„Gerechtigkeit ist nur in der Hölle,
im Himmel ist Gnade,
und auf Erden ist das Kreuz.“
Gertrud von Le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin
„Gerechtigkeit ist nur in der Hölle,
im Himmel ist Gnade,
und auf Erden ist das Kreuz.“
Gertrud von Le Fort (1876-1971), deutsche Schriftstellerin
„Nichts Häßlicheres als Reichtum ohne Tugenden.“
Antoine de Rivarol (1753-1891), französischer Schriftsteller
1975: »Ich bezweifle, dass die Geschichte Aufgaben
stellt.
Für mich ist die Geschichte zuallererst einmal ein absurder Vorgang,
in den Menschen mehr oder weniger geschickt
einige Perspektiven einzubringen versuchen.«
Günter Grass, (1927-2014), deutscher Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
„Wer nicht kann, was er will, muss wollen, was er kann.“
Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Alleskönner
Fundamentalismus – ein Begriff, der bei uns immer irgendwie Schnappatmung auslöst. In den achtziger Jahren wurde er populär, bei den Grünen salonfähig durch Jutta Ditfurth, meinte 1991 der Philosoph Reinhard Löw, und andererseits bedrohlich durch „den islamischen Staat Khomeinis“. 35 Jahre später wissen wir aus vielen Beispielen, dass sich der islamische Fundamentalismus vor allem gegen die eigenen Menschen richtet.
„Geflüchtete“ – weil die Endung „ling“ eine negative Konnotation hat, wird in den journalistischen Besserwisserkreisen der Begriff „Flüchtling“ nicht mehr benutzt. Darf ich mich dann noch auf den kommenden Frühling freuen? Gut, die Google-KI sagt mir, dass der Begriff „Geflüchtete“ die Individualität betont und den Menschen nicht auf die Flucht reduziert. Das ist natürlich beim Frühling ebenso anders wie beim Säugling Aus dem Frühling wird der Sommer, und aus dem Säugling unweigerlich ein Kleinkind. Aber das eine ist jedes Jahr so und das andere kommt auch mit der Zeit. Was soll da schon etwas Individuelles dran sein.
Ich frage mich nun, was mein anonymer Freund, der Besserwisser, dazu sagt…
R.V.
1989: „Erst die Optimierung der Arbeitsabläufe sowie andere Umstrukturierungen der Arebitsprozesse zu ganzheitlicher Vorgehensweise erbringt Effizienzgewinne bis zu 30 Prozent.“
Wilfried von Eiff, Leiter Organisation und Organisations-Entwicklung bei der Audi AG... wäre heute die Beteiligung, die IBM vor 40 Jahren an Intel hielt und damals begann zurückzufahren.
Aus meinem Archiv, aus dem ich jetzt - gleichsam per Zufallsgenerator - mal das ein oder andere heraussuchen werde. Damals war die Zeit, in der sich die Amerikaner aus der Produktion von Speicherchips zurückzogen und das Geschäft vor allem den Japanern überließ. R.V.„Regelbasiert“ – kaum ein anderer Begriff hat momentan eine größere Chance, als ein neues Wieselwort in unsere Sprache einzugehen. Es legitimiert sich selbst, ohne wirklich noch etwas aussagen zu können. Frei nach Hegel ließe sich sagen: Was regelbasiert ist, das ist vernünftig, und was vernünftig ist, das ist regelbasiert. R.V.
„Begehren heißt: sich verloren geben“
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph
"Allen
Statistiken zum Trotz ist
das gefährlichste Küchengerät der Korkenzieher."
Robert Lembke (1913-1989), Journalist und Fernsehmoderator
(Schreipfehler wurde korrigiert)
„In der Freundschaft muss es als heiles und unverbrüchliches Geasetz gelten, dass man weder etwas Unsittliches verlangt, noch es tut, wenn man darum gebeten wird.“
Marcus Tullius Cicero (106-43), römischer Politiker und Redner
Anlass: Dieses Interview bei T-Online
Ja, ganz am Schluss seines Gesprächs mit dem T-Online-Journalisten Marc von Lüpke fällt dann doch das Wort, das in seinen geostrategischen Überlegungen so selten vorkommt, dass man schon den Eindruck hat, dass ihn das Thema dahinter wenig interessiert: Demokratie.
