... und der Softwarebranche...
„Denen, die in dieselben Flüsse hineinsteigen, strömen andere und wieder andere Wasserfluten zu.“
Heraklit (520-480 v.Chr.), griechischer Philosoph
... und der Softwarebranche...
„Denen, die in dieselben Flüsse hineinsteigen, strömen andere und wieder andere Wasserfluten zu.“
Heraklit (520-480 v.Chr.), griechischer Philosoph
„Es ist der verborgene Geist, der an der Gegenwart pocht, der noch unterirdisch, der noch nicht zu einem gegenwärtigen Dasein gediehen ist und heraus will, dem die gegenwärtige Welt nur eine Schale ist, der einen anderen Kern in sich schließt, als der zur Schale gehörte.“
Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph
1989: »Das ist nun mal das Wesen der Computer: Dienst nach Vorschrift.«
Gerhard Wohland, deutscher Industrieberater
Aus eignem Schoß ringt los
sich der Barbar,
Der,
wenn erst ohne Zügel, alles Große,
Die
Kunst, die Wissenschaft, den Staat, die Kirche
Herabstürzt von der Höhe, die sie schützt,
Zur
Oberfläche eigener Gemeinheit,
Bis alles gleich, ei ja, weil alles niedrig.
Franz Grillparzer
(1791-1872), österreichischer Dramatiker
„Nur der Betrug entehrt, der Irrtum nie.“
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799),
deutscher Philosoph und Physiker
Der Mensch denkt, das Auto lenkt
Die Zeit, 5. Juli 1996, über Vita, den "elektronischen Chauffeur" von "Daimler-Benz", an dessen Erprobung sich die EU zur Hälfte beteiligte
„Der
Mensch ist eine Übergangsgestalt, die nicht endgültig ist, denn im Menschen und
über ihn hinaus gibt es eine strahlende Stufenleiterdie zu einem göttlichen
Übermenschentum führt. Dort liegt unser Geschick und befindet sich der
befreiende Schlüssel zum Verständnis unserer von Sehnsucht erfüllten, aber
ständig von Schwierigkeiten erfüllten und höchst irdischen Existenz… Aus dem
materiellen Bewusstsein, in dem unser Denken und Fühlen wie ein angeketterter
Sklave arbeitet, erhebt sich langsam die Scheibe einer berbprgenen Sonne der
Kraft, Freude und Erkenntnis. Die leibliche Gestalt wird einst der ‚supermind‘,
der übermenschliche Menschengeist.“
Sri Aurobindo (1872-1950), indischer Philosoph und Yogi
„Die
Geschichte hat es mit alten Geschichten zu tun, und die Aufgabe des Historikers
ist es, auch und wieder, Geschichte zu erzählen.“
Thomas Nipperdey (1927-1992), deutscher Historiker
„Es fällt uns schwerer, die Gefühle, die wir empfinden, zu verbergen,
als Gefühle, die wir nicht empfinden, vorzuspiegeln.“
François de La Rochefoucauld (1613-1680),
französischer Moralist
„Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.“
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichterfürst
Was soll ich bloß von mir halten, der ich inzwischen viele Menschen in der Politik als lächerlich empfinde?
R.V.
„Das Beste an der Geschichte ist der Enthusiasmus, den sie erweckt.“
Sir Winston Churchill (1874-1965) britischer Staatsmann und
Nobelpreisträger
"Es gibt zu viele Programmierer,
genauso wie es zu viele Juristen gibt."
Bob Frankston, Schöpfer des ersten Spreadsheet-Programms Visicalc, das zuerst von Lotus und dann von Microsoft (Excel) grandios kopiert wurde
Es stand übrigens in der Journalyse vom 19. August 1992, die damals in Papierform erschien
"Wer kauft beim häßlichen Deutschen?"
