»In Pekinger Cafés sind praktisch hundert Prozent der Gäste mit iPhone, iPad oder Mac-Computer ausgestattet, die sie ngleich nach dem Eintreffen in Betrieb nehmen. Auch Freunde und Familien, die gemeinsam kommen, fühlen sich im Kaffeehaus erst wohl, wenn jeder Einzelne angelegentlich auf sein Gerät guckt.«
Mark Siemons, FAZ, 22.8.2011: "In diesem Apfel steckt kein Wurm"
Montag, 22. August 2011
US-Patentkrieg: Acacia Research knöpft sich Apple vor...
... und hat nach wohl erfolgreichen Verhandlungen mit Motorola und Nokia nun auch Apple, LG Electronics und AT&T im Visier eines Gerichts in Texas. Der Japaner Access Inc., Partner von Acacia, kaufte 2005 für 324 Millionen Dollar von Palm deren in das Subunternehmen PalmSource Inc. ausgelagerte Software-Aktivitäten. Nun nutzt Acacia, das offensichtlich die Rechte besitzt oder vertritt, die Palm-Patente, um gegen die Hersteller vorzugehen. Apple, LG und AT&T haben das texanische Gericht gebeten, das Verfahren auszusetzen, solange sie außergerichtlich mit Acacia verhandeln.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.8.2011: Cellphone Patent Disputes Piling Up
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.8.2011: Cellphone Patent Disputes Piling Up
US-Patentkrieg: Heute Hearing der International Trade Commission
... im Fall Microsoft versus Motorola. Sollte sich die amerikanische Aufsichtsbehörde für Micorosoft entscheiden, dann könnte dies zur Folge haben, dass Smartphones von Motorola, die auf dem Betriebssystem Android von Google basieren, nicht importiert werden dürfen.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.8.2011: Cellphone Patent Disputes Piling Up
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.8.2011: Cellphone Patent Disputes Piling Up
Sonntag, 21. August 2011
Ist der PC tot? 82 Prozent sagen Nein...
... so das bisherige Ergebnis einer Umfrage von Computerworld.
Machen Sie doch mit! HIER
Eine gute Analyse lesen Sie in der Washington Post.
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Ausverkauft! HPs TouchPads gingen weg wie warme Semmeln...
... bei einem Preis von 99 Dollar mit 16 Gigabyte Speicher und 150 Dollar für die doppelte Speichermenge. Praktisch ausverkauft waren die Geräte zumindest in New York. Und auch auf der Website ist der Verkauf so gut wie eingestellt. Ursprünglich kosteten die Geräte 499 Dollar respektive 599 Dollar. Der Grund: Im Rahmen ihrer massiven Restrukturierung steckt HP das Geschäft mit Smartphones und Tablets auf.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 20.8.2011: HP's $99 TouchPad tablet selling out in retailer fire sale
Journalyse-Quelle: Computerworld, 20.8.2011: HP's $99 TouchPad tablet selling out in retailer fire sale
Samstag, 20. August 2011
HP: 12 Milliarden Dollar Börsenwert vernichtet...
1982 stellte sich bereits die Frage, die HP nun neu beantworten muss. Der John Young von damals heißt heute Leo Apotheker...
... fast soviel wie HP für das Softwarehaus Autonomy bezahlt. So geschehen gestern. Damit gerät HP ganz stark in die Nähe ihres Sechsjahrestiefs. Der Grund: Die Verselbständigung des PC-Geschäft missfällt den Investoren - die, als HP Compaq für 25 Milliarden Dollar kaufte, damals gegen diesen Deal waren. Damals meinten die Anleger (allen voran die Familie Hewlett), dass im PC-Geschäft nichts mehr zu verdienen sei - das war vor zehn Jahren.
So berichtet heute das Wall Street Journal.
Freitag, 19. August 2011
Wann, wenn nicht jetzt...
Mitten im "Börsen-Crash" sorgt HP für einen Paukenschlag - Autonomy ist die umworbene Braut. Und so will der Technologie-Gigant seine Hardware-Sparte abspalten und zu einem fokussierten Software- und Service-Spezialisten werden. Dafür zahlt HP einen augenscheinlich hohen Preis. Immerhin über 10 Milliarden US-Dollar, dabei machte Autonomy in 2010 gerade einmal 0,8 Milliarden Dollar Umsatz bei einem Überschuss von 0,2 Milliarden Dollar. Insofern zahlt HP für den Wissensmanagement-Spezialisten Autonomy mehr als das 11-fache des Umsatzes bzw. mehr als das 40-fache des Nachsteuergewinnes. Stolze Preise, die an die Zeiten der DotCom-Blase erinnern. Ob sich das rechnet - das wird die Zukunft zeigen. Die Aktionäre jedenfalls sind skeptisch und lassen die Aktie fallen. Doch in den USA hätte HP womöglich noch mehr bezahlt. Denn es ist eine Konsolidierungswelle in der IT-Branche im Gange und bei dem aktuellen Börsenumfeld bietet sich vielleicht das eine oder andere "wirkliche" Schnäppchen. Bleibt abzuwarten, wie IBM & Co. reagieren.
Nach HPs Entscheidung: Alle loben IBM...
... und meinen, dass Big Blues Geschäftsmodell, das ausschließlich auf Software & Services für institutionelle Anwender basiert, "phänomenal" (so ein Analyst) sei. Vor allem mit ihrer Investitionsstrategie in den 14 Milliarden Dollar teuren Aufkauf von 24 Firmen, die mit Analyse-Software und -Werkzeugen reussieren, würde sie sich grandios hervortun. Das alles vollzieht sich vor dem Vergleich zwischen IBM und Hewlett-Packard, die nun mit dem geplanten 10 Milliarden Dollar schweren Erwerb von Autonomy, einem britischen Softwarehaus, versucht, mit Big Blue im Analyse-Geschäft gleichzuziehen. 200 Milliarden Dollar würden in diesem Markt 2015 weltweit umgesetzt. Und IBM will hier dann 16 Milliarden Dollar erwirtschaften. Das wäre dann ein Marktanteil von acht Prozent. Das ist weit entfernt von den Ansprüchen, die der einstige Marktführer aller Klassen an sich selbst stellte. Aber das nur nebenbei.
Im Vergleich zu HP scheint IBM alles richtig zu machen. Aber sind die Kalifornier wirklich die richtige Vergleichsreihe? Muss sie sich nicht vielmehr messen mit Apple, Facebook, Google - und Amazon?
Müssen sich nicht alle daran orientieren, auch Intel und Microsoft, SAP und Oracle sowie alle anderen?
Es geht nicht darum, dass sie das Geschäftsmodell der Fab 4 des Web 3.0 nachäffen. Es geht darum, ob sie alle eine Vorstellung von dem haben, was als nächste Welle über die IT-Welt hinwegschwappt - jenseits der heute aktuellen Tablets und Clouds. Im momentanen Umfeld sind die Positionen klar verteilt. Wir kennen die Gewinner & Verlierer, die wiederum alles versuchen, trotzdem als Gewinner dazustehen (- und wenn sie sich mit den falschen vergleichen lassen...)
Stellen wir uns einfach mal vor, dass im Jahr 2015 IBMs Analyse-Software herausfindet, dass zwar nur drei Prozent des Wertes, den eine Volkswirtschaft oder ein Unternehmen generiert, auf Importen aus China basiert. (Was man allerdings schon heute wissen könnte.) Stellen wir uns zudem vor, dass diese clevere Software uns sagt, dass in diesen drei Prozent längst unser gesamtes Wissen steckt. (Was man zum Beispiel schon heute aus folgendem Beitrag entnehmen könnte: Fast Business) In dem gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess - so die These einer in der Online-Ausgabe der Zeitschrift The Economist geführten Debatte - steckt das gesamte Knowhow, um auch die darauf aufbauenden Service und Verbesserungen zu kreieren und zu dominieren. Das war die Position des Volkswirtschafters Ha-Joon Chang, Cambridge University, der meinte, dass man das Produktionswissen nicht so einfach aufgeben dürfe. Ein Land wie die Schweiz, von dem jeder annimmt, dass es vor allem vom Service (Bankensektor etc.) lebt, habe in der Produktion die höchste Wertschöpfung (Manufacturing value added). Das heißt: die Schweiz achtet sehr stark darauf, dass das Wissen im Land generiert wird, indem es die Hand auf der Produktion behält.
Übertragen auf die IT-Szene: Apples Erfolg sei nicht all das Blendwerk des Designs und der Läden, sondern basiert auf der Tatsache, dass die Firma das Knowhow unter ihrer Kontrolle behält. Und wir können davon ausgehen, dass dies bei Facebook, Google und Amazon ebenfalls so ist.
