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Mittwoch, 24. Oktober 2012

iPad, youPad - everybody wants iPad...

... möchte man frei nach Chris Barber intonieren, nachdem gestern auch noch der kleine Bruder des populären iPads vorgestellt wurde. Das Ding werde sowohl in der Welt der Konsumenten als auch in der der Angestellten Karriere machen, meinen die Auguren. Es sei zugeschnitten auf ein ideales BYODymaß (Bring Your Own Device). 329 Dollar kostet das Gerätchen mit dem 7,9 Zoll großen Display. Die Konkurrenz ist da billiger (199 Dollar), allerdings besteht deren Tablet-Gehäuse aus Plastik und nicht aus Aluminium. Und in einem Jahr werde das Tabletchen ohnehin nur noch 200 Dollar kosten.
Übrigens: 100 Millionen iPads wurden den vergangenen 30 Monaten verkauft, wobei Apple vor allem in der Geschäftswelt den Markt abräumte.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 23.10.2012: iPad Mini will be a hit with workers, analysts predict

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Richterin: Apple soll mehr Zahlen veröffentlichen...

... wenn das Unternehmen der Meinung sei, dass der durch Samsungs Patentverletzungen entstandene Schaden größer sei als die die Milliarde Dollar, die ihr das Gericht zugestanden hat. Das Verfahren war von Lucy Koh am Bezirksgericht von Nordkalifornien geleitet worden und steht momentan zur Berufung bei der nächsthöheren Instanz an. Apple veröffentlich in seinen Quartalsergebnissen keine nach Produktgruppen geordnete Profitmargen. Die Kalifornier behaupten, dass diese Kennzahlen für den Wettbewerb wertvolle Informationen enthalten würden, die man nicht preisgeben werde. Die Gerichte nutzen zur Beurteilung der Lage Daten, die Marktforschungsunternehmen wie IDC bereitstellen. Allerdings werden diese nicht veröffentlich, da IDC davon lebt, dass dieses Institut seine Rechercheergebnisse auch anderen verkaufen kann. Journalyse-Quelle: Computerworld, 17.10.2012: Apple financial data may be unsealed in Samsung case

Dienstag, 16. Oktober 2012

Apple & Google: Flops & Maps


»Apple-Maps ist das am wenigsten akzeptierte Produkt aus Cupertino seit der Vorstellung des Newton im Jahre 1993. Maps ist das Kind einer schmutzigen Scheidung zwischen zwei der mächtigsten Firmen der Welt.«

Forbes magazine

Donnerstag, 27. September 2012

Tablets: 126 Millionen Pads in 2012

Nach Erkenntnissen des Marktforschungsinstituts IHS Isuppli steigen 2012 die weltweiten Verkäufe von Tablet-Computern von 68,4 Millionen Stück in 2012 auf 126,6 Millionen Stück in diesem Jahr. Das wäre ein Anstieg um 85 Prozent. Markführer sei Apple mit dem iPad, das einen Marktanteil von 60 Prozent der verkauften Tablets für sich beansprucht.

Montag, 27. August 2012

Dienstag, 29. Juni 2010

Apple (II): Die Hacker und 100.000 iPads...

... kommen einfach nicht zur Ruhe, nachdem der amerikanische Telekomriese AT&T auf rigorose Weise über Sicherheitslücken in seinem Netz informiert worden war. Das Wall Street Journal berichtet nun, dass nicht nur die Email-Adressen geknackt wurden, sondern auch eine "obskure Nummer namens ICC-ID", die ein weiteres Eindringen bei 100.000 illegal erfassten iPads ermöglicht. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wird den iPad-Kunden empfohlen, die SIM-Karte auszutauschen. Und in den Kommentaren zu diesem Artikel wird unter anderem erklärt, dass man bei Facebook oder Twitter völlig legal mehr über die Netz-Nutzer erfahren kann als über die Sicherheitslücke im AT&T-Netz.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 28.6.2010: Hacker Worries Persist

Dienstag, 4. August 2009

Apple verliert Google: Eric Schmidt zieht sich aus Aufsichtsrat zurück...

und damit gibt der Google-Chef den Forderungen der amerikanischen Trust-Buster nach, die eine zu starke Verflechtung beider von den Kartellbehörden streng beobachteter Unternehmen befürchten.
Journalyse-Quelle: Washington Post, 4,8.2009: "Google CEO Quits Apple Board"

Mittwoch, 22. Juli 2009

Apple: 5,2 iPhones und 2,6 Millionen Macs...

