»Um es klar und deutlich zu sagen: IBM hatte sich entschieden, dem Financial Engineering gegenüber dem Chip-Engineering den Vorzug zu geben. Nun muss sie die Konsequenzen tragen.«
»Nachdem IBM das Geschäft um Spielkonsolen bei Microsoft und Sony an AMD verloren hatte, war das Schicksal von IBM Microelectronics so gut wie besiegelt, gleichgültig, wieviel Geschäft IBM noch als ein Hersteller von ARM-Chips oder Power-Chips gewinnen kann.«
The Four Hundred
Freitag, 11. April 2014
Heartbleed: Router von Cisco und Juniper betroffen...
... meldet das Wall Street Journal. Das bedeutet, dass Hacker an die Passwörter und sonstige sensible Daten der User herankommen können. Da viele Firmen Produkte diese beiden Hersteller nutzen, wird es nicht einfach sein, den Bug zu vernichten, meint das Blatt.
Mittwoch, 9. April 2014
Heartbleed: Sicherheitslücke bei Verschlüsselungstechnik...
... im Internet wurde jetzt publik, obwohl sie bereits seit zwei Jahren bekannt sein soll. Hinter OpenSSL, zu dessen Familie die betroffenen Verschlüsselungstechnik gehört, stecken nur vier Entwickler aus Europa, von denen offenbar lediglich einer die Arbeit an OpenSSL hauptberuflich betreibt, berichtet das Wall Street Journal. Nun wird fieberhaft daran gerarbeitet, die Sicherheitslücke zu schließen.
Gartner: IBM ist nur noch die Nummer 3 bei Software. Oracle jetzt hinter Microsoft Vizeweltmeister...
... und diese zeigt einmal mehr, wie sehr Big Blue die Zukunft verliert. Zwar ist der Platz 3 jetzt erst einmal gesichert, denn den 29,1 Milliarden Dollar, die IBM mit der Weichware macht, folgt erst mit großem Abstand die Nummer 4 im weltweiten Geschäft: SAP setzt 18,5 Milliarden Dollar um. Ob IBM den Erzrivalen Oracle, der dereinst mit einem bei IBM ersonnenen Datenbankmodell seine Weltkarriere begründete, noch einmal einholen kann, ist trotz des nur geringen Abstands zur neuen Nimmer 2 fraglich. 29,6 Milliarden Dollar setzte Oracle 2013 mit Software um. Woher soll IBM das Wachstum nehmen, wenn - wie überall gemunkelt - auch im Mainframesektor die Software-Quellen nicht mehr ganz so üppig sprudeln.
Kommentar. Kommentar überflüssig. Wir kennen die Probleme des Weltmeisters im Anmelden von (Software-)Patenten, die offensichtlich keiner braucht...
Kommentar. Kommentar überflüssig. Wir kennen die Probleme des Weltmeisters im Anmelden von (Software-)Patenten, die offensichtlich keiner braucht...
Toyota: 6,4 Millionen Fahrzeuge müssen in die Werkstatt...
.. weil es diverse Probleme mit diesen Auts gebe, meldet das Unternehmen: "Bei 3,5 Millionen Fahrzeugen müsse ein Kabel des Airbags auf der
Fahrerseite ausgetauscht werden", schreibt das Wall Street Journal. "Bei 2,32 Millionen
Fahrzeugen gebe es Probleme mit den Schienen, auf denen die Sitze
geführt werden. Bei 760.000 Autos müsse die Lenksäulenhalterung
überprüft werden. Bei den übrigen Autos handele es sich um Probleme mit
den Scheibenwischer-Motoren und der Zündung. Bisher sei im Zusammenhang
mit diesen Problemen aber niemand verletzt worden. Allerdings hätten
zwei Autos Feuer gefangen."
Kommentar: Managementprobleme wittern die Kritiker im Netz hinter dieser Katastrophe und fordern nicht nur den Rücktritt des Vorstands, sondern auch dessen Haftung. Mit Qualitätsarbeit begündeten die Japaner in den achtziger Jahren ihren Ruf als Automobilhersteller. Nun sind sie dabei, diesen Nimbus gründlich zu verspielen. Man fragt sich natürlich, wie können solche Schlampereien passieren in einer Zeit, in der alle Geschäftsprozesse permanent von der IT begleitet, gesteuert und kontrolliert werden. Tja, offensichtlich geraten die Leute außer Kontrolle, die genau diese Prozessorientierung permanent gefordert haben. Wann werden wir endlich verstehen und wieder den Facharbeitern zuhören und nicht den Sachbearbeitern...
Kommentar: Managementprobleme wittern die Kritiker im Netz hinter dieser Katastrophe und fordern nicht nur den Rücktritt des Vorstands, sondern auch dessen Haftung. Mit Qualitätsarbeit begündeten die Japaner in den achtziger Jahren ihren Ruf als Automobilhersteller. Nun sind sie dabei, diesen Nimbus gründlich zu verspielen. Man fragt sich natürlich, wie können solche Schlampereien passieren in einer Zeit, in der alle Geschäftsprozesse permanent von der IT begleitet, gesteuert und kontrolliert werden. Tja, offensichtlich geraten die Leute außer Kontrolle, die genau diese Prozessorientierung permanent gefordert haben. Wann werden wir endlich verstehen und wieder den Facharbeitern zuhören und nicht den Sachbearbeitern...