Der Politologe und Historiker Herfried Münkler (*1951) mag weltpolitische Szenarien, in denen es um Macht geht, und nur um Macht, um pure Macht, nicht um deren Legitimation. Kein Wunder: Münkler wurde mit dem Thema Machiavelli groß – und dem war es egal, ob eine Regierung auf einer Diktatur, einer Oligarchie oder einer Demokratie basiert. Hauptsache „Macht“.
Münkler sieht sich auf den Kommandohöhen der Zeit und schaut den großen Machthabern zu, wie sie unter sich die Welt aufteilen. Da ist dann viel Kluges dabei, was er so erzählt – wie in diesem Interview. Ja, es sind – für einen Historiker – spannende Themen, voller Faszination, man kann beobachten und beschreiben, ohne selbst besonders betroffen zu sein oder sich engagieren zu müssen. Zum Beispiel für Demokratie und Menschenrechte. Sie spielen in dem Interview keine Rolle, nur das Völkerrecht – und das ist etwas ganz anderes.
Mich macht das immer wieder traurig, wenn ein so gescheiter Mann wie Herfried Münkler seine Leser und Zuhörer mit dem Thema Macht berauscht. „Alle Macht ist unheilbar“, hat der Schriftsteller Reinhold Schneider mal gesagt. Unter diesem Aspekt wird dann der eigentliche Wahnsinn sichtbar, der beim Thema Macht immer wieder durchscheint. Und die einzige Möglichkeit, diesen Wahnsinn unter Kontrolle zu bekommen, ist die Demokratie mit ihrer Gewaltentrennung.
Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb lohnt sich die Lektüre dieses Gesprächs.
Raimund Vollmer
1992: „Tatsächlich liest sich die Liste der jetzt als Rechtsanwälte in Berlin zugelassenen Ex-DDR-Juristen wie ein ‚Who is who‘ der ehemaligen SED-Justiz.“
Wolfgang Hartung und Joachim Sattler, Rechtsanwälte, in der Januar-Ausgabe 1992 des „Anwaltsblatts“
„Opposition ist die Kunst etwas zu versprechen, was die Regierung nicht halten kann.“
Harold Nicolson (1886-1962), britischer Autor und Diplomat
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Es gibt auch leblose Freude, die gleichwohl gewaltigen Einfluß üben, – die Bücher.“ (Seite 234)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, den die Menschen auf den Händen tragen, wem sie wohlwollen, wem sie schmeicheln, wem sie Gunst erweisen, denn also wandelt man angenehme Wege und verlebt ruhige Tage. Selig wenn euch die Menschen hochschätzen, wenn sie euch loben auszeichnen, mit Ehren überhäufen. Beneidenswerte, die ihr seid, ihr habt den Gipfel des Wünschenswerten erreicht, - frohlocket und genießet eures Glückes.“
„Jesus: Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig ihr, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und euch alles Böse fälschlich nachsagen meinetwegen; freuet euch, jubelt, denn reich ist euer Lohn im Himmel.“ Seite 148)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, die auf ihrem Rechte, und wäre es auch mit Gewalt, bestehen; denn davon ablassen bringt Schande und Schaden und gewährt dem Nebenmenschen den Vorteil über uns.“ (Seite 148)
„Jesus: Selig, die Friedfertigen; denn sie werden Söhne Gottes heißen.“ Seite 148)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Partei ist organisierte Meinung
Benjamin Disraeli (1804-1881), britischer Staatsmann
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, die ihren Neigung in allem zu Willen sind. Genuß und Befriedigung, – und ginge dabei auch die Seele zugrunde.“
„Jesus: Selig, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Seite 148
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Um die Moden zu überstehen, sind die Isolation und die Unbeirrbarkeit des Geistes die einzige Rettung.