... sind die wichtigsten Zahlen des Quartalsberichts: Bei den iPhones versiebenfachte sich die Zahl der Verkäufe gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, während vom Mac - ganz im Gegentrend zum übrigen PC-Markt - die Auslieferungen immerhin noch um vier Prozent steigerten.
Nebenbei: Der Gewinn stieg um 15 Prozent, und Apple verkündete, dass die Firma außerstande sei, der Nachfrage nach Macs & iPhones nachzukommen.
Solche Probleme möchte man gerne haben, auch wenn die Mac-Umsätze trotz Absatzsteigerung schrumpften.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.7.2009: "Apple Net Up 15% on iPhone Surge"

Donnerstag, 9. Juli 2009

Kommentar: Wird Windows nun ausgegoogelt?

Wahrscheinlich ist es die intelligenteste Firma der Welt. Wahrscheinlich ist es das Unternehmen, das ebenso still und heimlich längst die geistige Oberherrschaft über die IT-Szene übernommen hat wie zu Beginn der neunziger Jahre Microsoft. Wahrscheinlich wird sie aber auch - so wie zuvor IBM und danach Microsoft - nur echte zehn Jahre im Zenith der Macht stehen können. Macht ist etwas, das sich verbraucht - um so schneller, je größer man wird. Denn wenn man schon die intelligentesten und kreativsten Köpfe an Bord hat, dann wird es immer schwerer dieses Niveau zu halten. Meistens kann man sich umso länger an der Macht halten, je intensiver ein Feindbild gepflegt wird.
Vor 25 Jahren prügelte der damalige Computerhersteller Apple, heute ein komplett transformiertes Multimediahaus, auf "Big Brother", also auf IBM, ein. Und alle liebten Apple. Aber die Macht übernahm ein anderer, dem es gelang, Big Blue in seinem (auf Gegenseitigkeit beruhenden) Hass regelrecht vorzuführen. Das war Microsoft. Doch dann neutralisierte sich IBM in ein graues Etwas, in einen fast schon anonymen Servicegiganten, der Microsoft so gut wie keinen Widerstand mehr entgegenbrachte. Und damit verlor auch Gründer Bill Gates allmählich die Lust und konzentrierte sich auf seine Rolle als größter Wohltäter der Welt.
Aber da war einer, der sich zwar auch mit den Machthabern der Welt anlegte, mit IBM als Sun und mit Microsoft als Novell, doch der ganz große Triumpf gelang ihm nicht. Nun stößt er zu - mit Google. Gegen Microsoft. Sein Name ist Eric Schmidt, seit 2001 Chef von Google.
Wie dereinst Apple und Microsoft im Kampf gegen IBM so kommt auch Google mit dem gestern vorgestellten Desktop-Betriebssystem Google Chrome OS von unten. Mit einem Leichtgewicht. Nicht dass Chrome OS nun den Markt im Sturm nehmen wird, die neue Offensive ist nur eine Bestätigung dafür, dass Betriebssysteme - Vista hin, Windows 7 her - jetzt endgültig den Status der Belanglosigkeit erreicht haben. Die Faszination ist dahin. An den Staammtischen gehört die Bewunderung längst Google. Dass man nun auch anfängt, Google zu hassen ist nur eine Bestätigung, dass das Unternehmen die Spitze erklommen hat.
Willkommen im Jahr der Machtübernahme: Google - die nächsten zehn Jahre gehören Dir.

Siehe auch:
Wall Street Journal, 9.7.2009, Jessica Vascellaro, Don Clark: "Google Targets Microsoft's Turf"
New York Times, 8.7.2009, Miguel Helft, Ashlee Vance: Google Plans a PC Operating System
Googles offizieller Blog

Sonntag, 3. Mai 2009

Klugheit siegt über Gier: Microsoft, Google, Apple...

