Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„O Ewigkeit, o Ewigkeit! O unerforschliches Geheimnis! O unergründliche Tiefe, unermeßliche Weite, unerreichbare Höhe! – Blick hinaus, o Freund, auf diesen Ocean ohne Ruhepunkt und Gestade; schau hinein in diesen Tag ohne Abend, in diese Nacht ohne Morgen; laß hinab dein Senkblei in diesen Abgrund ohne Boden!“ (Seite 39)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
4 Kommentare:
Es fehlt die Breite ....
Sokrates: Nun denn, muss nicht für alles, was gut und würdig gesprochen sein soll, die erste Bedingung sein, dass der Redner die Wahrheit, ich sage, die Wahrheit über seinen Gegenstand wisse?
Phaidros: Nein! Ich wenigstens, mein lieber Sokrates, habe stets gehört, dass es für einen guten Redner durchaus nicht notwendig sei, zu erfahren, was das Wesentliche, die Wahrheit, wie du sagst, sei. Im Gegenteil, der gute Redner müsse kennen, was der Menge, die urteilen soll, gefällt; Er müsse also gar nicht um das wirklich Bedeutende, sondern um das, was nur so scheint, wissen; nur damit, und niemals mit der Wahrheit sei er imstande, die Leute zu überreden.
Sokrates: Phaidros, das sind allerdings Worte von sehr klugen Leuten, und wir dürfen sie nicht gleich verwerfen; denn man kann nie wissen. Ich will sie mir gesagt sein lassen.
Platon
Gastmahl
"Deutschland ist mir das Heiligste, das ich kenne! Deutschland ist meine Seele! Mein Halt, mein alles ist Deutschland. Es ist, was ich bin und haben muß, um glücklich zu sein! Das Schöne in den Augen der Kinder ist doch Deutschland, es ist die Treue, die Ehrlichkeit, der Fleiß der stillen Tat, die Anständigkeit, der Ruhepunkt im ziellosen Herumsuchen. Deutschland ist das, was mich gut macht! Die alten, verträumten Schlösser…, die lieben, windschiefen Häuser, die hochgiebeligen Städte, unser Hausrat, die Spinnenwinkel, die moosigen, klappernden Mühlen, die Sägen, der Christbaum, die Pfefferkuchen, das Fest, der Winter da draußen, die Schlittenschellen, die so segnend hereinklingen, dies alles ist Deutschland! Unsere Liebe ist deutsch, unser Zusammenhaltenmüssen, unser Aneinandergebundensein! Wenn Deutschland stirbt, so sterbe auch ich."
Luise von Mecklenburg-Strelitz (Königin Luise von Preußen) (1776 - 1810), bekannt als Königin Luise von Preußen
Doch alle Lust will Ewigkeit — will tiefe, tiefe Ewigkeit!
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