Dienstag, 11. August 2026

Schnellschuss: Die Doppelmoral der Verleger

Kommentar: Einer wie Heinrich Heine, der mit seinem „Buch der Lieder“ 1827, also vor bald 200 Jahren, einen Bestseller landete, ärgerte sich dereinst über die vielen Raubkopien, die davon gemacht wurden. Hätten die Verleger die Lizenz zum Nachdruck bezahlt, hätte er nie bei seinen reichen Verwandte betteln müssen. Raubdrucke waren damals üblich – und lassen das Verlagswesen nicht minder autorenverachtend dastehen wie heute die AI-Konzerne, die ihre Maschinen hemmungslos mit Werken füttern, deren Copyrights die Verlage für sich reklamieren. Die eigentlichen Urheber gehen ohnehin leer aus. Es war ein Gesetz notwendig, als Zeitungsverleger ihre Archive ins Netz stellten, ohne die Autoren zu fragen oder zu entlohnen. Erst nachdem die Jurisprudenz festgestellt hatte, dass das Internet erst nach 1994 als ein allgemeines neues Medium gesehen werden darf, für die sich die Verleger die Rechte gesichert hatten, war klar, dass sie ihre Autoren für alles, was davor war, bezahlen mussten. Freiwillig haben sie es nicht getan. 

Es ist deshalb eine schäbige Diskussion, bei der sich die Verlage nicht schämen, sich nunmehr hinter den Rechten ihrer Autoren zu verstecken, die sie in den Jahrhunderte davor so oft im Stich gelassen haben. R.V.

Montag, 10. August 2026

Zum Tage: Schönheit

 "Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet."

Christian Morgenstern (1871-1914), deutscher Dichter

Sonntag, 9. August 2026

Zum Tage: Ein Hintergedanke an Hintergedanken

„Es ist nicht möglich, mit den Menschen zusammenzuleben, wenn man ihre Hintergedanken kennt.“

Albert Camus (1913-1960), französischer Literaturnobelpreisträger

Samstag, 8. August 2026

Zum Tage: Der Krieg

 1952: „Krieg bedeutet die Konzentrierung aller Kräfte auf ein einziges Ziel, für dessen Erreichung überhaupt kein Opfer zu groß ist; aber dieses Ziel ist negativ und illusorisch.“

Golo Mann (19091994), deutscher Historiker, in "Geschichte und Geschichten, Seite 158

Donnerstag, 6. August 2026

Als der Adler noch Titel holte...


 ... ist das gefühlt schon 100 Jahre her...

Dieses Bild fand ich bei meinem Friseur in Großformat. R.V.  

Dienstag, 28. Juli 2026

Zum Tage: Das uralte Geheimnis der Prozessorientierung...

... und der Softwarebranche... 

„Denen, die in dieselben Flüsse hineinsteigen, strömen andere und wieder andere Wasserfluten zu.“

Heraklit (520-480 v.Chr.), griechischer Philosoph

 


Montag, 27. Juli 2026

Zum Tage: Es hegelt

 „Es ist der verborgene Geist, der an der Gegenwart pocht, der noch unterirdisch, der noch nicht zu einem gegenwärtigen Dasein gediehen ist und heraus will, dem die gegenwärtige Welt nur eine Schale ist, der einen anderen Kern in sich schließt, als der zur Schale gehörte.“

Hegel (1770-1831), deutscher Philosoph

Donnerstag, 23. Juli 2026

Zum Tage: Das war einmal

 

1989: »Das ist nun mal das Wesen der Computer: Dienst nach Vorschrift.«

Gerhard Wohland, deutscher Industrieberater