Freitag, 19. April 2013

Entfernt sich IBM weiter vom Hardware-Geschäft?


IBM enttäuscht die Erwartungen der Aktionäre nur selten. Umso entschiedener werden die Ursachen bekämpft. Und als eine Ursache hat Finanzchef Mark Loughridge das Hardware-Geschäft ausgemacht, das erneut in der Verlustzone operierte. Zu allem Überfluss fiel Umsatz der „Systems and Technology Group“ (STG) auch noch um 17 Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar. 
„Für Systems and Technology war es nicht das Quartal, das wird erwartet haben“, deklamierte Loughridge gestern auf der Bilanzpressekonferenz. „There are parts of our business that are in transition or have been underperforming, like elements of our Power, System x and storage product lines that showed disappointing performance in the first quarter. Here we are going to take substantial actions.“
Die Rede ist von einem Verkauf der PC-Server-Sparte an Lenovo; die Chinesen hatten ja im Jahr 2004 bereits das PC-Geschäft von IBM übernommen. Die Frage eines Analysten, ob zu den substantiellen Maßnahmen auch ein Verkauf des System-x-Bereiches gehöre, wollte Loughridge mit der üblichen Floskel "Wir kommentieren keine Gerüchte" nicht beantworten. Ein klares Bekenntnis sieht anders aus. In der Bundesliga wäre jedenfalls klar, dass eine Trainerentlassung ins Haus steht.

Kommentare:

Besserwisser hat gesagt…

Die Besserwisser-Kollegen von der Wall Street monieren:
"IBM's Umsatz geht im Grunde seit vielen Quartalen zurück", sagte Analyst Brian Marshall von ISI Group. "Man kann mit Umsatzrückgängen nicht permanent die Ergebniserwartungen übertreffen." Kollege Brad Zelnick von Macquarie Research ergänzte: "Letztlich hängt es am Umfeld und der Nachfrage nach den Produkten, die angeboten werden."

Anonym hat gesagt…

Was ist eine IBM ohne Hardware?
International Business X??
Jedenfalls nicht mehr die IBM, die wir kennen - und die hundert Jahre alt wurde. Zumindest insofern hatte der Journalyst 1997 mit Blueland wie so oft recht :-)
Wenn nicht sogar, wie hier an anderer Stelle prophezeit, Apple, Google, Amazon & Co mit einer Übernahme zuschlagen und dem Schrumpfriesen ein Ende bereiten...