Die Zeit, 16. Oktober 1992 mit den Dachzeilen:
Fremdenhaß und die Folgen:
Rechtsextremistische Krawalle schrecken das Ausland auf. Die Wirtschaft
befürchtet Schaden für den Industriestandort
Fotos: Raimund Vollmer
"Die Seele wird gleich mitgeliefert."
Helmut Schelsky (1912-1984), deutscher Soziologe
Ein Versuch, die Welt assoziativ zu verstehen - Von Raimund Vollmer
Gestern nachmittag:
"Was ist dein Tipp?" -
"2:0" -
"Für Deutschland?" -
"Ja." -
"Glaubst du das auch?" -
"Nein."
Dieser kleine Dialog sagte alles. Wir glauben schon lange nicht mehr das, was wir wetten. Vor uns selbst wissen wir sehr genau, was die Stunde geschlagen hat. Aber wenn wir es zugeben würden, müssten wir ja auch die Konsequenzen daraus ziehen und unsere Komfortzone verlassen. In eine Kombatzone einsteigen. So tippt man lieber 2:0 gegen sich selbst, als das Lügengebäude zu verlassen, in dem wir alle uns längst niedergelassen haben. Wenn es heute in der Reaktion auf das Spiel der Deutschen gegen Paraguay heißt: "Deutschland ist nicht mehr Deutschland", dann wurden wir in der Auslandspresse mit genau diesem Lügengebäude konfrontiert, in dem wir uns ja nicht nur im Fußball, vielleicht sogar da am wenigsten, aufhalten. Dass die Automobilindustrie, um nur ein sehr bekanntes Beispiel zu nennen, in seine eigene "Kohle- und Stahl-Krise" hineinschliddert, ist bestimmt seit zehn Jahren bekannt, aber statt die Herausforderungen anzugehen, hat man sich die Taschen vollgestopft. Heute lamentiert in der FAZ der scheidende Präsident des Medienverbands der Freien Presse (MVFP), Philipp Welte, über die Nöte seiner Zunft mit den "Digitalmonopolisten und KI-Konzerne" (FAZ), die den Journalismus und die Demokratie zerstören. "Ohne freie Presse keine freie Gesellschaft") Es ist die alte Leier, die trotzdem falsch klingt, obwohl sie gut gestimmt zu sein scheint. Er verschweigt das komplette Versagen dieser Verlegen, die einen angestammten Markt nach dem anderen haben kampflos an diese Bösewichter und Bösewichtinnen übergeben haben. Es wundert einen ja auch nicht, wenn Beraungsfirmen feststellen, dass in Deutschland nur noch in den Bestand investiert wird. Wir haben schlichtweg vor lauter Fremdsparern (man spart immer nur bei anderen, diese Berufsgruppe nennen sich Betriebswirte) die Unternehmer hinausgespart.
Ach, das ließe sich ja alles beliebig fortsetzen und hier in der Journalyse haben wir inklusive der Kommentatoren schon seit Jahren versucht, gegen die Wetteinsätze (auch der selbstbezüglichen Presse) zu wettern. Aber natürlich kommen wir nicht gegen die Mainstream-Illusionen nicht an. Wer sind wir überhaupt, was erlauben? Vielleicht genau dort, wo Eleanor Roosevelt, jeden von uns sah, als sie 1948 als Vorsitzende der Menschenrechtskommission war und die "Erklärung der Menschenrechte" verkündete:
"Wo beginnen die universellen Menschenrechte? An den kleinen Orten, nahe dem eigenen Zuhause. So nah und so klein, dass diese Orte auf keiner Weltkarte zu finden sind. (...) Die Nachbarschaft, in der wir leben, die Schule oder die Universität, die wir besuchen, die Fabrik, der Bauernhof, das Büro, in dem wir arbeiten. Das sind die Orte, wo jeder Mann, jede Frau, jedes Kind gleiche Rechte, gleiche Chancen und gleiche Würde ohne Diskriminierung sucht. Wenn diese Rechte hier nicht gelten, gelten sie nirgendwo."
