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Freitag, 22. Januar 2010

EU-Kommission: Alles klar zwischen Oracle und Sun...

... und zwar ohne irgendwelche Bedingungen gab Wettbewerbs-Kommissarin Neelie Kroes jetzt den 7,4 Milliarden Dollar schweren Deal frei. Es wird nun erwartet, dass auch Russland und China grünes Licht geben.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal. 22.1.2010: EU Clears Oracle to Buy Sun Microsystems

Dienstag, 28. April 2009

Was macht Oracle mit Java...

... das fragt sich inzwischen die Szene. Einerseits ein Schwergewicht gegen die Microsoft-Dominanz, besitzt diese bei Sun entwickelte Sprache viele Freunde im gegnerischen Lager eines Mannes, der vielleicht sogar noch stärker polarisiert als Bill Gates: Larry Ellison. Dessen knallhartes, aggressives Umgehen mit dem Mitbewerbern passt nicht zur Java-Kultur. "Soft power" sei gefragt, meint Bill Wgyman, Analyst beim Beratungshaus ISI, gegenüber der Financial Times. Zudem verlangt die Sprache jemanden, der einerseits ihre Offenheit pflegt, andererseits sie aber auch so zusammenhält, dass sich ihre Weiterentwicklung strategisch ausbauen lässt.
Das Analysehaus Gartner mutmaßt derweil, dass Oracle nach neuen Geschäftsmodellen suchen wird, mit denen sich höhere Wertschöpfungen erzielen lassen. Eine Erhöhung der Lizenzgebühren wäre dabei eine plumpe Strategie, raffinerter wäre ein Beteiligungsmodell an allen Anwendungen, die mit Java geschrieben werden.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 24.4.2009, Richard Waters, joseph Menn: "Oracle faces culture shock in Sun's open source world"

Mittwoch, 22. April 2009

Sun: McNealy war gegen IBM und wollte kein zweites Yahoo werden...

... deshalb entschied er sich gegen Big Blue und für Big Larry, kommentiert das Wall Street Journal das Geschehen hinter den Kulissen. Für ihn war wohl klar, wenn er keine Alternative zu der Offerte von IBM haben würde, dann könnte er mit Yahoo einen Verein der Verweigerer gründen und wie diese, die Angebote von Microsoft abgelehnt hatten, an der Börse und im Markt versauern. So aber zauberte er mit Oracle den White Knight Larry Ellison hervor, der ihn ritterlich in sein Oracle-Imperium aufnahm.
Zudem habe IBM bei den Verhandlungen durchschimmern lassen, dass sie die Sparc-Produktion einstellen wollte und damit die Sun-Server-Welt beendet hätte.
Das war zuviel für den stolzen Sun-Gründer.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.4.2009, Therese Poletti: "With Oracle, Sun avoids becoming another Yahoo"

Donnerstag, 26. März 2009

IBM: 80 Aufkäufe in der Regierungszeit von Sam Palmisano...

... und der größte Deal steht noch bevor: Der Kauf von Sun Microsystems. Inzwischen ist das Due-Diligence-Stadium erreicht, in dem die Anwälte in die Bücher und Verträge von Sun Microsystems hineinschauen. Sun hat etliche Cross-Licence-Arrangements mit anderen Unternehmen. Dieser Überprüfungs-Prozess wird mehrere Tage dauern. Mal schaun, was dabei rauskommt...
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 23.3.2009: "IBM scours Sun's contract"

Dienstag, 24. März 2009

Wenn Big Blue Sun schluckt...

... dann stellt sich laut FAZ-Kommentar von heute folgende Herausforderung:
»Auf lange Sicht wird die Übernahme nur dann ein Erfolg werden, wenn IBM mehr aus Sun herausholen kann, als Sun selbst geschafft hat.«
Journalyse-Quelle: FAZ, 24.3.2009, Roland Lindner: "Gewagtes Manöver"

Donnerstag, 19. März 2009

IBM will Sun für 6,5 Mrd. Dollar übernehmen...

... berichtet die Financial Times. Das wäre die größte Unternehmensaquisition in der Geschichte von Big Blue. Die beiden Firmen, die über zwei Jahrzehnte hinweg heftige Rivalen waren, würden dann das High-End-Server-Geschäft (Weltmarkt: 25,5 Milliarden Dollar) dominieren. Ob der Deal bei den Antitrust-Behörden durchgeht, ist eine zweite Frage. Allerdings wurde gemunkelt, dass auch der Japaner Fujitsu an dem amerikanischen Kleinod interessiert sei. Nachdem die Meldung überf IBMs Ambitionen raus war, stieg der Aktienkurs von Sun um 79 Prozent. Sun habe einen Kasenbestand von 1,5 Milliarden Dollar, was den Deal auf insgesamt acht Milliarden Dollar erhöht. Am gesamten Server-Markt hat Sun einen Marktanteil von 10,6 Prozent. Zusammen würden IBM und Sun auf 43 Prozent kommen - was immer noch weit entfernt ist von den 70 Prozent, die IBM in den sechziger und siebziger Jahren besaß.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 19.3.2009, Julie Macintosh, Richard Waters: "IBM in $6.5 move for Sun" - Wall Street Journal, 19.3.2009, Matthew Karnitschig, William M. Bulkeley, Sustin Scheck: IBM in talks to acquire Sun Microsystems to add Web heft"

Ursprünglicher Text
Die Meldungen von heute stehen hier erst morgen...
... weil das Journalyse-Team unterwegs war. Aber wir holen das morgen an dieser Stelle nach.
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