehr veröffentlicht)
2010: 101.000 (Schätzung, da IBM die Zahlen nicht mehr veröffentlicht)
2009: 105.000
2008: 115,000
2007: 121.000
2006: 127.000
2005: 133.789
Quelle: Alliance@ibm
BILD schaltet sich übrigens auch ein: Mit folgendem Jobangebot an IBMer
Im Jahr 2005 hatte IBM übrigens noch 22.000 Mitarbeiter in Deutschland.
Unseren gestrigen Beitrag würdigt übrigens der Journalist Berthold Wesseler HIER.
Kommentar. Nicht ein Hauch von Kritik schimmert in dieser Meldung und Beurteilung von Experton durch. Man spürt regelrecht den Atem der IBM-PR-Abteilung, die in ihrer Verzweiflung über diese Gerüchte-Nachricht nicht weiß, wie sie die Spekulation über den Abbau von 8.000 Arbeitsplätzen aus der Welt schaffen soll und nun wohl ihre Analysten füttert. Schade, dass die Experten von Experton nicht erwähnen, dass IBM früher sehr stolz auf die Leistungen ihrer lokalen Gesellschaften war und in Bilanzpressekonferenzen die Zahlen zum Beispiel aus Deutschland vom Chef persönlich verkünden ließen. Das war unter Bösenberg so, das war auch noch unter Henkel so. Es war Gerstners Großtat die Lokalfürsten zu entmachten, der dann auch den Bilanzpressekonferenzen ein Ende setzte. Und mit dem Trend zum Offshoring, der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Indien, war es der IBM unter Nachfolger Palmisano sehr recht, dass diese Tradition der Lokalberichte abgeschafft worden war. Die Vernichtung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen in den Hochlohnländern ließ sich somit stets gut verstecken. Betroffen waren davon übrigens ganz besonders die USA. Dass die Kollegen dort leichter entlassen oder nach Indien versetzt werden konnten als deutsche IBMer hatte zwar hierzulande eine aufschiebende Wirkung, aber irgendwann würde man auch hier den Mitarbeitern die Rechnung vorlegen. Ob das nun jetzt geschieht, wie das Gerücht suggeriert, oder erst in zwei, drei Jahren, eins ist sicher, die außerordentliche Ausrichtung der IBM auf lohnintensive Services macht das Offshoring und Outsourcing zu einer permanenten Bedrohung für die Arbeitsplätze in Hochlohnländern wie Deutschland. Das weiß jeder Mitarbeiter. Deswegen ist für sie die Meldung wohl kein "Unfug", sondern eine Konfrontation mit der erwarteten Zukunft. Wenn nun also Analysten sich bemühen, diese mögliche Zukunft auszublenden, indem sie auf die rechtliche Situation in Deutschland hinweisen und meinen, dass es gerade hier schwierig sei, "grundsätzlich neue Modelle der Zusammenarbeit mit entsprechend drastischem Personalabbau (zu) 'testen'", dann klingt auch dies fadenscheinig. Da gibt es nichts mehr zu testen (die amerikanischen Kollegen haben das schon geleistet), da gibt es auf Dauer keine Alternative. Es sei denn, IBM würde ihre Analysemacht, die sie ja angeblich durch milliardensc hwere Aufkäufe aufgebaut hat, mal an sich selbst anwenden und feststellen, dass es nach 25 Jahren Ausrichtung auf das Service-Modell an der Zeit wäre, das Geschäftsmodell radikal zu ändern. Davor hat aber ihr Management eine Heidenangst:
- Denn erstens frisst die Revolution ihre Kinder, wie das Schicksal von John Akers belegt. Er war es, der Mitte der achtziger Jahre unter großen Mühen die Rückkehr zur Service-IBM angestoßen hat. Nicht nur er verlor anschließend seinen Job. Rund 100.000 Mitarbeiter mussten gehen. Eine Neuausrichtung zum jetzigen Zeitpunkt müsste eine ganze Generation an Mangern hinwegfegen, die aber - bevor es sie selbst trifft - erst einmal die "Indianer" entlassen werden. Aber es ist wie in einem griechischen Drama: Je mehr man versucht, sein Schicksal abzuwehren, desto unausweichlicher kommt es auf einen zu.
- Und zweitens hat IBM überhaupt keine Idee, wie denn diese Neuausrichtung aussehen könne. Es ist wohl zu vermuten, dass sich im Management allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Smart-Initiative doch nicht so "smart" ist, sondern eher eine mit Millionen Werbedollar aufgepumpte Verlegenheitslösung ist. Was aber kommt danach? Wie sieht die IBM des Jahres 2022 aus?
Die Analysten von Gartner, Experton und Forrester wissen es auch nicht. Dafür braucht man nämlich mehr als nur Analyse, dafür braucht man Phantasie. Aber für diese Leute ist das wahrscheinlich nichts anderes als "Unfug".
Solch ein Unfug geht übrigens demnächst an die Börse - und heißt Facebook...
Raimund Vollmer
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen in den USA
2011: 98.000 (Schätzung, da IBM die Zahlen nicht mehr veröffentlicht)
2010: 101.000 (Schätzung, da IBM die Zahlen nicht mehr veröffentlicht)
2009: 105.000
2008: 115,000
2007: 121.000
2006: 127.000
2005: 133.789
Quelle: Alliance@ibm
BILD schaltet sich übrigens auch ein: Mit folgendem Jobangebot an IBMer
Im Jahr 2005 hatte IBM übrigens noch 22.000 Mitarbeiter in Deutschland.
Unseren gestrigen Beitrag würdigt übrigens der Journalist Berthold Wesseler HIER.
"Nicht vom Trojaner 'DNS Changer' betroffen...
... bestätigt Ihnen hoffentlich in einem
Selbsttest das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Nachdem die Hälfte der 500 größten US-Firmen (Fortune 500) von diesem Trojaner besetzt worden sein sollen, lohnt es sich, mal schnell seinen eigenen Rechner zu testen.
Selbsttest das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Nachdem die Hälfte der 500 größten US-Firmen (Fortune 500) von diesem Trojaner besetzt worden sein sollen, lohnt es sich, mal schnell seinen eigenen Rechner zu testen.
Apple-Kommentar: Kommt erst noch die große Zeit des Macs?
Adam Grossmann schreibt heute in seiner Analyse über Apple: "Where I see the most growth for Apple in the coming years is in Mac sales, where the company just sold 15.3 million Macs that equates to a 26% year over year gain. According to CNN Money, 27% of college students own a Mac, and 70% of incoming freshman are coming into college with Macs, which is a 15% year over year change. Although these statistics may seem pointless to some, they hold the key for Apple's immense growth. With all these college students already using Macs, they will prefer to use Macs in the workforce, which will contribute to where most computer sales are taking place being the corporate realm."
(Und aus diesem Geschäft ist IBM übrigens ausgestiegen, was das Management als sehr "smart" empfand...)
(Und aus diesem Geschäft ist IBM übrigens ausgestiegen, was das Management als sehr "smart" empfand...)
Donnerstag, 2. Februar 2012
Gefacebooked: 500 Millionen Dollar für Data Centers...
... und deren Bedarf stehen als nicht kündbare Verpflichtungen in dem Büchern von Facebook, meldet die Washington Post nach dem Studium der IPO-Unterlagen.
Journalyse-Quelle: Washington Post
Journalyse-Quelle: Washington Post
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