Dienstag, 23. Oktober 2012

Crash bei Amazon: "I'm down, I'm really down"...



... mit diesem Titel von den Beatles schmückt der Blog "Allthings D"seine Story über einen erneuten Systemcrash in der Amazon-Wolke, der sich gestern - mit dem Data Center in Nordvirginia im Zentrum - ereignete.

Montag, 22. Oktober 2012

Diese Woche kommen Sie mit Windows 8 in Berührung...

... zumindest werden Sie dem Medienrummel im Umfeld der ab Freitag beginnenden Verkaufskampagne kaum entrinnen können. Um aber den neuen Touch wirklich studieren zu können, brauchen Sie einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Um das Betriebssystem in direkter Fühlung mit dem User zu bringen, wird Microsoft in den USA in dieser Wochen 34 eigene Läden eröffnen. Sie überlässt das Geschäft nicht mehr allein den Händlern, sagt ihnen sogar ganz im Stil von Apple, wie sie die Umgebung und die Geräte inszenieren sollen, damit wir, die Kunden, auf keinen Fall die Botschaft missverstehen.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Nun loben sie alle Deutschland...

... möchte man nach der Lektüre der Sonntagszeitungen von FAZ und Welt meinen. Wir werden inzwischen gar um unsere Industrie beneidet. Lesen Sie zum Beispiel in der Welt HIER

Samstag, 20. Oktober 2012

Big Data: Nur 20 Prozent der gespeicherten Daten...

... werden auch tatsächlich genutzt, meint mit der nicht hinterfragbaren Autorität eines Beraters von Ernst & Young Rashmi Joshi in der Financial Times. Man könnte auch behaupten, dass das Management der meisten Unternehmen 80 Prozent der versammelten Intelligenz ihres Unternehmens, also der Mitarbeiter ungenutzt lassen.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 17.10.2012: "Business yet to respond to big data challenge"

DER CRASH, DER AUS DEM COMPUTER KAM


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Heute: 
Was seit 2008 als CDOs die Finanzwelt plagt, das war beim Crash von 1987 die Portfolio Insurance - eine Versicherung, die nur in guten Zeiten funktioniert. Es war vor allem ein Stück Software, das prpmpt den Crash vor 25 Jahren auslöste.

Freitag, 19. Oktober 2012

Google - oder das andere Ende der IBM


Kommentar. Google bleibt eine Wachstumsstory - selbst in schwierigen Zeiten. Auch wenn der Erwerb von Motorola der Grund dafür war, dass der Umsatz um 45 Prozent stieg, selbst ohne dieses Segment stieg der Umsatz um 19 Prozent. Aber den verwöhnten Anlegern ist das nicht gut genug. Sie erwarten dann zumindest einen Anstieg des Gewinns, was zumeist auf Kosten der Zukunft geht. Wir sehen es ja an IBM, die von einem Quartal zum anderen ihre Zukunft verkauft - durch steigende Gewinne bei sinkenden oder zumindest schwankenden Umsätzen. Übrigens beide Unternehmen sind sich vielleicht ähnlicher als man auf den ersten Blick meinen könnte. IBM und Google setzen auf Big Data. IBM verkauft die Werkzeuge, der andere die Ergebnisse. Für den einen ist es ein Produkt, für den anderen ein Geschäftsmodell. Wenn man die Werkzeuge von IBM einsetzt, ist die Folge, dass der Profit rauf und der Umsatz runter geht. Wenn man Big Data als Geschäftsmodell versteht, dann ist es genau anders herum. Big Blue wäre möglicherweise heute jene beispielhafte Unternehmung, das Vorbild des 21. Jahrhunderts, wenn sie beides miteinander kombiniert hätte. In den siebziger Jahren haben Auguren genau dies in IBM mit Blick auf das Jahr 2000 gesehen. Doch IBM hat sich lange vor Akers, Gerstner, Palmisano und Romnetty entschieden, einen anderen Weg zu gehen. Der Weg, der irgendwann im Namenlosen enden wird. Aber könnte ja heißen, dass zuvor der Konzern aufgespalten wird - zur Sicherung des Profits. Und Google könnte dann im Wettstreit mit Apple schauen, welche Teile man übernehmen wird.
Es kann indes auch sein, dass eines Tages ein Unternehmer, ein richtiger Unternehmer, an die Spitze des Unternehmens tritt und den Giganten endlich entfesselt. Angst muss man davor nicht haben. Denn mit Google und Apple hat IBM Mitbewerber, die sehr wohl eine weitere, mächtige Konkurrenz vertragen könnten.
Es ist bereits jetzt gut, dass Google einen Gegner wie Apple hat. Das hält beide Unternehmen in Atem. Und Wettbewerb ist immer noch besser als jede Kartellklage, sollte übrigens auch nicht durch irgendwelche blödsinnigen Patentklagen gestört werden. Aber die Justiz braucht ja auch ihre Bühne...
Raimund Vollmer