.. gehören nicht nur zu den zehn am höchsten an der Börse bewerteten US-Unternehmen, sondern auch zu den mit dem höchsten Kassenbestand. Während nach einer Untersuchung der Marktforschung Smithers & Co. die börsenstärksten Firmen der USA im Vergleich zu ihren europäischen Pendants eine erheblich niedrigere Verschuldung haben, sind es Microsoft, Google und Apple, die sogar sehr starke Cash-Positionen besitzen. Der Grund: Hier stünden noch die Gründer voll und ganz hinter ihrem Unternehmen und würden strengstens darauf achten, dass niemand auf den Sirenengesang der Kreditmärkte hereinfällt.
Journalyse-Quelle: The Economist, 2.5.2009: "The sensible giants"

Montag, 16. März 2009

500 Millionen Downloads bei Apple iPhone App Store...

... während der letzten zwölf Monate, wobei die Kunden auf 27.131 Anwendungen für ihr schickes Mobilgerät zugreifen können. Unter den zehn am meisten nachgefragten Anwendungen befinden sich acht Spiele, die Lesesoftware für Amazons elektronisches Buch (eBook) Kindle und die Anwendung TV.com, die den Zugang zu Millionen von Videos aus dem Netz erlaubt.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 13.3.2009, Paul Taylor: "The pick of the free apps"

Montag, 26. Januar 2009

IT-Branche: Noch Geld in der Kasse

In guten Zeiten würden sie dafür gerügt, dass sie so viel Geld horten. Doch jetzt wäre es ein gutes Polster, um durch die nächsten Monate zu kommen - und vielleicht sogar auf dem Unternehmensmarkt das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Dies meint jedenfalls die britische Financial Times über die Finanzen einiger Großunternehmen des IT-Umfeldes. Das Blatt hat die Cash-Positionen einiger IT-Giganten eruiert im Vergleich zum Jahr 2000.



Journalyse-Quelle; Financial Times (UK) 26.1.2009, Richard Waters: "Tech group hold on to cash cushions in uncertain times"

Sonntag, 25. Januar 2009

Sonntagsblog - Extrablog: MACs Big Bang





Am 22. Januar 1984 wurde ein Mythos geboren, am 24. Januar getauft...


Aus: Die Geschichte des PCs - Von Raimund Vollmer


Es war in der Halbzeit des Superbowls, als plötz­lich die Matt­schei­be in das Schwarz-Weiß-Zeitalter zurück­fiel und eine riesige Halle einblendete. Zu Zom­bies er­starr­te Menschen stieren mit lee­ren Augen auf einen gewaltigen Bild­schirm, von dem ein übermächtiger Big Brother herabblickt. Inmitten dieser gespenstischen Szene taucht auf einmal ein junges, ath­le­tisches Mädchen in apfelroten Shorts auf der nun wieder farbigen Matt­schei­be auf, rennt zu dem Bildschirm, wirbelt herum und zer­schmettert ihn mit einem Vor­schlaghammer. Während das Bild des Big Brothers in tausend Scherben zer­fällt, erwachen die Seelen der grauen Menschen zu neuem Leben.
Dann erscheint ein Text: »Am 24. Januar wird Apple den MacIntosh vorstellen. Und Sie werden sehen, daß 1984 wird nicht so sein wird wie `1984’. Apple Computers.«[1]
Der heilige Krieg. »Für jeden, der irgendetwas über IBM und Apple wußte, waren die Implikationen unmissverständlich klar. Apple war der kühne Held, der mit unkonventionellen Methoden arbeitete. IBM hingegen stand für die Tyrannei der großen Firmen, die mit ihrem Konformitäts­zwang je­dermann quälte«, kommentierte das Fachblatt Electronics die Werbe-Show.[2] Für Newsweek hatte der nun offen zu Tage tretende Konflikt zwischen den beiden Anbietern bereits den Charakter eines »hei­ligen Krieges«:[3]
Auf der einen Seite stand der alte Go­liath IBM (Umsatz 1983: 40,2 Milliarden Dollar), auf der anderen Seite der David Apple (Umsatz 1983: 982,8 Millionen Dollar). Welch ein Mißverhältnis! Big Blue war 40mal größer als der Her­aus­forderer. IBM schien der strahlende Sieger zu sein: Während Apple 1981 noch 41,2 Pro­zent des amerikanischen ­Desktop-Marktes beherrschte, war ihr Anteil 1983 auf etwa 24 Prozent gesunken. Wertmäßig - so ermittelte die Gartner Group - waren es am Jahresanfang sogar keine zehn Prozent mehr gewesen.[4] War sie 1981 noch die Nummer 1, so rangierte sie jetzt auf Po­sition 2 - und das, obwohl ihr Um­satz 1983 um 69 Prozent ge­stie­gen war.


