Freitag, 11. Juli 2014

Rück-Click 1956: 130 Millionen Dollar für ein Terabyte. Pro Monat.

Das wäre der Preis, den vor bald 60 Jahren ein Kunde hätte bezahlen müssen, wenn er auf der Basis der RAMAC 305, dem ersten Speicherplattensystem der Welt, ein Terabyte an Round & Brown besitzen wollte. Als IBM 1956 mit dem - übrigens gegen den Widerstand des Managements entwickelten - Gerät herauskam, fasste eine Spindel gerade einmal fünf Megabyte. Um also ein Terabyte installieren zu können, hätte der Kunde 200.000 Spindeln in seinem Rechenzentrum unterbringen müssen. Wie er den Stromverbrauch geregelt hätte, ist ebenso unbekannt.
1984 - also vor 30 Jahren - hätten ein Terabyte immer noch 500.000 Dollar pro Monat gekostet.
(Ich hoffe, dass ich mich in diesem verwirrenden Zahlenspiel nicht verrechnet habe. RV)

Kommentare:

Besserwisser hat gesagt…

Inflation vergessen :-)

Vor 60 Jahren war das noch ein richtiger Dollar!

Besserwisser hat gesagt…

Rockefeller weiß, was ich meine:

Er gilt als einer der reichsten Männer der Geschichte. Laut Wikipedia betrug sein Vermögen im Jahr 1913 rund 900 Millionen Dollar. Berücksichtigt man nur die Inflation, so sind diese 900 Millionen Dollar von 1913 heute 19,6 Milliarden Dollar wert. Berücksichtigt man allerdings auch, dass die Menschen zur damaligen Zeit ärmer waren und der Markt, in dem er sein Geld verdiente, viel kleiner war, so war er damals im Vergleich zur Bevölkerung so reich wie im Jahr 2008 jemand mit 192 Milliarden Dollar. Das Wirtschaftsmagazin Forbes errechnete jedoch ein Gesamtvermögen von rund 300 Milliarden heutiger Dollar.

Raimund Vollmer hat gesagt…

Nein, nein - es sollte eine Steilvorlage für meinen Besserwisser sein. Immerhin spielen wir im selben Team, oder?

Raimund Vollmer hat gesagt…

Die 5 Milliarden, die IBM in die /360 investierte, habe ich mal vor 15 Jahren auf 40 Milliarden hochgerechnet, es wären heute doppelt soviel.

Besserwisser hat gesagt…

Ich favorisiere unser schwarzrotes Auswärtstrikot :-)

Besserwisser hat gesagt…

Angesichts dieser Summen relativieren sich auch die 3 Milliarden in fünf Jahren für die Chipentwicklung...