Der Eintrittspreis beim Berliner Dom /evangelisch) beträgt 7 Euro. Auch als Kirchenmitglied. In der Kirche ist wie aus der Kirche. Der Kölner Dom (Katholisch) will nun zwölf Euro für Deinen Besuch.
Fotos: Raimund Vollmer
"Die Seele wird gleich mitgeliefert."
Helmut Schelsky (1912-1984), deutscher Soziologe
17 Kommentare:
Kölner Dom 12 €.
Es sei denn man sagt, man ist zum Beten da.
Da sieht man wieder: Beten hilft!
Aber nicht der Kirchenkasse.
„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“
von Johannes Tetzel
Ablassprediger
Wird korrigiert. So ist das, wenn man vor lauter Suche nach dem richtigen Bild das Recherchieren der Fakten vergisst. Zwölf Euro ist schon unverschämt.
Typisch Deutsch, oder sollte ich sagen schwäbisch, dass sich alle aufregen. in Paris kostet die Zugangsreservierung für Notre-Dame, 24 € pro Person, mit Audio-Guide 39 €. Da ist der Kölner Dom noch ein wahres Schnäppchen…
Die Preisvergleiche lenken bewusst ab von der dahinter liegenden grundsätzlichen Frage.
Ausserdem: die Kirchen zählen mehr und mehr zur Kategorie Museum
Da haben Sie recht. Museum mit angeschlossenem "Service", wie es so passend im Englischen heißt.
Das sind inzwischen Döner-Preislagen.
Kein Kassenschlager. Unser Stadtanzeiger meldet heute: Dom am ersten Tag mit Eintritt spürbar leerer. 2900 Tickets verkauft, im Gotteshaus weniger Besucher als sonst. Rund 22.000 Euro Einnahmen...
. ..wären dass dann nicht 34.800 €uronen?
Gottseidank hatten wir das Barock, mit dem man Einnahmen erzielen kann, und die Bilderstürmer-Protestanten haben mit ihren kahlen Wänden das Nachsehen.
Wenn alle den vollen Preis gezahlt hätten – dann ja. Aber Kinder und Menschen mit Behinderungen zahlen einen ermäßigten Preis! Die Kirche ist ja gnädig 😉
Die Kirche hat keine Werte mehr, sondern nur noch Preise. Frage: Zahlen die Franzosen eigentlich Kirchensteuer?
"....wenn auch durch die fromm gesenktem Augenwimpern mancher Madonna aus jener Zeit ein so schalkhafter Liebeswink blinzelt, als ob sie uns gern noch ein zweitens Christkindlein schenken möchte "
Ich gestehe, seit ich das bei Heine gelesen habe, gehe ich aus mancher Kirche mit anderen Gefühlen hinaus, als ich hinein gegangen bin.
Nein, natürlich nicht! Strikte Trennung von Kirche und Staat (Laïcité) ...
Woelki könnte es auch so handhaben: Kirchensteuerzahler erhalten freien Eintritt - alle anderen 24 € wie bei Notre Dame...
Nach der Einführung des Eintritts : Verrammelte Türen am Kölner Dom sind ein fatales Symbol, sagt die Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins, Barbara Schock-Werner. Kritik an den im selben Zug deutlich verkürzten Öffnungszeiten. „Damit erinnert der Dom noch mehr an ein Museum“, sagt die frühere Dombaumeisterin. So manches Museum habe sogar länger geöffnet als die Kathedrale, die zum Preis von 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) seit dem 1. Juli von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. „Hier geht es um mehr als ums Geld. Deutlicher könnte man gar nicht ausdrücken, dass Freunde und Gäste nicht willkommen sind. Verschlossene Türen sind nun mal ein Zeichen. Der Dom wirkt abweisend. Das ist ein fatales Symbol, und ich finde das ganz furchtbar.“
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