Thomas Bernhard (1931-1989) österreichischer Schriftsteller
Im Krieg schweigen den Gesetze
Marcus Tullius Cicero (106-46 v. Christus), römischer Politiker und Autor
1995: »Ein Haarföhn, der in China mit billiger Arbeit hergestellt wurde, verkauft sich in London besser als einer der in Durham mit teurer Arbeit produziert wurde. Aber niemand würde nach Peking reisen, um sich dort die Haare schneiden zu lassen. Persönliche Dienstleistungen haben keine Konkurrenz im Ausland.«
Brian Reading, (1936-2022), Journalist bei der Financial Times
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, die für sich selber zu sorgen wissen; denn jeder ist sich selbst der Nächste und auf fremde Hilfe rechnen ist unsicher.“
„Jesus: Selig die Barmherzigen; denn auch sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Seite 147f)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Stoltenberg: Krieg in Europa wieder möglich
Nato ist besorgt über die Krise in der Sowjetunion
Die Welt, 13. Dezember 1991
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, denen Freude und Genuß in Fülle zuströmt; denn nie kann uns deren genug geboten werden; – und das Leben ist so kurz.“
„Jesus: Selig, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.“
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
„Der Mann dessen Bewusstsein nicht mit der Mehrheit übereinstimmt, ist ein Verrückter.“
George Bernhard Shaw (1856-1950), britischer Schriftsteller
Es gibt kein richtiges Leben im falschen.
1951: Theodor W. Adorno (1903-1969), deutscher Philosoph und Soziologe
Lieber Theodor W. Adorno!
Es gibt längst nur noch falsches Leben im richtigen. Und bald gibt es nur noch falsches Leben. Es gibt nur noch Social Media.
Und deren Ober-User spielen sich, wo immer sie sich kommentierend und illustrierend niederlassen, auf, als seien sie eine Anstalt öffentlich-rechtlicher Moral, die unser aller Denken bestimmt. Sie sagen uns, was wir zu denken haben. Sie sind die Hüter der Weltseele.
Es gibt erst recht kein richtiges Denken im falschen.
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, die von Not und Kummer, von Plage und Arbeit nichts wissen; denn das ist des Menschen Trost auf Erden: froh sein und gute Tage erleben.“
„Jesus: Selig, die da trauern; denn sie werden getröstet werden.“
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig, denen es vergönnt ist, ihre Rache zu befriedigen; denn sie haben ihre Ehre gerettet und ihrem eigenen Gefühle genügt.“
„Jesus: Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich beisitzen.“
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
„Dass Datenbanken immer mehr das meist verlangte Futter der Journalisten werden, ist keine Frage mehr. Aber sie sind auch der Boden, in dem der Samen der Zerstörung gedeiht. Was in ihnen enthalten ist, ist, was geschah und wie es geschah. Alles andere existierte nie, besonders jetzt nicht mehr. Originale Dokumente, isofern es diese noch gibt, werden nicht gesucht oder erforscht. Warum denn auch? Was sie bestätigen würden, ist doch längst in den Datenbanken irgendwo eingetragen – na ja, wenn auch nur in Kurzfassungen. Augenzeugen brauchen nicht gefragt zu werden…
… Also der Journalist braucht ja seine Wohnung überhaupt nie zu verlassen.“
Joseph Weizenbaum (1923-2008), Erfinder des ersten Chatbots, im Oktober 1994 in der „Zeitung der Zukunft“
"MOVING AWAY FROM MAINFRAMES"
Business Week, 15. Februar 1982
- und ich, ich glaube damals noch langean diese fetten Dinger... (R.V.)
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Die Welt: Selig die
Reichen; denn sie brauchen sich nichts zu versagen und können den Himmel schon
hienieden auf Erden haben.“
„Jesus: Selig die Armen im
Geiste; denn ihrer ist das Himmelreich.“ (Seite 147)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
"Der Deutsche Städteteag klagt
'Die Kassen sind leer wie '"
FAZ, 19. Oktober 1993
Aber nicht deswegen reifte an diesem Tag mein Entschluss, aus dieser Partei auszutreten. Sie konnte nur Wirtschaft - und wie sich herausstellte, auch das nicht besonders gut.
