Samstag, 25. April 2026

Zum Tage: Keine Kraft für Veränderung

 1972: "Die scheinbar widerspruchslose oder teilnahmslose Hinnahme der Tatsache, dass unser parlamentarisches System im akademischen Bereich als verfault und korrupt, als ein reiner Verschleierungsmechanismus , als bloßer Zustimmungsapparat zu den Beschlüssen eines anonymen Großkapitals dargestellt und gelehrt wurde und wird, mag erklären , warum viele junge Menschen einfach nicht mehr für möglich halten, dass unsere Demokratie aus sich selbst heraus die notwendigen Prozesse der Veränderung einleiten und beenden kann.“

Hans Dietrich Genscher (2027-2016),  als Bundesinnenminister vor dem Bundestag

Freitag, 24. April 2026

Zum Tage: Herausgesächselt

 1974: „Hinter Mauern und roten Fahnen versucht ein bürokratischer Staat, sich aus Deutschland herauszusächseln.“

Peter Boenisch (1927-2005), Chefredakteur in „Bild am Sonntag“

 

Kommentar: Der bürokratische Staat - das sind wir ohne Mauern, rote Fahnen und ohne Sächseln nun alle, oder?

Dienstag, 21. April 2026

Dachzeile: 15. Oktober 1993

 "Bundeswehr in Not: 
370.000 Mann und nichts zu tun"

Die Zeit, 13. Oktober 1993: "Jetzt wird's ernst" 

Samstag, 18. April 2026

Nachschlagzeile: 18. April 2000

 Das Kursbeben an der Wall Street
 erschüttert die Börsen in der Welt

FAZ, 18. April 2000, Seite 1 

Zum Tage: Lichtblicke

 „Ich sammle Lichtblicke.“

Robert Jungk (1913-1994), deutsch-österreichischer Zukunftsforscher

Zum Tage: Kunst oder Künstler?

 

1950: „Genaugenommen gibt es ‚die Kunst‘ gar nicht.  Es gibt nur Künstler. Einstmals waren das Leute, die farbigen Lehm nahmen und die Umrisse eines Büffels auf eine Höhlenwand malten. Heute kaufen sie ihre Farben und entwerfen Plakate für Fleischextrakt, dazwischen tat sie noch manches andere.“

Sir Ernst H. Gombrich  (1909-2001), österreichsich-britischer Kunsthistoriker, in seinem Buch „Geschichte der Kunst“

Freitag, 17. April 2026

Zum Tage: Nur für sich

 „Jeder wahre Künstler schafft nur für sich.“

Tadeusz Kantor (1915-1990), polnischer  Maler und Theatermacher

Zum Tage: Freiheit und Offenheit

 2006: „Ich denke, dass eine offene Gesellschaft sich selbst  schützt. Sie muss entscheiden, welchen Grad an Freiheit sie haben will. Aber es ist insgesamt kein glücklicher Trend.“

John Updike (1932-2009), amerikanischer Schriftsteller


Donnerstag, 16. April 2026

Nachschlagzeile: Virtualität 1992

 1992: „Eine Morgens wachst du auf, 
und alles ist virtuell“

FAZ, 16. März 1992

Zum Tage: Echt jetzt?

 1999: „Wer fälscht, braucht jemanden, der sich täuschen lässt. Die Fälschung, die oft den Tatbestand des Betruges erfüllt, erfordert die Verbindung zum Getäuschten, sie ist auf dessen ideelle Mitarbeit angewiesen.“

Alain Claude Sulzer (1953), Schweizer Schriftsteller

Mittwoch, 15. April 2026