DER CLICK ZUM CLIP:
http://www.macprime.ch/cinema/movie/steve-jobs-praesentiert-1984/


Die Pleite des PCjr. Rund 1,4 Millionen Exemplare hatten die Kalifornier laut Dataquest bis Ende 1983 von ihrem Starprodukt Apple II verkauft. Allein im Dezember sollen 90.000 bis 100.000 Exemplare über die Händler-Ti­sche ge­gangen sein. » Apple sollte sich eigentlich in Rabbit [Kaninchen] umtaufen lassen, denn deren Rechner vermehren sich so schnell«, scherzte Thomas M. Lodahl, damals Chefanalyst für Bürokommuni­ka­tion bei der Diebold Group.[5] Noch einmal hatte die legendäre Maschine, die 1977 auf den Markt ge­kommen war, abgeräumt und Apple stolze Bruttomargen von 48 Pro­zent beschert.[6] Sie konnte dies unge­hin­dert tun, weil der PCjr. – IBMs Gegenofferte – das Weihnachtsgeschäft verpasst hat­te. Der Apple II lei­stete sogar noch mehr: er kompensierte den Miß­er­folg, den der En­de 1980 an­ge­kündigte Apple III den Kaliforniern beschert hatte. Das Pro­dukt war nicht ausgereift gewesen. So mussten rund 14.000 Maschinen zurück ins Werk gerufen werden. Damals war die Firma gerade mit einem Kurs von 22 Dollar an die Börse gegan­gen und konnte sich solche Image-Verluste kaum leisten. Nach­dem der Kurs auf 10 Dollar gesunken war, ret­tete der Apple II das An­sehen.
Doch nun, im Ja­nuar 1984, war allen klar, daß die Tage des lütten 8-Bit­­­lers aus Kali­fornien gezählt wa­ren. Die nächste Runde war er­öff­net. Die durf­te auf keinen Fall an IBMs PCjr. gehen. Mehr noch: ein Frontal­an­griff gegen den Meister aller Klassen, ge­gen IBM, musste insze­niert werden.[7] Einen besseren Zeit­punkt für ihre öffentliche Kriegserklärung hät­te Apple gar nicht wählen können. Wir schrieben immerhin das Orwell -Jahr »1984».


Ein Clip macht Karriere. Das Volk war für das totalitäre Thema sensibili­siert. Die Sym­pa­thie gehörte dem Kleinen und Schwachen. Eine Me­dienanalyse er­gab, daß sich selbst am Tag nach der einminüti­gen Auf­füh­rung 79 Pro­zent der Zuschauer an den Werbe-Film erinnern konn­ten. In den Abendnachrichten war der rund eine Million Dollar teu­re Streifen sogar wieder­holt worden. Diesmal kostenlos. Analysierte die Fachzeitschrift Elec­tro­nics: »Die Tatsache, dass der Spot nur ein einziges Mal während der Spiel­über­tragung ausge­strahlt wurde, erhöhte nur die Mystik.«[8] Dabei hatte die Wer­be­agentur Chiat/Day in San Fran­cisco die Or­well-Or­gie noch zweimal wiederholen wollen, aber dem zu­rück­hal­tenderen Auf­sichts­rat von Apple war eigent­lich schon ein­mal zuviel.
Doch der Sturm-und-Drang-Spot schlug ein wie eine Bombe. Ausge­drückt im Jargon des Apple-Gründers Steven Jobs war der Erfolg schlichtweg »insanely great«. Am Tag nach der Ankündigung verkaufte Apple in­nerhalb von sechs Stunden Com­pu­ter im Wert von 3,5 Millionen Dollar. Schon in der Woche zuvor hatten 24 amerikanische Col­leges signali­siert, daß sie insgesamt Rechner im Wert von 50 Mil­lionen Dollar pla­zie­ren wür­den.[9] Der Macintosh war noch gar nicht offi­ziell an­gekündigt, da war er bereits ein Verkaufsschlager und eine Legen­de. Er war der » Computer for the rest of us « (Wer­be­slogan).[10]
Den Grundstock dafür hatte seine ältere Schwester gelegt. Ihr Na­me: Lisa. Sie hatte als Hochpreisprodukt das vorbereitet, was ihr kleiner Bruder voll­en­den sollte: absolute Benutzer­freund­lich­keit. Das war ihr mit einem Aufwand von 50 Millionen Dollar entwickel­tes Alleinstellungsmerkmal, das nun voll auf den erheb­lich preis­günstigeren kleinen Bruder übertragen wurde.


JOURNALSE-Quellen: Archiv Raimund Vollmer
[1] Wall Street Journal, 24.1.1984, Erik Larson, Carrie Dolan: » Apple courts the press as it prepares ton unveil Macin­tosh Model today«
[2] Electronics, 4/1989, John McLeod: »Giving it one big push: Apple and `1984'«
[3] Newsweek, 30.1.1984, Michael Rogers: »It's the Apple of his eye«
[4] Computerwoche, 16.6.1983: »IBM kann bestellte PCs nicht liefern«
[5] Fortune, 3.5.1992, Bro Uttal: »What`s detainung the office of the future«
[6] The Economist, 24.8.1991: »Apple: what price glo­ry?«
[7] Business Week, 16.1.1984: »Apple computer's coun­ter­attack against IBM«
[8] Electronics, 4/89, ohn McLeod: »Giving it one big push: Apple and `1984'«
[9] Financial Times, 32.1.1984, Louise Kehoe: »Apple seeks to fend off IBM with launch of desktop range«
[10] The Economist, 24.8.1991: »Apple: what price glo­ry?«

Freitag, 23. Januar 2009

Microsoft: 5000 Mitarbeiter verlieren Job

Windows schwächelt
Rund fünf Prozent seiner Belegschaft von etwa 91.000 Mitarbeitern will Microsoft abbauen. Es ist die erste Entlassungswelle von Microsoft seit Bestehen. Der Aktienkurs sank prompt um acht Prozent auf 17,8 Dollar - er stieg also nicht wie früher, wenn Firmen Stellenabbau signalisierten. Durch die Entlassungen hofft Microsoft 1,5 Milliarden Dollar zu sparen.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres setzte Microsoft 16,63 Milliarden statt der von den Analytene erwarteten 17,1 Milliarden Dollar um. Der Nettogewinn sank um 11 Prozent auf 4.2 Milliarden Dollar.
Schwachpunkt des Unternehmens ist Windows, das Betriebssystem erlebte einen Umsatzrückgang um acht Prozent auf vier Milliarden Dollar.
Intel und AMD
Zuvor hatte breits Intel gemeldet, dass sie 5.000 Arbeitsplätze abbauen würde, Rivale AMD spricht von 1100 Jobverlusten.
Apple
Nach wie vor gut im Rennen liegt Apple, die von guten Absätzen beim Mac, der jetzt 25 Jahre alt wird, und vom iPhone getragen wird und den Umsatz um 5,8 Prozent steigerte, den Gewinn um 1,5 Prozent.

Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 23.1.2009, Nick Wingfield: "Microsoft to eliminate 5,000 jobs"

Mittwoch, 7. Januar 2009

Steve Jobs: Hormonhaushalt bis zum Frühjahr wieder okay

Apples charismatischer Führer Steve Jobs kann heute seine auf der Macworld mit Spannung erwartete Rede nicht halten. Er leidet unter Instabilitäten in seinem Hormonhaushalt, was zu einer starken Abmagerung in den vergangenen Monaten führte. Bis Frühjahr will er die Störungen gemeistert haben, die nichts mit einer früheren Krebserkrankung zu tun haben.
Journalyse-Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.1.2009: "Beruhigungspille von Steve Jobs"

Freitag, 10. Oktober 2008

IBM: Besser als die Branche?

Fünfzehn Jahre ist es her, dass IBM in die größte Krise ihrer bald hundertjährigen Geschichte schlidderte und dabei sogar mit dem Konkurs flirtete. Nun wirkt der graue Riese wie ein Fels in der Brandung: 25,3 Milliarden Dollar setzte IBM im dritten Quartal um. Das ist ein Plus von fünf Prozent. Der Nettogewinn erhöhte sich um 22 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. IBM hatte ihre Quartalszahlen vorzeitig veröffentlicht, nachdem ihr Aktienkurs auf unter 95 Dollar abgestürzt war. Zwar ist das Umsatzwachstum alles andere als berauschend in einer Branche, die es über Jahrzehnte hinweg gewohnt war im zweistelligen Bereich zu wachsen. Doch wirkt IBMs Geschäft grundsolide - vielleicht sogar ein wenig langweilig. Big Blue ist weit davon entfernt, ihren Markt und auch ihre Mitbewerber wie dereinst mit neuen Ideen und Strategien zu inspirieren. Aber so etwas bekommt man von den anderen auch nicht zu hören. Mit Ausnahme von Apple: Aber da steht ja auch noch der Gründer an der Spitze. Steve Jobs, vielleicht der größte Innovator unter den Unternehmern der IT-Szene in den letzten 30 Jahren.