Quelle: Raimund Vollmer
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Im geheimsten Winkelchen deines Herzens, da findest du Gott und dich, incessen du auf dem lärmenden Markte der Welt weder Gott noch dir selber begegnest.“ (Seite 75)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
"Lebed: Deutschland
will 'Viertes Reich' aufbauen"
Die Welt, 25. September 1996
Aussage des russischen Sicherheitsberaters
Alexander Lebed zur Osterweiterung der NATO
„In 1977 kostete ein kleiner Mainframe etwa 800.000 Dollar, 18mal mehr als ein neues Einfamilienhaus für 48.000 Dollar. 1987 kostete ein vergleichbarer Mainframe dank der technologischen Innovation 80.000 Dollar, weniger als die 102.000 Dollar, die man für ein neues Heim bezahlen musste. Heute kostet ein vergleichbarer Computer 30.000 Dollar oder ein Viertel des Preises für ein neues Heim. Mit anderen Worten: Unter Verwendung der Preise von 1987 ist der Beitrag eines Computers zum Bruttoinlandsprodukt im Verhältnis zu dem Investment in Häuser und andere Kapitalgüter um einen Faktor vier überschätzt.“
Financial Times, 20. Januar 1996
DIE KI gab dazu folgende Auskunft;
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Du möchtest glücklich sein, o Jüngling! – Und wer möchte es nicht! – Glücklich zu sein, das ist der unwiderstehliche Trieb eines jeden von uns. Und dieser Trieb stammt von Gott; er pflanzte ihn uns ins Herz.“ (Seite 19)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„O Ewigkeit, o Ewigkeit! O unerforschliches Geheimnis! O unergründliche Tiefe, unermeßliche Weite, unerreichbare Höhe! – Blick hinaus, o Freund, auf diesen Ocean ohne Ruhepunkt und Gestade; schau hinein in diesen Tag ohne Abend, in diese Nacht ohne Morgen; laß hinab dein Senkblei in diesen Abgrund ohne Boden!“ (Seite 39)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
„Aufgabe von Kunst ist es, Chaos in die Ordnung zu bringen.“
Theodor W. Adorno (1903-1969), deutscher Philosoph und Soziologe, in doppelte Abwandlung eines Satzes von Aristoteles „Sapientis est ordinare“ (Weise ist es aufzuräumen)
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„In einer Zeit jedoch, die so am Irdischen haftet wie die unsere, in welcher groß und klein so auf Vermehrung des Besitzes bedacht ist und in der erhöhten Kunstfertigkeit, in den Schöpfungen sinnreicher Erfindung Mitteö in Menge findet, solch unordentlichem Hange zu genügen, fehlt es auch an jungen Herzen nicht, deren Götze das Geld zu werden anfängt.“ (Seite 165)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
„Die deutsche Sprache ist die tiefste, die deutsche Rede die seichteste.“
Karl Kraus (1874-1936), österreichischer Kritiker
„Das schwächste Glied einer Kette ist ihr stärkstes. An ihm reißt die Kette.“
Stanislaw Jerzy Lec (1909-1966), polnischer Lyriker und Aphoristiker
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Ferner: die Leselust fehle dich nicht dergestalt, dass du deiner nicht mehr mächtig bist, aus der Wirklichkeit heraustrittst und für sie zeitweise verloren bist.“ (Seite 237)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung
Theodor Fontane (1819-1998),
deutscher Schriftsteller
Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten
„Scheide aus, was die Kirche zu lesen irgendwie verbietet. Sie meint es gut mit dir; sie hat Gewalt über dich und kann und muss von dir verlangen, dass du ihre Ehre und dein Heil auf das gewissenhafteste wahrest.“ (Seite 237)
Pater Adolph von Doß
(1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung