Samstag, 30. Mai 2026

Zum Tage: Endlich

Dauerten wir unendlich
so wandelte sich alles
Da wir aber endlich sind
bleibt vieles beim alten

Bert Brecht (1898-1956), deutscher Dramatiker

8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Könnte vielleicht sein. Warum Brecht das meint, sagt er uns in den vier Zeilen nicht.

Anonym hat gesagt…

Ein Mensch schaut in der Strassenbahn
Der Reihe nach die Leute an:
Jäh ist er zum Verzicht bereit
Auf jede Art Unsterblichkeit.
Eugen Roth Hanser 2002

Zeitmaß hat gesagt…

In den Lebensjahren stecken zumeist mehr Jahre als Leben

Faust hat gesagt…

„Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Goethe hat gesagt…

Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

gottgegeben etwas leben hat gesagt…

Ist das Leben gottgegeben,
dann nimm es eben!
Ein anderes wird's auf dieser Welt nicht geben.                    

Anonym hat gesagt…

Mit Hoffnung im Gepäck kommen wir wenigstens auf angenehmere Art durch's Leben.

Besserwisser hat gesagt…

Zerbrochene Sanduhr

Außer Kraft gesetzt
die geordnete Zeit.
Die Tage haben die Namen
abgelegt, Herkunft und
Künftiges. Verfallene Ziffern.

Deine Briefe bleiben
von jetzt an undatiert,
im zerknitterten Licht
die Botschaft unlesbar.

In dieser Handvoll Sand:
ein paar Scherben, konkave
Verspiegelung, der Abdruck
einer zerrissenen Lebenslinie.
Bis der Wind kommt.

Autorin ist die Lyrikerin Dagmar Nick, die heute ihren 100. Geburtstag feiert.