Dienstag, 10. Februar 2026

Zum Tage: Gottes Plan

 

1990: „Wer menschliche Geschichte als Verwirklichung eines göttlichen Planes sieht, macht Gott zum Instrument menschlicher Interessen.“

Jeshajahu Leibowitz (1903-1994),israelischer Religionsphilosoph

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wer Geschichte nicht als göttlichen Plan sieht, erklärt Gott für tot und die Bibel zum Märchenbuch.

Anonym hat gesagt…

Was ist eine menschliche Geschichte? Oder meint er nur die Geschichte des Menschen beziehungsweise der Menschheit? Fragen über Fragen, weil Philosophen nur schwurbeln können.

Besserwisser hat gesagt…

Er fand aber auch klare Worte. Laut Wikipedia warnte er schon damals davor davor, dass der Staat Israel und der Zionismus heiliger geworden seien als die jüdisch-humanistischen Werte, und beschrieb das israelische Verhalten in den besetzten palästinensischen Gebieten als jüdisch-nationalsozialistisch im Charakter, während er gleichzeitig vor der entmenschlichenden Wirkung der Besatzung auf die Opfer und Besetzer warnte. Er prägte den Begriff „Judäo-Nazis“ (hebräisch מנטליות "יהודונאצית" mentaliut jehudonatsit) für unmenschliche israelische Siedler und Soldaten in den besetzten Gebieten

Anonym hat gesagt…

Unklare oder ungenaue Begriffe liegen auch häufig in mangelhaften Übersetzungen.

Wikipedia hat gesagt…

Jeschajahu Leibowitz stammte aus einer großbürgerlichen jüdisch-zionistischen Familie und wurde in Riga geboren. Seine Eltern waren Mordechai Kalman und Frieda Leibowitz. In der Familie wurde Deutsch gesprochen, auf der Straße Jiddisch und in der Schule Russisch. Gleichzeitig lernte er als Kind Hebräisch und Französisch; das sei im Umfeld seiner Familie der Normalfall gewesen.

Besserwisser hat gesagt…

Ein kleiner Beitrag zur Aufklärung: seine harten Urteile fällte er mit Hilfe eines reichen und gekonnten Hebräisch. Aber auch sein Deutsch war wunderschön genau und erlesen.

Anonym hat gesagt…

Und Herr Leibowitz? Würde das an der Geschichte etwas ändern? An der Zukunft etwas ändern?
Niente!