Freitag, 19. April 2013

IBM auf dem Weg ins Nichts: Umsatz sinkt um fünf Prozent...

 ... und damit sollte auch dem intelligentesten Analysten klar sein, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist in einer Firma, die man bald nur noch den Schrumpfriesen nennen wird. 3,03 Milliarden Dollar Profit im ersten Quartal - ein Minus von einem Prozent - mögen zwar so manchen noch überzeugen, aber der Umsatzschwund auf 23,41 Milliarden Dollar (inklusive x86 Servergeschäft) lassen auf wenig Dynamik in den kommenden Monaten hoffen. Die gibt es ohnehin nur beim Rückkauf der eigenen Aktie. Da steckte Big Blue neun Milliarden Dollar hinein. Ein Zeichen dafür, dass diese Firma, die dereinst für ihre strategische Überlegenheit gerühmt und gefürchtet wurde, mit sich selbst nichts anzufangen weiß. Das Softwaregeschäft sei zwar weiterhin hochprofitabel (wir alle wissen den Grund, er besteht aus einem einzigen Buchstaben, nämlich Z), aber das Servicegeschäft hinkt da deutlich hinterher. Das Wall Street Journal  zeigt sich in seiner Heard on the Street-Columne jedenfalls bitter enttäuscht: "Unfähig wie die Mitbewerber zu wachsen, noch länger in der Lage, die Erwartungen zu erfüllen, ist es alles andere als klar, warum IBMs Aktie eine Premium-Berwertung bekommen soll. Für eine Firma dieser Größenordnung und Statur zählen keine Entschuldigungen."
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 18.4.2013: IBM Finds Itself Singing the Growth Blues 
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.4.2013: IBM's revenue deflated in 2013's first quarter

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Phantasie der IBM-Manager kennt kaum Grenzen: Die angekündigten Entlassungen werden auf das 2. Quartal vorgezogen, um den Gewinn pro Aktie zu retten. Der Journalyst hat Recht: Irgendwann hat IBM sich weggeschrumpft...

Raimund Vollmer hat gesagt…

Danke: 1997 habe ich ein Buch namens "Blueland" veröffentlicht. Untertitel: Die letzten 20 Jahre der IBM. Ich hätte nie gedacht, dass Big Blue diesen Untertitel so ernst nehmen würde... ;-)

Analüst hat gesagt…

Ich sehe schon die Schlagzeile von 2016:

Apple kauft IBM - wegen der Mainframes für iTunes :-)

Oder war es Google??

Raimund Vollmer hat gesagt…

Nein, es war Amazon. Und damit hatte keiner gerechnet. Aber so wurden alle Unternehmen, die etwas zu verkaufen und zu kaufen haben, Kunden bei Amazon, die anschließend den freien Anzeigenmarkt austrocknen ließ, weil ja nun niemand mehr bei Google, Facebook oder so werben musste. Auf diese Weise kam Amazon auch noch billig an Google und Facebook und Twitter ran. Nun fragt sich alle Welt, was aus Apple wird...

Analüst hat gesagt…

Der Journalyst hat Apple-TV und die Übernahme von Bergemann vergessen :-)

Analüst hat gesagt…

meinte Bertelsmann - diese Autokorrektur bringt mich noch mal zum Wahnsinn

Anonym hat gesagt…

Ibm wird immer Weiterbestehen.Ein Lieblingssatz von Thomas j.Watson SR.
Wenn der gute Mann das mitbekommen würde ,wie das heutige Managment das Unternehmen richtung Versenkung führt,Würde er wohl so schnell im Grab rotieren,das man fürchten müsste,das da ein Schwarzes Loch ensteht.