Dienstag, 8. April 2014
EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist illegal...
... schallt es durch den Cyberspace. Und da ja Spiegel Online mehr und mehr das Zentralorgan des Internets in Deutschland ist, legen wir für Sie den direkten Link dahin: HIER
Kommentar: Traurig ist, dass Gerichte das entscheiden mussten. Unseren Parlamentarieren fehlten offenbar die "Cojones". Und deshalb werden sie sich auch bei der Zähmung des NSA-Monsters nicht mit Ruhm bekleckern. Politik ist offenbar etwas für Feiglinge. Wir wählen Volksvertreter, bekommen aber immer nur Politiker. Schade.
Kommentar: Traurig ist, dass Gerichte das entscheiden mussten. Unseren Parlamentarieren fehlten offenbar die "Cojones". Und deshalb werden sie sich auch bei der Zähmung des NSA-Monsters nicht mit Ruhm bekleckern. Politik ist offenbar etwas für Feiglinge. Wir wählen Volksvertreter, bekommen aber immer nur Politiker. Schade.
Montag, 7. April 2014
Ein /360-Reminder auf Youtube
Das System/360 - eine Revolution des Computing und eine echte Innovation von IBM. Damals gab es das noch. Hier in bewegten Bilder "the state of the art"... vor der /360! :-)
Heute wird der Mainframe 50 Jahre alt...
... und die, die ihn offiziell feiern, sind leider auch diejenigen, die seit 25 Jahren verhindern, dass es solch ein Wagnis wie die Ankündigung der IBM /360 je wieder geben wird. Feiern wir also die /360 ganz für uns allein! Raimund Vollmer
Übrigens: die Geschichte der /360 finden Sie in unserem Extrablog: HIER
Übrigens: die Geschichte der /360 finden Sie in unserem Extrablog: HIER
Samstag, 5. April 2014
IBM bald ohne "machines"?
IBM steht für "International Business Machines". Noch. Denn nach dem Verkauf der x86-Serversparte (und zuvor schon von Geschäftsbereichen wie Kassen, Drucker, PCs oder Plattenlaufwerke) stehen nun offenbar die Chipfabriken zum Verkauf. Die verbleibenden Interessenten sollen Globalfoundries und Intel sein, meldete das in solchen Fällen meistens gut unterrichtete Wall Street Journal aus "Insiderkreisen". Der Kaufpreis dürfte sich zwischen 1 und 2 Mrd. Dollar bewegen – je nach dem, wie viel des geistigen Eigentums an den Mainframe- und Power-Chips mit verscherbelt wird. Globalfoundries wäre ein logischer Käufer; immerhin gibt es eine langjährige Zusammenarbeit. Beispielsweise produziert Globalfoundries bereits heute in den USA, Singapur und in Deutschland Prozessorchips für IBM.
Power- und Mainframe-Business bleibe "strategisch", betont IBM. Genauso "strategisch", wie drei Tage vor dem Verkauf an Lenovo auch das x86-Business noch war? Und IBM werde auch weiterhin in der Halbleiter-Forschung und -Entwicklung aktiv bleiben, wird im Geschäftsbericht explizit betont. Fragt sich nur: Wie und in welchem Umfang?
Offenbar verscherbelt das IBM-Management nun auch noch das Tafelsilber, koste es, was es wolle – und sei es die Zukunft des Unternehmens. Nur, um nächstes Jahr 20 Dollar Dividende pro Aktie zahlen zu können. Ein Armutszeugnis. Vermutlich folgt nächstes Jahr auch das Rebranding: IBM – Ingenious Business Managers. Dann muss man das M im Firmennamen doch nicht streichen...
Power- und Mainframe-Business bleibe "strategisch", betont IBM. Genauso "strategisch", wie drei Tage vor dem Verkauf an Lenovo auch das x86-Business noch war? Und IBM werde auch weiterhin in der Halbleiter-Forschung und -Entwicklung aktiv bleiben, wird im Geschäftsbericht explizit betont. Fragt sich nur: Wie und in welchem Umfang?
Offenbar verscherbelt das IBM-Management nun auch noch das Tafelsilber, koste es, was es wolle – und sei es die Zukunft des Unternehmens. Nur, um nächstes Jahr 20 Dollar Dividende pro Aktie zahlen zu können. Ein Armutszeugnis. Vermutlich folgt nächstes Jahr auch das Rebranding: IBM – Ingenious Business Managers. Dann muss man das M im Firmennamen doch nicht streichen...
