Dienstag, 12. November 2013

Menschen und Kultur sind Hürden

Shame - aber diese Überschrift einer Presseinformation von heute zeigt, wie die Nerds und Manager bei der ehemals großen IBM ticken. Nicht richtig jedenfalls...

Nach Snowden: Die Balkanisierung des Internets...

(Kommentar) ... hat sich das CIO Journal heute als Thema gegeben. Nachdem überall in der Welt - und in Deutschland unsere liebe Telekom - immer mehr Cloudianer der Meinung sind, dass Daten nicht mehr unbedingt über transatlantische Leitungen gehen müssen, wenn sie eigentlich nur den Nachbarn auf der anderen Straßenseite erreichen sollen, befürchten nun unsere amerikanischen Freunde, dass wir - die Europäer, Südamnerikaner, die Asiaten, Afrikaner und Australier - dann bald nicht mehr an den tollen Anwendungen teilnehmen können, mit denen uns die US-Amerikaner immer wieder ins Netz locken und beglücken. Denn das geht nur, so sagen unsere Freunde im Silicon Valley, wenn sich unsere Daten zuerst in den Vereinigten Staaten zu Big Data vereinen. Das mag so sein, führt uns aber auch nicht weiter. Vor Facebook gab es StudioVZ und andere Social Media. Doch wir, die Looser-User, entschieden uns für Facebook, wie wir uns zuvor auch schon immer im Zweifel für die Amerikaner entschieden haben. So haben wir Nokia wegen Apple ins Abseits gestellt, wir haben bei Mainframes IBM genommen statt Siemens, ICL oder Bull. Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Und nun wittern unsere National-Helden die große Chance, uns mit Hilfe von Snowdens Enthüllungen wieder auf die heile Welt der Staatsgrenzen zu reduzieren. Und hintendrein kommt dann auch noch der Internet-Minister, der den ganzen provinziellen Klüngel zusammenhalten soll.
Nein, so einfach kommt die Politik nicht davon. Sie sollte der IT-Wirtschaft nicht auf den Leim gehen. Eine IT-Wirtschaft, die endlich wieder eine Chance wittert, die lästige und überwältigenden US-Konkurrenz so in die Schranken zu verweisen, zeigt nur, wie unendlich armselig sie ist.
Die dortigen Chefs können nichts anderes als obermaiern. Pionieren wirklich zu helfen, neuen Ideen eine echte Chance zu geben, dazu sind diese Leute, die jetzt mieseste Politik machen wollen, zu feige gewesen. Fantasielos und ängstlich haben sie mehr Angst vor Innovationen als der Teufel vor dem Weihwasser. Erst wenn die USA eine Idee abgesegnet haben, wurde sie von ihnen auch akzeptiert. Das weiß ich (und viele andere auch) aus eigener Erfahrung und Anschauung.
Raimund Vollmer

Cloud-Kampf: Amazon hat keine Chance gegen IBM...

... meint im CIO Journal der Analyst Bob Enderle. Und er meint, dass Amazon einfach keine IT-Firma sei, sondern Händler. IBM habe mit ihrer 102jährigen Geschichte (in Wirklichkeit wird Big Blue nach alter, eigener Zeitrechnung erst 2014 hundert Jahre alt) soviele Mitbewerber, die ihr mit Kampfpreisen und disruptiven Technologien haben am Zeuge flicken wollen, überlebt und diese Konkurrenten im Nichts verschwinden lassen.
Was Enderle nicht sagt: Das war eine ganz, ganz andere IBM...

IBM und die Jungunternehmer - eine Erfolgsstory?

Der Wiener Standard berichtet: "Aus Garagenbastlern Millionäre machen, das hat sich der milliardenschwere US-Konzern IBM mit seinem Programm "SmartCamp" auf die Fahnen geschrieben. Seit 2010 arbeitet der IT-Riese mit weltweit 1.600 Jungunternehmern zusammen."
Mehr hier. derStandard

Exportstärke: EU plant Verfahren gegen Deutschland

Alles, was beim Leistungsbilanzüberschuss die Sechs-Prozent-Hürde übersteigt, wird nach neuesten EU-Gesetzen als "exzessiv" gebrandmarkt und löst ein Untersuchungsverfahren aus. Und Deutschland ist nun der erste Kandidat für eine solche Maßnahme, die - so meint das Wall Street Journal - keine Penale nach sich ziehen kann, aber als "peinlich" bezeichnet wird. Da die deutsche Binnennachfrage vor allem im Konsumbereich zu wünschen übrig lässt, hätte das europäische Ausland in Deutschland keinen eigenen Wachstumsmarkt für Importe. Andererseits ist die Bundesrepublik "das finanzielle Rückgrat der krisengeschüttelten Region", meint das Blatt. In einem weiteren Bericht erzählt das Wall Street Journal, dass die USA Druck auf Japan machen, weil der schwache Yen es den Autoherstellern der Insel einfach mache, ihre Produkte in die USA zu verkaufen und damit der einhemischen Konkurrenz das Leben äußerst schwer mache.
Derweil berichtet Apple, dass Japan der stärkste Wachstumsmarkt in Asien geworden sei. Ein Wunder in einem Land, in dem Sony nie unterging.,,

Montag, 11. November 2013

Apple: Gibt es Ende 2014 iPhones mit gebogenem Display...