(Wird fortgesetzt)
Im Vergleich zu HP scheint IBM alles richtig zu machen. Aber sind die Kalifornier wirklich die richtige Vergleichsreihe? Muss sie sich nicht vielmehr messen mit Apple, Facebook, Google - und Amazon?
Müssen sich nicht alle daran orientieren, auch Intel und Microsoft, SAP und Oracle sowie alle anderen?
Es geht nicht darum, dass sie das Geschäftsmodell der Fab 4 des Web 3.0 nachäffen. Es geht darum, ob sie alle eine Vorstellung von dem haben, was als nächste Welle über die IT-Welt hinwegschwappt - jenseits der heute aktuellen Tablets und Clouds. Im momentanen Umfeld sind die Positionen klar verteilt. Wir kennen die Gewinner & Verlierer, die wiederum alles versuchen, trotzdem als Gewinner dazustehen (- und wenn sie sich mit den falschen vergleichen lassen...)
Stellen wir uns einfach mal vor, dass im Jahr 2015 IBMs Analyse-Software herausfindet, dass zwar nur drei Prozent des Wertes, den eine Volkswirtschaft oder ein Unternehmen generiert, auf Importen aus China basiert. (Was man allerdings schon heute wissen könnte.) Stellen wir uns zudem vor, dass diese clevere Software uns sagt, dass in diesen drei Prozent längst unser gesamtes Wissen steckt. (Was man zum Beispiel schon heute aus folgendem Beitrag entnehmen könnte: Fast Business) In dem gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess - so die These einer in der Online-Ausgabe der Zeitschrift The Economist geführten Debatte - steckt das gesamte Knowhow, um auch die darauf aufbauenden Service und Verbesserungen zu kreieren und zu dominieren. Das war die Position des Volkswirtschafters Ha-Joon Chang, Cambridge University, der meinte, dass man das Produktionswissen nicht so einfach aufgeben dürfe. Ein Land wie die Schweiz, von dem jeder annimmt, dass es vor allem vom Service (Bankensektor etc.) lebt, habe in der Produktion die höchste Wertschöpfung (Manufacturing value added). Das heißt: die Schweiz achtet sehr stark darauf, dass das Wissen im Land generiert wird, indem es die Hand auf der Produktion behält.
Übertragen auf die IT-Szene: Apples Erfolg sei nicht all das Blendwerk des Designs und der Läden, sondern basiert auf der Tatsache, dass die Firma das Knowhow unter ihrer Kontrolle behält. Und wir können davon ausgehen, dass dies bei Facebook, Google und Amazon ebenfalls so ist.
(Wird fortgesetzt)
HP will PC-Geschäft ausgliedern: Die 40-Milliarden-Dollar-Tochter...
... die damit nun auch vor iPads, iPhones und anderen, androiden Touchscreens kapituliert. So beschreibt in etwa das Wall Street Journal die gestrige Ankündigung von Hewlett-Packard, das PC-Geschäft, das immerhin ein Drittel des Konzernumsatzes ausmacht, in eine selbständige Tochter auszusiedeln. 2,6 Prozent Wachstum - mehr sei laut IDC momentan im PC-Geschäft nicht drin. Und mit maximal einer Gewinnspanne von sechs Prozent sei das Business auch zunehmend unattraktiv. Apple hingegen, die ja das Ende der PC-Ära nun auch verheißt (es wird seit etwa 20 Jahren prognostiziert), habe Margen um die 15 Prozent, heißt es.
Kommentar: Natürlich denkt jeder an IBMs Entscheidung 2oo5, aus dem PC-Geschäft auszusteigen und es dem Chinesen Lenovo zu überlassen. Natürlich fällt einem ein, dass Lenovo kürzlich Medion übernahm. Natürlich denkt man an die Verkaufserfolge von Apple, die über Jahrzehnte hinweg mit ihrem Mac im PC-Geschäft eine Marginalie gewesen war - und nun aus vollen Rohren schießt, um erstens mit ihren Macs von dem angeblichen Untergang des PCs zu profitieren, dessen Schicksal sie zweitens mit ihren Kleingeräten erst provoziert hat. iPads und iPhones sind das, was Lou Gerstner, Chef der IBM zwischen 1993 und 2005, Thin Clients nennen ließ. In seiner Regierungszeit wollten sie sich nicht etablieren und Bill Gates lachte sich ins Fäustchen. Jetzt sind sie überall, anders als gedacht und zur Überraschung aller. Was aber geschieht nun mit dem PC-Geschäft? Vielleicht nur ein Hinweis: Nachdem die Chinesen und Inder das Stahlgeschäft an sich gerissen haben, ist Stahl teurer geworden, sehr viel teurer...
