Dienstag, 22. Januar 2013
Microsoft will Dell beim Buy-Out helfen!!!
Geht damit der nächste Softwarekonzern in die Hardware? Wall Street Journal
Offshoring & Outsourcing (1): Der Trend kehrt um...
... behauptet das Wirtschaftsmagazin The Economist in einem 14seitigen Survey seiner aktuellen Ausgabe zu diesem Thema. Beides sei angelegt gewesen, um Probleme schnell zu beheben, Doch nun würden sich die Verhältnisse umdrehen.
Zum einen ist das Lohndelta zwischen den Ländern des Offshorings von Produktion (China) und der Services (Indien) auf der einen Seite und den abgebenden Ländern auf etwa 20 Prozent gesunken, so dass die Wirtschaftlichkeit nicht mehr unbedingt gegeben ist. Dies gilt vor allem, wenn man steigende Transportkosten und Zeitverluste (die Waren können bis zu sechs Wochen auf hoher See sein) hinzurechnet. Zudem seien die Arbeitsmärkte in den Ländern des Offshorings inzwischen ziemlich ausgelutscht, die höher qualifizierten Mitarbeiter würden ihre Jobs öfter wechseln, um höhere Gehälter zu erzielen. Zudem würden die Firmen, die ihre Arbeit und damit zugleich auch ihre hochentwickelten Geschäftsprozesse auslagern, dem Mitbewerb Möglichkeiten eröffnen, genau diese Geschäftsgeheimnisse auszuspionieren. Dies und vieles mehr sei nun der Grund, warum es den Trend zum Reshoring gibt. Auch sei die Abhängigkeit von den ausländischen Produzenten so groß, dass Foxconn als Fabrikant von Apple inzwischen so gut wie alles ist, was Apple ausmacht. Mehr noch: Inzwischen würden zum Beispiel chinesische Hersteller selbst in die Herkunftsländer der Technologien investieren und dort fabrizieren.
Journalyse-Quelle: The Economist, 19.1.2013: "Here, there and everywhere -Special report: outsourcing and offshoring"
Zum einen ist das Lohndelta zwischen den Ländern des Offshorings von Produktion (China) und der Services (Indien) auf der einen Seite und den abgebenden Ländern auf etwa 20 Prozent gesunken, so dass die Wirtschaftlichkeit nicht mehr unbedingt gegeben ist. Dies gilt vor allem, wenn man steigende Transportkosten und Zeitverluste (die Waren können bis zu sechs Wochen auf hoher See sein) hinzurechnet. Zudem seien die Arbeitsmärkte in den Ländern des Offshorings inzwischen ziemlich ausgelutscht, die höher qualifizierten Mitarbeiter würden ihre Jobs öfter wechseln, um höhere Gehälter zu erzielen. Zudem würden die Firmen, die ihre Arbeit und damit zugleich auch ihre hochentwickelten Geschäftsprozesse auslagern, dem Mitbewerb Möglichkeiten eröffnen, genau diese Geschäftsgeheimnisse auszuspionieren. Dies und vieles mehr sei nun der Grund, warum es den Trend zum Reshoring gibt. Auch sei die Abhängigkeit von den ausländischen Produzenten so groß, dass Foxconn als Fabrikant von Apple inzwischen so gut wie alles ist, was Apple ausmacht. Mehr noch: Inzwischen würden zum Beispiel chinesische Hersteller selbst in die Herkunftsländer der Technologien investieren und dort fabrizieren.
Journalyse-Quelle: The Economist, 19.1.2013: "Here, there and everywhere -Special report: outsourcing and offshoring"
Morgen ist Apple-Tag: Wer hat noch den Überblick?
Das fragen sich momentan die Analysten & Watcher, die von außen her die Zukunft von Apple beurteilen sollen. Wenn morgen die Geschäftszahlen des letzten Quartals vorgelegt werden, erwarten die Börsianer Rekordzahlen auch beim Verkauf des iPhones. Die Geschäfte von gestern interessieren sie aber weniger. Was bringt die Zukunft? Und wie soll man ein Unternehmen beurteilen, das inzwischen so breit aufgestellt ist? Zwar sei immer noch die Auftragsvergabe an Zulieferbetriebe ein wichtiger Indikator für die Beurteilung, doch habe Apple inzwischen ihre Aufträge derart weltweit diversifiziert, dass man darüber keine Anhaltspunkte mehr bekommen kann.