Dieser kleine Ort, dieses Zuhause, ist immer noch nicht trotz aller Tracking-Software auf keiner Weltkarte zu finden. Aber es ist der Ort, wo alles begann - die Familie, und wo sich alles entwickelte, die Gesellschaft. Aber was wir in der Familie sagen ist nicht mehr das, was wir in der Gesellschaft sagen. Wir können sicher sein, dass Philip Welte sehr genau um die Versäumnisse seiner Zunft weiß, aber in "Gesellschaft", in der Öffentlichkeit, nach staatlicher Unterstützung schreit. Und der stürzt sich gerne auf jede Notsituation - denn die Rettung ist ja sein Geschäft.
Sagt er. Wetten? Aber glaubt er es auch? Er tut nur noch so.
Wir sind im Elfmeterschießen. Im Elfmeterpunkt liegt die Wahrheit.
Punkt.
"Weißt du, wann der Zug abfährt?"
"Kann jederzeit abfahren."
Dialog zwischen zwei Eisenbahntramps in den USA, 1935
Der Diplomat Erwin Wickert (1915-2008) in seinem 1991 erschienen Buch "Mut und Übermut", in dem er erzählt wie er als 20jähriger mit der Bahn durch die USA trampte. Heute würde der Dialog zwei zahlender Fahrgäste lauten:
"Weißt Du, wann der Zug hält?"
"Kann jederzeit passieren."
1923: „Es gibt eine neue Art von Literatur im Land, dessen offensichtlich einzige Schwäche darin besteht, dass keiner sie versteht.“
Buchbesprechung in der Erstausgabe des amerikanischen Time-Magazine
über „Ulysses“ (James Joyce) und „The Waste Land“ (T.S. Eliot“) am 3. März 1923
"Die alternde Gesellschaft ist keine Lustpartie"
3. Juni 1995, FAZ
„Wer aus Büchern schöpft, braucht keine Strapazen auf sich zu nehmen, setzt sich keiner Gefahr aus. Es ist nur nötig, sich eine Stadt auszusuchen, in der es viele Bücher gibt oder die eine Bibliothek in der Nähe hat. Dann kann man ruhig dasitzen, die Bücher nach dem, was man wissen will, befragen, und die Irrtümer der Vorgänger in aller Ruhe durch Vergleiche feststellen. Persönliche Erkundung dagegen ist mit großen Mühen und Kosten verbunden, aber sie bringt reichen Ertrag, ja sie ist das wichtigste Stück geschichtlicher Forschung.“
Polybios von Megapolis (200-120 v. Chr.), griechischer Historiker
Das Unbehagen an einem Begriff:
Eine unzeitgemäße Nachbetrachtung von Raimund Vollmer
Der Begriff „Holocaust“ sei völlig unangebracht, gleichsam ein Euphemismus, schrieb 1996 der deutsche Journalist Peter Dittmar in der Tageszeitung „Die Welt“, denn dieses Fremdwort verzichte bewusst auf „alle Konnotationen der Wirklichkeit, die sich bei ‚Judenmord‘, ‚Judenvernichtung‘, .Völkermord‘, ‚Ausrottung der Juden‘ nicht vermeiden lassen. ‚Holocaust‘ bleibt sehr abstrakt und löst sich damit vom ursprünglichen, sehr konkreten Wirklichkeitsbezug.“
Im Grunde genommen führe dieses Begriff zu einer „Bagatellisierung des Schreckens“, meint Dittmar. Es sei zudem ein Begriff, der erst Ende der siebziger Jahre bei uns aufgekommen sei, als der WDR unter diesem Namen die amerikanische Fernsehserie dazu ausstrahlte. Ich erinnere mich, dass ich damals zum ersten Mal das Wort zur Kenntnis nahm. Ich konnte damit anfangs – und eigentlich auch bis heute – nichts anfangen. Das Fremdwort war mir fremd. Er war ursprünglich nur im angelsächsischen Raum gebräuchlich.
