Unter bestimmten Umständen würde es Sinn machen, sich von Lotus Notes zu verabschieden und zu einem anderem Email-System überzuwechseln, heißt es in einem Report der Analyse- und Beratungsfirma Gartner. Den sugerierten Notes-Ausstieg und den Fall der Dominos will IBM natürlich nicht hinnehmen, und Ed Brill, Chef des Lotus-Marketings, publiziert in einem Blog seinen Gegenreport. Er wirft Gartner vor, mit ihrem Bericht Beratungskunden fangen zu wollen. Das lässt sich Gartner-Mann Tom Austin natürlich nicht bieten und antwortet in seinem Blog, dass zwischen dem 1. Juli 2009 und dem 30.April 2010 116 Klienten bei ihnen wegen Abwanderungs-Beratung angefragt hätten, aber niemand wegen ähnlicher Erlösungssuche von Microsoft hin zu IBM angefragt habe...
IBM: Ed Brills Blog finden Sie HIER (blog post) oder auch nicht (Verbindung war heute nicht möglich).
Gartner: Tom Austins Blog finden Sie DORT.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 9.8.2010: IBM, Gartner spar over Notes report
Dienstag, 10. August 2010
Antwort gesucht: Brennende Fragen an Google von Google
»Soll (Google) mehr das ausnutzen, was sie über Gmail-Benutzer weiß? Soll sie eine brete Handelsplattform für den Kauf und Verkauf von Web-Daten errichten? Soll sie Leute dafür bezahlen lassen, dass sie keine Werbung mehr sehen?«
The Wall Street Journal in einem Bericht über die Weltsuchmaschine, die diese Fragen in einem siebenseitigen, vertraulichen Dolument unter dem Titel "Vision Statement" an sich selbst richtete
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 10.8.2010: Google Agonizes on Privacy as Ad World Vaults Ahead
The Wall Street Journal in einem Bericht über die Weltsuchmaschine, die diese Fragen in einem siebenseitigen, vertraulichen Dolument unter dem Titel "Vision Statement" an sich selbst richtete
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 10.8.2010: Google Agonizes on Privacy as Ad World Vaults Ahead
Zitat des Tages: Exportwirtschaft
»Die deutsche Exportwirtschaft jubelt.«
Aus einem Kommentar der FAZ, 10.8.2010
Aus einem Kommentar der FAZ, 10.8.2010
Montag, 9. August 2010
Microsoft-Bugs: Morgen, Finder, wird's was geben...
... dann wird der Softwaremeister aus Redmond 14 Updates publizieren, die zugleich 34 Patches enthalten. Acht dieser Updates sind als "critical" apostrophiert. Zudem wird der Google-Forscher Tavis Ormandy eine Würdigung dafür erfahren, dass er vier Bugs gefunden und - privat - gemeldet hat. Im Juli hatte Ormandy Microsoft dadurch aufgeschreckt, dass er einen Bug in Microsoft Help and Support Center entdeckt und nach Redmond gemeldet hatte. Nachdem dort tagelang nichts geschah, hatte er die Sicherheitslücke veröffentlicht, was zu heftigen Diskussionen in der Szene führte.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 6.8.2010: Microsoft to thank Google researcher for privately reporting Windows bugs
Journalyse-Quelle: Computerworld, 6.8.2010: Microsoft to thank Google researcher for privately reporting Windows bugs
Sonntag, 8. August 2010
Video-Vergleich: Win7 versus iPad
Bei YouTube gibt es ein schönes Video,
bei dem Microsoft gegen Apple antritt - auf dem Tablett.
CLICKEN SIE HIER!!!
bei dem Microsoft gegen Apple antritt - auf dem Tablett.
CLICKEN SIE HIER!!!
IBMs Jetter: Die Minus-Macher aus Deutschland...
... wurden jetzt von ihrem Chef, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland Martin Jetter, kräftig gerügt. Denn das zweite Quartal schloss das einstige Wunderkind im Global Blueland mit einem Umsatzrückgang von sieben Prozent ab, während weltweit wenigstens noch ein Plus von zwei Prozent herauskam. Was immer die Gründe sein mögen, dass IBM ihre "Ziele verfehlt" und ihr "Potential nicht ausgeschöpft" hatte sowie "zu wenig Neugeschäft" generiert hatte, wie Jetter in einem Brief an die 21.500 Mitarbeiter rügte, er kommt schon der Wahrheit ziemlich nahe, wenn er als Ursache die Unzufriedenheit der Kunden nennt: "Unzureichender Service, lange Lösungszeiten, schlechte Transparenz". So berichtet heute die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Kommentar: Jetter muss sich dabei an die eigene Nase packen. Denn wer zwei Jahre hintereinander sich zur Hauptversammlung der Großkundenvereinigung GSE als Eröffnungsredner ankündigt, um dann doch kurzerhand abzusagen, darf sich nicht wundern, wenn die Herren und Damen der IT-Budgets sich bei Projekten und Produkten auch anders entscheiden. Und wenn dann - wie in diesem Jahr - die Ersatzrednerin auch noch verschnupft darüber ist, dass sie und IBM nicht so gut wegkommen, dann ist dies ein doppeltes Indiz dafür, dass Jetter nicht unbedingt die besten Leute um sich geschart hat. Dass Big Blue, die nun 100 Jahre hier in Deutschland ist, dieses Jubiläum nicht feiert und stattdessen auf das Jubiläum der Mutter in 2011 setzt, ist ein weiteres Armuts-Zeugnis für die deutsche IBM, die dereinst so stolz auf sich und ihre Kunden war. Das galt übrigens auch umgekehrt.
Journalyse-Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.8.2010: "Der IBM Chef tadelt"
Kommentar: Jetter muss sich dabei an die eigene Nase packen. Denn wer zwei Jahre hintereinander sich zur Hauptversammlung der Großkundenvereinigung GSE als Eröffnungsredner ankündigt, um dann doch kurzerhand abzusagen, darf sich nicht wundern, wenn die Herren und Damen der IT-Budgets sich bei Projekten und Produkten auch anders entscheiden. Und wenn dann - wie in diesem Jahr - die Ersatzrednerin auch noch verschnupft darüber ist, dass sie und IBM nicht so gut wegkommen, dann ist dies ein doppeltes Indiz dafür, dass Jetter nicht unbedingt die besten Leute um sich geschart hat. Dass Big Blue, die nun 100 Jahre hier in Deutschland ist, dieses Jubiläum nicht feiert und stattdessen auf das Jubiläum der Mutter in 2011 setzt, ist ein weiteres Armuts-Zeugnis für die deutsche IBM, die dereinst so stolz auf sich und ihre Kunden war. Das galt übrigens auch umgekehrt.
Journalyse-Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.8.2010: "Der IBM Chef tadelt"
Samstag, 7. August 2010
HP-Chef Mark Hurd: Rücktritt wegen "sexuellen" Fehlverhaltens
... das zwar nicht so weit ging, dass er rechtlich zu belangen sei, aber doch gegen die Leitlinien des Unternehmens verstoße. Er hatte ein Verhältnis mit einer einem "weiblichen Marketing-Kontraktor" angefangen und dabei durch falsche Belege versucht, die Beziehung geheim zu halten, heißt es. Hurd verläßt das Unternehmen mit zwöf Millionen Dollar Cash und "tonnweise Aktien", schreibt das Wirtschaftsmagazin Fortune. Nun muss ein Nachfolger gesucht werden.
Journalyse-Quelle: Fortune,6.8.2010: HP chief Hurd quits after sexual harassment claim
Kommentar: Hurd sei der letzte, von dem man geglaubt hätte, dass er zu so etwas fähig gewesen sei, schreibt Fortune und erinnert an Bob Moffat, den früheren Finanzchef von IBM, der wegen Insider-Handel in U-Haft geriet und sich schuldig bekannte. Auch er stolperte über eine Frau.
Dessen Geschichte hat Fortune übrigens unlängst recherchiert. HIER FINDEN SIE DIE STORY-
Journalyse-Quelle: Fortune,6.8.2010: HP chief Hurd quits after sexual harassment claim
Kommentar: Hurd sei der letzte, von dem man geglaubt hätte, dass er zu so etwas fähig gewesen sei, schreibt Fortune und erinnert an Bob Moffat, den früheren Finanzchef von IBM, der wegen Insider-Handel in U-Haft geriet und sich schuldig bekannte. Auch er stolperte über eine Frau.