Es wird eine spannende Woche, meinen die Analysten. Denn Google und Microsoft werden ebenfalls ihre Quartalsergebnisse präsentieren.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 21.1.2013: Investors Struggle to Get Handle on Apple
Es wird eine spannende Woche, meinen die Analysten. Denn Google und Microsoft werden ebenfalls ihre Quartalsergebnisse präsentieren.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 21.1.2013: Investors Struggle to Get Handle on Apple
HPs Kauf von Autonomy: Wurden kritische Fragen unterdrückt?
Das fragt sich das Wall Street Journal, nachdem es erfahren hatte, dass ein Manager von Hewlett-Packard kurz vor dem Erwerb von Autonomy Zweifel an der Richtigkeit bestimmter Finanzposten in der Buchhaltung angemeldet hatte. Dies geschah während einer Telefonkonferenz von HP-Managern mit einer Delegation von externen Auditoren. Diese hätten die Zweifel für haltlos erklärt. Der Verdacht, dass hier einiges nicht stimmen würde, wurde auch nicht an den CEO weitergegeben. Es habe wohl Kräfte innerhalb der HP-Führungselite gegeben, die noch wenige Tage vorher versucht hätten, den aus ihrer Sicht überteuerten Deal zu verhindern. Doch es war zu spät - zumal sich zu diesem Zeitpunkt der gesamte Verwaltungsrat des Unternehmens neu zusammengesetzt hatte, viele der Mitglieder erst ein Jahr an Bord waren und die Kommunikation untereinander noch nicht so lief, wie es notwendig war, um einen solchen Koloss zu kontrollieren. Leo Apotheker, der den Deal gepusht hatte, befand sich bereits nicht mehr an Bord.
Montag, 21. Januar 2013
Kommt noch dieses Jahr das iPhone 6?
So wird in der Gerüchteküche gefragt. Und es gibt einige Indikatoren, die das zu bestätigen scheinen. Apple sei dabei, ein iPhone in die Vorproduktion zu geben, das mehr Display haben werde als je zuvor - und entsprechend müsste nun die Auflösung der Apps geändert werden. Und so weiter. Wahr ist aber offenbar, dass es einen Prototyp gibt, der den seltsamen Namen iPhone Math als Codename trägt.
Als: Warten wir's ab. Bis dahin gibt's noch viel zu tun. Mehr können Sie, falls Sie nichts zu tun haben, HIER lesen.
Als: Warten wir's ab. Bis dahin gibt's noch viel zu tun. Mehr können Sie, falls Sie nichts zu tun haben, HIER lesen.
Die größten Softwarepannen 2012...
... hat das Handelsblatt zusammengestellt. Schauen Sie mal rein: HIER.
BARC-Tagung: "PowerPoints sind nicht erlaubt!"
So heißt es in der Ankündigung einer Tagung des Veranstalters BARC zum Thema "Planungs- und Controlling-Systeme für den Mittelstand" (19. bis 20. Februar in Würzburg).
Da scheint jemand etwas richtig gelernt zu haben!!!
Da scheint jemand etwas richtig gelernt zu haben!!!
American Airlines: Das neue Logo ärgert den Designer...
... des ursprünglichen Auftritts der Fluglinie, Massimo Vignelli. Er entwarf 1967 das Logo, das bis jetzt die Flugzeuge der US-Linie schmückte. Nun sind es am Schwanz der Flugzeuge 11 Streifen, die in Anspielung auf die amerikanische Flagge das Erkennungszeichen von American Airlines darstellen. Doch die US-Flagge besteht aus 13 Streifen. Dazu meint nun der Designer:
»Did American add only 11 stripes [to the flag on the tail] because they are in Chapter 11? I don’t think two more stripes would have been a disaster. And there are only two colors shown instead of all three.«Massimo Vignelli in Business Week
Erich Schmidt: Die vier Titanen des High Techs...
