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Sonntag, 20. Mai 2012

Fortune 500: "Wie Hewlett-Packard ihren Weg verlor"...


... berichtet in seiner aktuellen Ausgabe das amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune. Die Story, die HPs Odyssee seit dem Jahr 2000 verfolgt, ist eine vernichtende Kritik am Management und Board der Gesellschaft, die dereinst das Vorbild für Lauterkeit und Anständigkeit gegenüber allen Stakeholdern war. Wer die Story liest (und sie ist online HIER zu haben), erfährt viel über einen Management- und Umgangsstil, der auf Lügen, Täuschen und Tarnen basiert. Man fragt sich in der Tat: Wie konnte dieses Unternehmen, das einst eine Vorbildfunktion besaß, so tief fallen? Und man fragt sich mit Blick auf andere Firmen, in denen es nicht minder rüde zugeht, was ist eigentlich los in unserer Unternehmenswelt, in unserer Gesellschaft? Und letztlich kommt man zu dem deprimierenden Ergebnis, dass wir geführt werden von Leuten, die komplett überfordert sind, die keinen Halt haben, schon gar nicht in ihrer Gier, in ihrem Ego, das nunmal kein Ersatz für Charakter ist.
Journalyse-Quelle: Fortune 500, 4.6.2012: How H-P lost its way - The inside-story"

Freitag, 23. September 2011

Meg Whitman ist neue Chefin bei Hewlett-Packard

Die Schülerin der Harvard- und Princeton-University Margaret C. Whitman, Jahrgang 1956, ist neue Chefin von Hewlett-Packard. Als Chefin von Ebay, wo sie im März 1998 antrat, wurde sie zur Milliardärin. 2008 verließ sie den elektronischen Flohmarkt. Im vergangenen Jahr wurde sie Mitglied des Verwaltungsrats von Hewlett-Packard. In ersten Kommentierungen über ihre Ernennung zum CEO des (bis jetzt noch) weltgrößten Computerherstellers meinte sie, dass die von Apotheker eingeschlagene Strategie richtig sei. Die Abspaltung des PC-Geschäftes sei das, was der Verwaltungsrat nun beschließen müsse. Und auch den 10-Milliarden-Dollar-Deal zum Erwerb von Autonomy hält sie offensichtlich für angebracht. Meg soll dem Job-Angebut erst zugestimmt haben, nachdem sichergestellt war, dass Executive-Chairman Ray Lane, Venture-Kapitalist bei Kleiner Perkins Caufield & Byers, diese Position beibehalten werde.
Bekannt wurde gestern auch, dass am Rausschmiss von Leo Apotheker bereits seit einigen Wochen gearbeitet worden war.

Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 23.9.2011: H-P Defends Hasty Whitman Hire

Freitag, 1. Oktober 2010

Zitat des Tages: HPotheker & Wall Street

»I thought it would be difficult for HP
to hire an outsider and have its stock to go down,
but this board seems to have found a way.«

Brian Marshall, Analyst bei Gleacher & Co., über den gestrigen Rückgang der Aktie von Hewlett-Packard, nach der Ankündigung, dass Leo Apotheker neuer CEO des Unternehmens werde

»SAP's customer relationships suffered badly
and so did employee morale while (Apotheker) was there,
so this is a bit of an odd choice by HP.«

Paul Hamerman, Analyst bei Forrester Research

Journalyse-Quelle: Washington Post, 30.9.2010: HP board's selection of new CEO raises new doubts

Leo Apotheker wird neuer HP-Boss...

Ex-SAP-Chef Leo Apotheker (57) ist damit der dritte CEO innerhalb einer Dekade den Chefsessel bei Hewlett-Packard einnimmt. Er ist zudem der dritte CEO, der von außen kommt. 20 Jahre diente der gebürtige Deutsche dem Softwarehaus SAP, bevor er im vergangenen Jahr zurücktrat. Als Chairman stellte der Board ihm Ray Lane zur Seite. Er kommt von dem amerikanischen Venture-Kapitalisten Kleiner Perkins, einer Legende im Silicon Valley. Doch bekannt wurde der 63jährige als früherer Chief Operating Officer von - Oracle.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 30.9.2010: H-P Hires Ex-SAP Executive as Chief
Siehe dazu auch Bericht der Financial Times Deutschland

Mittwoch, 19. August 2009

Druckermarkt: HP steckt nun in der Tinte...

Es war das Geschäft seines Lebens: die Tinte und die Drucker. Damit finanzierte der Computerhersteller Hewlett-Packard, der vor mehr als 70 Jahren mit Oszillographen und in der Filmindustrie (Disney) begann, alle seine Expansion. Den Kauf von Compaq nebst DEC und Tandem bis hin zu EDS und machte ihn zum Weltmeister. Nun legte die Geburtsgarage des Silicon-Valley in Kalifornien seine Quartalszahlen vor. Oh, Schreck! Der Absatz von Tinte, Druckern und anderen Bildverarbeitungsgeräten (Scanner) fiel um 20 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Dabei sank der Tintenumsatz um 13 Prozent, das Gerätegeschäft und 23 Prozent.
Insgesamt fiel der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres um zwei Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar - immer noch eine Menge Holz.
Journalyse-Quelle: New York Times, 18.8.2009: H.P. Tries to Keep the Ink Flowing

Dienstag, 3. Februar 2009

Umfrage: Bald alles nur gecloud...

... könnte man meinen, wenn man sich die Wünsche der Computerhersteller anhört, die sich auf den großen Ansturm auf das Cloud Computing vorbereiten. »Alles, was derzeit noch auf einzelnen Computern oder in Firmennetzwerken ohne Verbindung mit dem Internet erledigt wird, lässt sich künftig als Dienstleistung pnline über das Netz beziehen." So zitiert die FAZ heute Shane Robinson, Chefstratege von Hewlett-Packard. Aber das war's dann auch schon. ;ehr Fantasie war nicht dahinter. Da fragt man sich scon: Ist Cloud Computing doch nur eine neue Marketing-Wolke?
Journalyse-Quelle: FAZ, 3.2.2009: "HP setzt auf den Siegeszug des 'Cloud Computing'"

Dienstag, 16. Dezember 2008

Charly Fiorina: »Das 21. Jahrhundert...

...ist eins, in dem buchstäblich nahezu jeder Job an jedem Ort ausgeführt werden kann. Es ist eine Welt, in der wir scheinbar über Nacht einen globalen Marlt für komplexe Finanzinstrumente wie Credit Default Swaps im Wert von Billionen Dollars schaffen können und dann eines Morgens aufwachen, um zu realisieren, dass diese Markt völlig undurchsichtig ist für die Regulierer und völlig schleierhaft ist für Aktionäre und Steuerzahler. Mit anderen Worten: das 21. Jahrhundert -definiert durch Globalisierung und Technologie - ist eine Welt, die dem einzelnen unbeschreiblich viel Macht und nahezu unbegrenzte Möglichkeiten gibt.«
Charly Fiorina, ehedem Chefin von Hewlett-Packard
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 15.12.2008