Google: Umsatz rauf, Profit runter

Fast schon die Ausmaße eines Crashs hatte gestern die vorzeitige Verkündung der Quartalsergebnisse von Google. Der Druckdienstleister des Suchmaschinenimperiums hatte aus Versehen vorzeitig die Ergebnisse publiziert. Und weil darin zwar der Quartalsumsatz um 45 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar gestiegen war, aber der Gewinn von 2,73 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 2,18 Milliarden Dollar gesunken war, nahmen es die Anleger dem Unternehmen richtig übel und ließen den Kurs der Aktie um neun Prozent abstürzen. Er musste sogar angehalten werden und beendete schließlich den Tag mit einem Minus von acht Prozent.
Kein Mensch schien sich dafür zu interessieren, dass Google der Umstieg auf eine Multiscreen-Umgebung geschafft hat. Neben den Desktops mit ihren großen Bildschirmen hat sich Google voll und ganz auf die Mobilwelt eingestimmt, aus der bereits acht Milliarden Dollar Umsatz generiert werden. Höhere Kosten bei sinkenden Werbepreisen haben andererseits das Geschäftsergebnis verhagelt. Und der Erwerb von Motorola Mobility hat auch nicht gerade zu einer Verbesserung der Erlös-Situation geführt. 527 Millionen Dollar Verlust brachte Motorola in dem am 30. September beendeten Quartal ein.
Nichtsdestotrotz: Inzwischen bevölkern eine halbe Milliarde Android-Geräte die Erde. Und täglich kommen 1,3 Millionen dazu.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.10.2012: After Google disappoints, Page points at future growth chances

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Click zurück: Vor 15 Jahren wurde Bill Gates der reichste Mann der USA

Jedenfalls machte ihn dazu das Magazin Forbes. Sein Vermögen damals: 6,3 Milliarden Dollar.

Der Google-Click ins Data Center der Welt

So sieht also eine Cloud aus: Erstmals gewährt das Suchimperium Google der Welt einen Blick in seine gigantischen Datenzentralen. 
CLICKEN SIE SICH DOCH MAL REIN: HIER.

Richterin: Apple soll mehr Zahlen veröffentlichen...

... wenn das Unternehmen der Meinung sei, dass der durch Samsungs Patentverletzungen entstandene Schaden größer sei als die die Milliarde Dollar, die ihr das Gericht zugestanden hat. Das Verfahren war von Lucy Koh am Bezirksgericht von Nordkalifornien geleitet worden und steht momentan zur Berufung bei der nächsthöheren Instanz an. Apple veröffentlich in seinen Quartalsergebnissen keine nach Produktgruppen geordnete Profitmargen. Die Kalifornier behaupten, dass diese Kennzahlen für den Wettbewerb wertvolle Informationen enthalten würden, die man nicht preisgeben werde. Die Gerichte nutzen zur Beurteilung der Lage Daten, die Marktforschungsunternehmen wie IDC bereitstellen. Allerdings werden diese nicht veröffentlich, da IDC davon lebt, dass dieses Institut seine Rechercheergebnisse auch anderen verkaufen kann. Journalyse-Quelle: Computerworld, 17.10.2012: Apple financial data may be unsealed in Samsung case

Mittwoch, 17. Oktober 2012

IBMs Qual-Tal: Hauptsache der Profit stimmt...


