Mittwoch, 25. Februar 2015

HP: Trotz Großauftrag der Deutschen Bank bleiben die Aussichten trübe...

... denn das vierte Quartal 2014 beendete Hewlett-Packard mit einem Umsatzrückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 26,8 Milliarden Dollar setzte der Gigant um. Auch wenn Währungseinflüsse der Hauptgrund für den Rückgang war, so musste das Unternehmen jetzt melden, dass keiner der Geschäftsbereich irgendeine Art von Wachstum gezeigt hat. Der Gewinn schmolz um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar in Q4. (Journalyse-Quelle: Computerworld)
(Kommentar) Ob der milliardenschwere Zehn-Jahres-Vertrag, den die Deutsche Bank jetzt mit Hewlett-Packard über Cloudsourcing abschloss, den großen Sprung nach vorne bringt, ist fraglich. Die Deutsche Bank, die mal ganz fest in der Hand der IBM war, will einen Großteil ihres IT-Betriebes an HP auslagern. Das ist immer ein Zeichen dafür, dass ein Unternehmen mächtig sparen muss - und zwar schnell. Die PR-Leute verkaufen einem dies als Erfolgsmeldung. In Wirklichkeit ist es Ausdruck des Scheiterns. Man bekommt selbst weder die Kosten noch die Innovationen in den Griff, braucht aber eine schnelle Lösung. Zumeist wird dies dann noch euphemisiert, indem man behauptet, dass IT damit endgültig in das strategische Zentrum der Unternehmensausrichtung gerückt sei. (RV)

Gemalto: NSA scheiterte an der Verschlüsselungstrechnik...

... meldet der Hersteller von SIM-Karten, die in Hunderten von Millionen Handys eingesetzt wurden. Das Unternehmen, das in Frankreich und in den Niederlanden beheimatet ist, berichtet, dass es 2010 und 2011 gemerkt hat, wie jemand - wahrscheinlich NSA und CHCQ - versucht hat, in das Netz einzudringen. Viel erreicht könnten die Eindringlinge nicht erreicht haben, heißt es. Dafür sei die gesamte Verschlüsselungs- und Abwehrtechnik zu vielschichtig und komplex.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal

Dienstag, 24. Februar 2015

Edward Snowdon bei Reddit: Wenn alles gefragt werden darf...

... dann bekommt man zum Beispiel diese Antworten von dem Mann, der die Mächtigen ziemlich ohnmächtig aussehen lässt. Hier zu lesen.

Belgische Studie sieht Facebooks Datenschutz-Regeln kritisch...

... und glaubt, dass das Social Network mit seinen neuen Geschäftsbedingungen, die seit dem 31. Januar gelten, europäisches Recht verletzte. Die Studie, die im Auftrag der Datenschutz-Kommission Belgiens erstellt wurde, ist am Montag präsentiert worden. Verantwortlich für den Inhalt sind die Freie Universität Brüssel und die Universität von Leuven.
Jourmalyse-Quelle: Wall Street Journal

Jetzt muss der Datenschutz den Wettbewerb retten, oder?

Gebohrt und gesucht wird schon lange nach einer Lücke, über die man die "Datenmonopolisten Facebook und Google" - so Ralph Dommermuth, United Internet - endlich packen könnte. Nun wollen deutsche Firmen wie die Telekom, Freenet und United Internet endlich fündig geworden zu sein. Sie machen Druck, die Datenschutzgesetze in der EU zu verschärfen und zu vereinheitlichen. Ob das auch gegen die andere Macht, gegen die NSA, hilft?
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal

Donnerstag, 19. Februar 2015

FANNY - Die Dame hinterlässt keine Spur...

(Kommentar) ... meldet Kasperky Lab. Die Software, die weiß, wo unsere Daten wohnen, ist nicht mit Antiviren-Software detektierbar. Sie kommt nach Meinung von Kasperky aus dem Umfeld der Stuxnet-Hacker. Und das lässt die Experten mutmaßen, dass dahinter die NSA steht. Seit zwei Jahrzehnten soll sie bereits im Umlauf sein. Na, dann haben sie ja schon alles. Viel Spaß damit.
RV

2,7 Milliarden Menschen haben weltweit Zugriff auf das Internet...