Dessen Geschichte hat Fortune übrigens unlängst recherchiert. HIER FINDEN SIE DIE STORY-
Fortune: Die Search-Party ist zu Ende

»Doch Analysten schätzen,
dass 91 Prozent der Google-Umsätze
immer noch durch das Geschäftsmodell
von AdWord und AdSense generiert werden,
das rund um den bahnbrechenden,
von Page und Brin erfundenen Algorithmus aufgebaut ist.
Mehr noch: 99 Prozent des Gewinns
wird damit gemacht.«
Fortune, 29.7.2010: Google: The Search Party Is Over
Freitag, 6. August 2010
Oracles Patentklage: SAP erklärt sich für "verantwortlich"...
... berichtet das Wall Street Journal über eine auf eine Patentklage, bei der Oracle eine Milliarde Dollar Schadensersatz wegen Verletzung von Urheberrechten erhebt. Diese Summe sei zu hoch, befindet SAP, die den Schaden allensfalls im zweistelligen Millionen-Bereich sieht. Hintergrund des Verfahrens ist ein Unternehmen namens TomorrowNow, das SAP 2005 für zehn Millionen Dollar erworben hatte mit dem Ziel, Kunden im Umfeld von PeopleSoft zu gewinnen. PeopleSoft war 2007 von Oracle erworben worden. Um Kunden, die mit dem Wechsel zu Oracle nicht einverstanden waren, auf ihre Seite zu ziehen, hatte TomorrowNow offensichtlich illegal intellektuelles Eigentum von PeopleSoft angezapft.
Journalyse-Quelle: WSJ, 5.8.2010: SAP Accepts Liability in Oracle Lawsuit
Siehe auch hier: FT, 4.7.2007
Journalyse-Quelle: WSJ, 5.8.2010: SAP Accepts Liability in Oracle Lawsuit
Siehe auch hier: FT, 4.7.2007
Donnerstag, 5. August 2010
Antitrust: Warum Intel von Strafzahlungen befreit ist....
Der Grund ist ganz einfach: Die Federal Trade Commission, neben dem Justizministerium in den USA die zweite Kartellbehörde, darf gar keine Strafzahlungen verhängen, berichtet das Wall Street Journal. Da hatte es die EU-Kommission im vergangenen Jahr bequemer, als sie eine Penale in Höhe von 1,45 Milliarden Dollar forderte...
Journalyse-Quelle: WSJ, 5.8.2010: Intel Settles Antitrust Case
Journalyse-Quelle: WSJ, 5.8.2010: Intel Settles Antitrust Case
Mittwoch, 4. August 2010
Antitrust: Intel muss sich jetzt benehmen...
... und darf nicht mehr Herstellern Vorteile gewähren, damit sie treu zu Intel stehen.
... und muss Software-Herstellern helfen, ihre Anwendungen so zu compilieren, dass sie auch auf Wettbewerbs-Chips genau so schnell laufen.
... und darf die Konkurrenz nicht mit Patentklagen daran hindern, sich mit anderen Firmen zu verbünden oder gar zu verschmelzen.
... und muss Hersteller von Grafik-Karten über 2013 hinaus auf die folgenden sechs Jahre freien Zugang zum PCI Express Bus Interface gewähren.
Geschlossen wurde dieser Vergleich mit der amerikanischen Frederal Trade Commission.
... und muss Software-Herstellern helfen, ihre Anwendungen so zu compilieren, dass sie auch auf Wettbewerbs-Chips genau so schnell laufen.
... und darf die Konkurrenz nicht mit Patentklagen daran hindern, sich mit anderen Firmen zu verbünden oder gar zu verschmelzen.
... und muss Hersteller von Grafik-Karten über 2013 hinaus auf die folgenden sechs Jahre freien Zugang zum PCI Express Bus Interface gewähren.
Geschlossen wurde dieser Vergleich mit der amerikanischen Frederal Trade Commission.
Abonnieren
Posts (Atom)