„Ruhm: der Vorzug denen bekannt zu sein, die uns nicht kennen“
Sebastian Chamfort (1741-1794), französischer Moralist
„Ruhm: der Vorzug denen bekannt zu sein, die uns nicht kennen“
Sebastian Chamfort (1741-1794), französischer Moralist
„Gerechtigkeit ohne Gnade ist nicht viel mehr als Unmenschlichkeit“
Albert Camus (1913-1960), französischer Schriftsteller
„Moralische Empörung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen“
Helmut Qualtinger (1928-1986). Österreichischer Schauspieler
„Die Kranken geben bei weitem nicht so viel Geld aus, um gesund zu wqerden, wie die Gesunden, um krank zu werden“
Johann Nestroy (1801-1861), tschechischer Schriftsteller und Schauspieler
„Wer dem rechten Weg nicht folgt, wird rasch vergehen.“
Laotse (um 300 v.Chr.), chinesischer Weiser
1999: „Eine Sprache scheint die andere zu unterstützen, das Französische sagt, was das Deutsche nicht sagt, und umgekehrt, denn was das Deutsche versenkt (erinnert), ruft das Französische wieder herauf (rapelle), als beginne die eine Sprache dort, wo die andere aufhört.“
Georges-Arthur Goldschmidt (*1928), französischer Schriftsteller deutscher Abstammung
„Das Gefühl von Gesundheit erwirbt man sich nur durch Krankheit“
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), deutscher Physiker und Philosoph
„Wartest Du auf eine Gelegenheit zum Philosophieren, so hast du sie schon verpasst.“
Platon (427-347 v.Chr.), athenischer Philosoph
Das Ewige regt sich fort in
allen:
Denn alles muss uin Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.
Johann Wolfgang von Goethe, 1821
Mein lieber Johann Wolfgang von Goethe, woher hast Du das alles gewusst? Schon vor 200 Jahren. Du bist – verzeih!, wir duzen uns heute alle – ein Visionär, Helmut Schmidt würde sagen, Du solltest zum Arzt gehen. Ach was, Du erkennst es selbst? In der Tat – was lese ich da?
„Diese Strophen enthalten und manifestieren vielleicht das Abstruseste der modernen Philosophie“, kommentiertest Du 1821 selbst Dein Gedicht. Abstrus, absurd – diese, wie Du es nanntest „Entselbstung“?
WOW.
Aber steht das Internet – in seinem ursprünglichen Anspruch – nicht für das genaue Gegenteil, für die „Verselbstung“? Werde ich im Internet nicht erst wirklich zu Ich?RV
„Das einmal gesprochene Wort entflieht – unwiderruflich“
Horaz (65-8), römischer Dichter
„Es gibt mehrere Arten sich gegen Versuchungen zu schützen, aber die sicherste ist Feigheit.“
Mark Twain (1835-1910), amerikanischer Schriftsteller
Es soll sich regen,
schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar stehts Momente still.
Johann Wolfgang von Goethe, 1821
Der Cyberspace ist heute dieser Ort der Reinheit, der höchsten Moral, der höchsten Vernunft, in dem alles nichts ist, damit aus nichts alles entsteht – weit über das hinaus, was es im richtigen Leben gibt. Ja, das richtige Leben wird eliminiert. Der Schöpfer all dessen, der Mensch, „muss sich“, um mit dem Philosophen Jacobi zu sprechen, „dem Wesen nach vernichten.“RV