Sonntag, 30. März 2014
Erinnerungen an die Geburt des iPhone
Apple-Entwickler Greg Christie, an der Entwicklung des ersten Smartphone beteiligt, hat dem "Wall Street Journal" erzählt, wie in den Jahren 2004 bis 2007 unter großen Schmerzen das iPhone geboren wurde. Kaum zu glauben: Das Bild mit dem Kabelsalat zeigt eine Laborversion aus dem Jahr 2006; der damals schon angejahrte Mac sollte die langsamere Hardware des iPhone simulieren.
Samstag, 29. März 2014
Open-Power-Mitgliedschaft, mehr als nur ein Lippenbekenntnis?
Lange war es still um die Open Power Foundation, eine im vergangenen August von IBM gemeinsam mit Google, Mellanox, Nvidia und Tyan ins Leben gerufene offene Entwicklungsallianz rund um die Power-Mikroprozessor-Architektur. Jetzt häufen sich die Mitgliedsanträge.
Aufgenommen wurden im März nach Samsung auch Altera und Micron Technology. Neben diesen beiden neuen "Platin-Mitgliedern" gibt es auch Unterstützer mit Silber-Status, wie etwa den kleinen texanischen Serverhersteller Servergy (immerhin der erste Hersteller von Power-Servern außerhalb von "Big Blue" seit den Tagen der Kooperation mit Motorola und Apple), den Flashspeicher-Hersteller Fusion-IO, den Halbleiterkonzern Xilinx und den südkoreanischen Chipproduzenten SK Hynix. Gold-Supporter fehlen bisher noch.
Das könnte sich ändern, denn angeblich stehen mehr als 100 Interessenten Schlange bei Doug Balog, dem GM der Power-Division bei IBM, um ihren Mitgliedsantrag zu unterschreiben. Man darf aber nicht nur gespannt sein, wer von diesen Interessenten nach der Lektüre des Kleingedruckten tatsächlich unterschreibt, sondern vor allem, ob aus all diesen möglichen und tatsächlichen Mitgliedschaften irgendwann auch mal irgendwelche Ergebnisse resultieren – oder ob sich alles das übliche Power(point)-Marketing der umstrittenen Managementgarde des einstigen Trendsetters der IT-Branche herauskristallisiert.
Immerhin wird schon kräftig über den endgültigen Abschied der IBM vom Hardware-Geschäft spekuliert, deren Margen mit dem komischen Unternehmensziel von 20 Dollar Gewinn pro Aktie im nächsten Jahr inkompatibel sind. Erst jüngst kursierte das sehr konkrete Gerücht, dass die Chipfabriken der IBM zum Verkauf stehen.
Aufgenommen wurden im März nach Samsung auch Altera und Micron Technology. Neben diesen beiden neuen "Platin-Mitgliedern" gibt es auch Unterstützer mit Silber-Status, wie etwa den kleinen texanischen Serverhersteller Servergy (immerhin der erste Hersteller von Power-Servern außerhalb von "Big Blue" seit den Tagen der Kooperation mit Motorola und Apple), den Flashspeicher-Hersteller Fusion-IO, den Halbleiterkonzern Xilinx und den südkoreanischen Chipproduzenten SK Hynix. Gold-Supporter fehlen bisher noch.
Das könnte sich ändern, denn angeblich stehen mehr als 100 Interessenten Schlange bei Doug Balog, dem GM der Power-Division bei IBM, um ihren Mitgliedsantrag zu unterschreiben. Man darf aber nicht nur gespannt sein, wer von diesen Interessenten nach der Lektüre des Kleingedruckten tatsächlich unterschreibt, sondern vor allem, ob aus all diesen möglichen und tatsächlichen Mitgliedschaften irgendwann auch mal irgendwelche Ergebnisse resultieren – oder ob sich alles das übliche Power(point)-Marketing der umstrittenen Managementgarde des einstigen Trendsetters der IT-Branche herauskristallisiert.
Immerhin wird schon kräftig über den endgültigen Abschied der IBM vom Hardware-Geschäft spekuliert, deren Margen mit dem komischen Unternehmensziel von 20 Dollar Gewinn pro Aktie im nächsten Jahr inkompatibel sind. Erst jüngst kursierte das sehr konkrete Gerücht, dass die Chipfabriken der IBM zum Verkauf stehen.
Montag, 24. März 2014
Rück-Click 1991: Der Erfolg der Paketvermittlung
Vinton Cerf, Miterfinder des Internets, in der Fachzeitschrift Datamation über die Einführung der Paketvermittlung (X.25) in den siebziger Jahren. Eine Erfindung der sechziger Jahre war deren Einführung viele Jahre von den (staatlichen) Telekoms der Welt und ihren Hoflieferanten immer wieder behindert, wenn nicht gar verhindert worden.1991: »Die Paketvermittlung erlaubte eine extrem flexible Nutzung gemeinsamer Ressourcen. Anstatt zum Beispiel zehn Leitungen mit je 2,5 Kilobyte pro Sekunde zu schalten, konnte man nun eine einzige 50 Kilobyte schnelle Verbindung schaffen, die sich von einer Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen nutzen ließ. So konnten Skalenerträge erzielt werden.«
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