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 19.8.2011: H-P Explores Quitting Computers as Profits Slide
Kommentar: Natürlich denkt jeder an IBMs Entscheidung 2oo5, aus dem PC-Geschäft auszusteigen und es dem Chinesen Lenovo zu überlassen. Natürlich fällt einem ein, dass Lenovo kürzlich Medion übernahm. Natürlich denkt man an die Verkaufserfolge von Apple, die über Jahrzehnte hinweg mit ihrem Mac im PC-Geschäft eine Marginalie gewesen war - und nun aus vollen Rohren schießt, um erstens mit ihren Macs von dem angeblichen Untergang des PCs zu profitieren, dessen Schicksal sie zweitens mit ihren Kleingeräten erst provoziert hat. iPads und iPhones sind das, was Lou Gerstner, Chef der IBM zwischen 1993 und 2005, Thin Clients nennen ließ. In seiner Regierungszeit wollten sie sich nicht etablieren und Bill Gates lachte sich ins Fäustchen. Jetzt sind sie überall, anders als gedacht und zur Überraschung aller. Was aber geschieht nun mit dem PC-Geschäft? Vielleicht nur ein Hinweis: Nachdem die Chinesen und Inder das Stahlgeschäft an sich gerissen haben, ist Stahl teurer geworden, sehr viel teurer...
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 19.8.2011: H-P Explores Quitting Computers as Profits Slide
Donnerstag, 18. August 2011
HP möchte Autonomy schlucken
Das Wall Street Journal berichtet in seiner Online-Augabe,dass sich Hewlett-Packard (HP) von seinem PC-Geschäft trennen und gleichzeitig den Software-Anbieter Autonomy für rund 10 Mrd USD übernehmen will.
Journalyse-Quelle: http://online.wsj.com/article/BT-CO-20110818-712605.html
Journalyse-Quelle: http://online.wsj.com/article/BT-CO-20110818-712605.html
USU weiter auf Wachstumskurs
Möglingen, 18.08.2011 - Die USU Software AG (ISIN DE000A0BVU28) hat heute ihre finalen Geschäftszahlen für das zweite Quartal sowie den 6-Monatszeitraum 2011 bekannt gegeben. Danach steigerte USU sowohl im Berichtsquartal als auch auf Halbjahressicht den Konzernumsatz um etwa ein Drittel (Q2-2011: EUR 10,2 Mio. versus Q2-2010: EUR 7,7 Mio. / H1-2011: EUR 20,8 Mio. versus H1-2010: EUR 15,2 Mio.) und erzielte eine Verachtfachung des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, EBITDA (Q2-2011: EUR 1,3 Mio. versus Q2-2010: EUR 0,2 Mio. / H1-2011: EUR 2,5 Mio. versus H1-2010: EUR 0,3 Mio.). Aufgrund der äußerst positiven Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2011 bestätigt der Vorstand der USU Software AG seine Anfang des Monats veröffentlichte Prognose, welche für das laufende Jahr im Gesamtkonzern einen Umsatz von über EUR 43 Mio. und ein EBITDA von mindestens EUR 6 Mio. vorsieht.
Die vollständige Pressemitteilung ist unter folgendem Link erreichbar:
USU-Pressemitteilungen
Der zugehörige 6-Monatsbericht 2011 ist downloadbar unter:
USU-Finanzberichte
Die vollständige Pressemitteilung ist unter folgendem Link erreichbar:
USU-Pressemitteilungen
Der zugehörige 6-Monatsbericht 2011 ist downloadbar unter:
USU-Finanzberichte
IBM-Forschung: Chips mit Grips simulieren Gehirn...
... berichtet heute Computerworld. Demnach ist es der IBM-Grundlagenforschung gelungen, Chips zu entwickeln, die die Funktionsweise des menschlichen Gehirn nachahmen. Diese Prototypen, die sich digitalen Neuronen bedienen, seien ein radikal anderer Ansatz als Halbleiter, die wir heute kennen und die über kurz oder lang an ihre pyhsischen Grenzen stoßen. Das amerikanische Verteidigungsministerium unterstützt u.a. über DAPRA die weitere Forschung mit 16,1 Millionen Dollar.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.8.2011: IBM brings brain power to experimental chips
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.8.2011: IBM brings brain power to experimental chips
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