Seine erste Erwähnung geht dort auf das Jahr 1938 zurück, als es in einer Fußnote einer in New York herausgegebenen Schrift des österreichischen Psychiaters Abraham Brill (1874-1948) über Sigmund Freud heißt: „Ach! Gerade als diese Seiten zur Druckerei gegeben werden, erschüttert uns die schreckliche Nachricht, dass der Nazi-Holocaust plötzlich Wien erfasst und damit Professor Freud mit seiner Familie zu tatsächlichen Opfern in den Händer der größten Geißel der Zivilisation gemacht hat.“ Brill, jüdischer Abstammung, war mit 15 Jahren in die USA ausgewandert, allein und ohne einen Pfennig in der Tasche – er, gleihsam ein Selfmademan der Psychoanalyse, korrespondierte mit Freud bis zu dessen Tod 1939. [1]
Faustball in Faust: Auf Youtube gibt es diesen vor hundert Jahren gedrehten Stummfilm von F.W. Murnau sogar in colorierter Form. Sprache braucht man sowieso nicht, da die Goethe-Zitate bestens bekannt sind. Vielleicht zur Entspannung zwischen den Fußballspielen, deren Ergebnisse so mancher aus der Glaskugel vorher ermitteln möchte. Auf jeden Fall, so zeigt uns die Glaskugel, ist der Ball rund. Nach dem Eröffnungsspiel, bei dem ich dann die drei Roten Karten verpasste, weil ich es stinklangweilig fand und wegschaltete, werde ich bei weiteren Übertragungen wahrscheinlich auch die Sprache ausblenden. Dieser unerfüllte Sprechgesang der Moderatoren, bei denen die Sätze immer in der Schwebe bleiben, geht mir auf die Nerven. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich - allein vor der flachen Matsch-Scheibe - den Tonfall mit eigenem, ähnlich inhaltsleeren Singsanggeplapper nachahme. R.V. Hier der LINK (muss man aber nicht gucken).
Mein Computer wird von einer neuen Bürokratie überfallen. Ich werde wahrscheinlich bald aussteigen. Ich habe die Faxen dicke. Es ist einfach alles nur noch Sch... Unsägliche Stümper sind da am Werk.
„Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst.“
Konrad Adenauer (1876-1967). Erster deutscher Bundeskanzler
„Minister fallen wie Butterbrote: Gewöhnlich auf die gute Seite.“
Ludwig Börne (1786-1937), deutscher Schriftsteller
"Vielgestaltig ist das Ungeheure,
und nichts ist ungeheuer als der Mensch."
Sophokles (497-406 v. Chr.), in seiner Tragödie "Antigone"
Dauerten wir unendlich
so wandelte sich alles
Da wir aber endlich sind
bleibt vieles beim alten
Bert Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker
„Die Kühlheit macht uns alle, die vorm Fernsehschirm sitzen, zu Voyeuren, die als Lebende die Schrecken des Todes, des Hungerns, der Folter in Aktualitätssendungen durch ein heruntergedrehtes Opernglas beobachten dürfen: Voyeure, aber unberührte.“
Peter Zadek (1926-2009), deutscher Regisseur, in „Das wilde Ufer“, 1990
„Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorzustellen vermag, dass die Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht werden.“
Albert Einstein (1879-1955), Physiker schwäbischer Abstammung
„Pessimisten sind die wahren Lebenskünstler,
denn nur sie erleben angenehme Überraschungen.“
Marcel Proust (1871-1922), französischer Dichter
1993: „Es ist verhältnismäßig einfach, aus einem gebildeten Menschen einen Spezialisten zu machen, aber es ist schwierig, aus einem Spezialisten einen gebildeten Menschen zu machen.“
Erwin Teufel (*1939), Ministerpräsident von Baden-Worttember auf dem Landesparteitag der CDU in Neckarsulm