... und Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll (12 bis 14 cm)? Dies meint jedenfalls die Finanznachrichtenagentur Bloomberg zu wissen.

Drittbrett-Anbieter schaden dem Amazon-Image: Abgelaufene Medikamente im Angebot...

... haben den Pharmakonzern Johnson & Johnson dazu gezwungen, Produkte wie das Schmerzmittel Tylenol, Heftpflaster und Baby-Artikel vom Vertrieb über Amazonzurückzuziehen. Diese Artikel werden zumeist über Drittanbieter, die einen wesentlichen Umsatz am Amazon-Geschäft haben, feilgeboten und entziehen sich der direkten Kontrolle durch Amazon. Rund 40 Prozent der Artikel auf der Amazon-Seite stammen von unabhängigen Verkäufern, berichtet das Wall Street Journal.

Samstag, 9. November 2013

Ein Adler bekommt keine roten Ohren

Lesenswerter Artikel zur NSA-Thematik aus der Neuen Zürcher Zeitung. Beginnt mit einem Zitat von John le Carré: «It's the oldest question of all, George. Who can spy on the spies?»

Und endet mit le Carrés Romanhelden Smiley: «Geheimdienste sind die einzig wahren Meßgrößen für den politischen Gesundheitszustand einer Nation, die einzig wahre Ausdrucksform ihres Unterbewusstseins.» Und mit dem ergänzenden Statement: Das gilt für Europa genauso wie für die USA.

Dem ist nix hinzufügen!

Freitag, 8. November 2013

Jenseits von Europa...

... eröffnete IBM heute in Nairobi das zweite Forschungslabor der Region EMEA außerhalb Europas – das zwölfte des Konzerns insgesamt. Im Bild gratuliert Kenias Präsident Uhuru Kenyatta (links) dem Forschungsdirektor der IBM in Afrika, Dr. Kamal Bhattacharya. In Europa gibt es zwei IBM-Labs – in Zürich und in Dublin – neben einem dritten der Region EMEA  in Haifa. Und was sagte Bhattacharya: "Twende Twende" (Auf gehts)!

Dienstag, 5. November 2013

EingeSACkt: 1,8 Milliarden Dollar Strafe für Insiderhandel...

... muss der von dem Milliardär Steven A. Cohen gegründete Hedge-Fonds SAC an das Schatzamt der USA zahlen. Eine Rekordsumme. Das Unternehmen erklärte sich für schuldig. Mitarbeiter sollen Insider-Informationen genutzt haben, um an der Börse zu spekulieren. Zehn Jahre dauerte es, bis der Fall nun beigelegt wurde. Cohen selbst ist nicht belangt worden, schreibt das Wall Street Journal.
Kommentar. Ein Beispiel dafür, wie man mit Big Data kriminelles Verhalten feststellen kann? Zumindest scheint in einem Fall ein Email die Behörden auf eine Spur gebracht zu haben. Über zwei Experten-Netzwerk hatte ein SAC-Mitarbeiter Kontakt zu zwei prominenten Fachleuten auf dem Alzheimer-Gebiet aufgenommen und dabei vertrauliche Informationen gewonnen. Durch gezielten Einsatz dieses Insiderwissen hatte dieser Mitarbeiter dem Hedge-Fonds einen geldwerten Vorteil in Höhe von 275 Mullionen Dollar eingebracht.

Montag, 4. November 2013

Twitter IPO: 75 Prozent der User sind keine USAer...

... sondern leben außerhalb der Vereinigten Staaten. Schaut man aber auf die Werbeeinnahmen, dann kommen nur ein Viertel der Geld aus diesen Regionen. Ist das nun ein gutes Wachstumspotenzial? Das werden die Investoren in den nächsten Tagen entscheiden, wenn Twitter an die Börse geht.
Wall Street Journal

Google-Chef Eric Schmidt über die NSA-Schnüffeleien...

 ... auf den Kommunikationsleitungen zwischen den Data Centers des Unternehmens:
»Das ist hart: Die National Security Agency hat offensichtlich die Telefonanrufe von 320 Millionen Menschen gespeichert mit dem Ziel, 300 Menschen zu identifizieren, die als Risiko zählen. Das ist nicht nur eine schlechte Politik, das ist vielleicht sogar illegal.«
Wall Street Journal