... aber der zwei Drittel der Menschheit ist noch ohne Anschluss, meinte jüngst Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook. Mehr als 20 Prozent des Wirtschafts-Wachstum wird inzwischen durch das Internet bewirkt. Wenn wir eine Milliarde Menschen zusätzlich den Internet-Anschluss ermöglichen, würde dies 100 Millionen neue Jobs ermöglichen, meint Zuckerberg im Gespräch mit Business Week Bloomberg.

Hochzeit 2015: Das ganze Universum schaut zu

Facebook kaufte vor einem Jahr für zwei Milliarden Dollar Oculus VR - und stieg damit in das Zukunfts-Geschäft mit der Virtuellen Realität ein. Wenn die Verheißungen wahr werden sollen, die das Unternehmen in seinem Projekten sieht, dann werden wir - egal, wo wir uns gerade befinden - mit Hilfe der VR-Brille an jeden anderen beliebigen Punkt der Erde beamen können, als stünden wir selbst vor dem Kölner Dom oder befänden uns an dem besten Platz in einem Rockkonzert oder in einer Oper. Wir könnten Tausende von Freunde, die wir ja alle auf Facebook haben, zu unserer Hochzeit einladen, ohne dass wir ihnen auch noch Speise und Trank kredenzenh müssten. Wir alle säßen in der Traukapelle in der ersten Reihe, die Schleppe des Hochzeitskleides zum Greifen nah. Das sind so in aller Kürze die Vorstellungen, die Facebook uns verheißt. Es lohnt sich also, dran zu bleiben...
Journalyse-Quelle: Computerworld

Dienstag, 10. Februar 2015

IBM zieht bei Priceline die Reißlein' - und klagt

Milliarden an Lizenzgebühren will Big Blue von dem Reiseanbieter Priceline nun per Gerichtsbeschluss hereinholen. Bereits 2011 habe man Priceline darauf hingewiesen, dass das Unternehmen bei seinen Buchungen Patente der IBM verletze. So das Wall Street Journal. Doch ohne Ergebnis. Nun reichte IBM am Bezirksgericht in Delaware eine entsprechende Klage ein.
Kommentar. Die Lumpensammler haben ihre Arbeit aufgenommen.

IBM Alliance: "moralisch bankrott" sei das Management...

... des IT-Giganten, das nun offensichtlich seine vor 25 Jahren (!!!) in den USA begonnene Entlassungspolitik fortsetzt. Mehr als 5000 Arbeitsplätze verschwanden seitdem Jahr für Jahr im Mutterland des Konzerns. Waren es 1989 noch 223.000 Mitarbeiter, so sind es nach Schätzungen der Mitarbeiterorganisation IBM Alliance jetzt nur noch 83.000 - trotz vieler Zukäufe in den letztenzwei Jahrzehnten. Viele Jobs gingen vor allem nach Indien. Geht das so weiter, wird IBM in zehn Jahren aus den USA so gut wie verschwunden sein.
Kommentar: Die letzte Tage der IBM sind angebrochen.

Dienstag, 3. Februar 2015

Neuer Cloud-Anlauf der SAP

Nach dem gescheiterten Versuch mit Business ByDesign ruhen die Hoffnungen jetzt auf dem R/3-Nachfolger S/4 (und der eierlegenden Wollmilchsau Hasso Hana). Ob das gut geht? ERP in der Cloud - und die Datenbank-Partner Oracle, IBM und Microsoft ausgebootet??

Sonntag, 1. Februar 2015

Mahnung durch Reinhard Mohn

1996: »Die Frage lautet: Sind wir gedanklich noch beim Manchester-Kapitalismus, oder sehen wir heute den Mitarbeiter als Menschen?«
Reinhard Mohn, Bertelsmann-Stiftung, in der Tageszeitung Die Welt