... möchte man meinen, wenn man sich das jüngste Quartalsergebnis dieses einstmals so stolzen Unternehmens anschaut. Mit insgesmt 24,7 Milliarden Dollar Umsatz lagen hier die Zahlen um fünf Prozent unter denen des Vergleichszeitraum des Vorjahres.Dabei kam Big Blue auf dem Heimatkontinent, den "Americas", mit einem Minus von vier Prozent auf 19,4 Milliarden Dollar noch ganz gut davon. Im EMEA-Sektor (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) waren es indes neun Prozent die fehlten. Hier kamen nur 7,2 Milliraden Dollar rein. Selbst die doch so expansionsbestimmte Region Asia-Pacific musste sich mit einem Plus von einem einzigen, winzigen Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar begnügen. So weit die regionale Sicht. Geht man nach Produktgruppen, wird einem auch nicht wohler. Die Global Technology Services buchten 9,9 Milliarden Dollar und damit vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Global Business Services machten sogar mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar ein Minus von sechs Prozent. Sogar die Software-Umsätze blieben mit 5,8 Milliarden Dollar ein Prozent unter den Zahlen des Vorjahres. Middleware-Produkte, gestern noch Star der Bilanz, hatten auch nicht gerade eine Erfolgssträhne. Mit WebSphere, Tivoli und Lotus machte IBM 3,6 Milliarden Dollar Umsatz, ein Prozent weniger als 2011 im 3. Quartal.
Arg erwischte es den Sektor Systems & Technology Division. Der stürzte um 13 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar ab.
Kommentar. 
Beim Rätselraten um die Ursachen dieses sicherlich auch weltkonjunkturell bestimmten Ergebnisses meinen die Analysten, dass die großen Kunden zunehmend davon abrücken, große Projekte nur noch großen Lieferanten anzuvertrauen, sondern diese klugerweise auf kleinere zu verteilen. Das lässt hoffen, dass diese elende Großmannssucht, die inzwischen die gesamte Wirtschaftswelt erfasst hat, endlich ein Ende findet. Bei dem vor 25 Jahren mit dem Reengineering der Geschäftsprozesse gestarteten Versuch, auf der Lieferantenseite die Zahl der Betriebe zu verkleinern, haben die Einkaufsabteilungen gänzlich den Überblick über den Markt und seine Wettbewerbsschancen verloren - an eine Management-Bürokratie, die sich in erster Linie mit der Verteilung der Jobs selbst vollfraß. Die Anwender müssen ihre Projekte wieder selbst in die Hand nehmen, wissen, was sie wollen und es auch durchhalten können. Dieser Wandel wird sich fortsetzen.
Wehe dem, der sein Prestige, nur mit den Big Playern zusammenzuarbeiten, also mit den angeblichen Profis, über die Chance erhebt, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die in erster Linie daran interessiert sind, das Projekt zu stemmen! Er wird sein blaues Wunder erleben. Eine Umkehr ist dringend geboten. Hoffentlich unterstützen die Vorstände dies. In der Arroganz der großen, weiten Welt haben sie sich nun lange genug gebadet. Jetzt wartet auf die Anwender-Kunden die große Herausforderung. Dass Insourcing da wieder ein Thema wird, sollte man - trotz Wolken-Schieberei - nicht übersehen.
Raimund Vollmer

Großbritannien verweigert Auslieferung eines Hackers an die USA...

... mit der Begründung, dass der seit zehn Jahren von der amerikanischen Justiz verfolgte Hacker schwer erkrankt sei. Er habe Depressionen und leide unter dem Asperger Syndrom. Zu Beginn des Jahrhunderts habe Gary McKinnon das US-Militätnetz geknackt und wichtige Geheiminformationen gelöscht. Deswegen sei er im November 2002 von einem US-Gericht angeklagt worden.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 16.10.2012: U.K. Blocks Extradition of Alleged Hacker