... sind Apple, Amazon, Facebook und natürlich Google. So zitiert jetzt die Washington Post denj Google-Chairman. Wir hier bei der Journalyse hatten ja daraus - mit etwas anderer Sortierung der Anfangsbuchstaben - die AGFA-Gruppe gemacht. Von dem Quartett des Internets, denn aus ihm beziehen alle vier ihre Macht und ihren Markt, sei Amazon der stillste, meint das amerikanische Blatt. Aber das heißt nicht, dass Amazon sill hält, sondern vielmehr sehr agil ist. Letzten Donnerstag offerierte es den Apple-Benutzern einen Weg, wie sie - unter Umgehung von iTunes - doch an die MP3s von Amazon herankommen können. Die Pressemitteilung finden Sie HIER.
Journalyse-Quelle: Washington Post, 18.1.2013: Amazon’s move against Apple signals greater focus on music
Journalyse-Quelle: Washington Post, 18.1.2013: Amazon’s move against Apple signals greater focus on music
Sonntag, 20. Januar 2013
Feedback to the Future: Was man vor 50 Jahren von der Zukunft hielt
1940: »Kein mathematisches Modell kann das Erscheinen einer Innovation vorausberechnen. Der technologische Wandel wird jedes mögliche Gleichungssystem kollabieren lassen.«
John von Neumann, Mathematiker an der Princeton University
Unsere verpassten Zukünfte
Überall wurde in den sechziger Jahren mit Hochdruck an der Zukunft gearbeitet. Ja, es gab nicht mehr nur eine Zukunft, sondern jede Menge Zukünfte. Sie wurden in zumeist spektakulären Szenarien festgehalten. Dabei griff zum Beispiel 1969 der kalifornische Biologe Paul Ehrlich von der Stanford University zur Feder und berichtete in Form einer Reportage direkt aus der Zukunft, indem er aktuelle, tatsächliche Ereignisse intuitiv und visionär verlängerte. So entstand ein imponierendes, anschauliches Horrorszenario einer totalen Umweltzerstörung.Mit Hilfe von Analogien aus der Geschichte versuchte der Historiker Arnold Toynbee die Zukunft zu gestalten. Er forderte 1965 angesichts der immensen Herausforderung durch Atombomben, Wettrüsten und Überbevölkerung in Indien und China - die Errichtung eines Weltstaates (ähnlich dem Römischen Reich) - mit einer eigenen Weltreligion (vergleichbar mit der Christianisierung unter Karl dem Großen). Er nannte seine Glaubensrichtung »Religion Koexistenz«. Dabei waren ihm die westlichen Religionen, die maßgeblich am wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aufstieg des Westens seit der Renaissance mitgewirkt hatten, nicht attraktiv genug. Sein allmächtiger, allwissender und allgegenwärtiger Gott war ihm zu eifersüchtig und intolerant. Buddhismus oder Hinduismus waren daher seine Favoriten.
Das waren indes mehr feuilletonistische Versuche, die Zukunft zu bestimmen. Sehr viel optimistischer und naturwissenschaftlicher war in ihren Vorhersagen die kalifornische Rand Corporation, eine regierungsnahe Denkfabrik.
1964 entwarf sie mit Hilfe der Wissenschaftsgemeinde eine minutiöse »Langfrist-Vorhersage« auf das 21. Jahrhundert. Es war eine gewaltige Wette auf die Zukunft, in die 82 Experten mit ihren Prognosen einstiegen. Angewandt wurde dabei eine Methode, die sie wegen ihres orakelhaften Ansatzes »Delphi« nannten. 2000 und so weiter. Den Fachleuten wurden dabei Fragebogen zugesandt, in denen sie angeben sollten, wann sie das Eintreffen einer bestimmten Neuerung für möglich hielten. Anschließend wurden die Ergebnisse von der Denkfabrik zusammengetragen, konsolidiert und den Experten zur nochmaligen Überprüfung zugestellt. Durch dieses Feedback konnte der einzelne Wissenschaftler seine eigene Ansicht nochmals korrigieren und sich zur Gruppenmeinung positionieren. Dreimal wurde dieser Feedback-Prozess durchlaufen, bis die Zukunft feststand. Herauskam ein bunter Kaleidoskop der – wie wir heute schon absehen können – genialen Fehlprognosen.
Sie seien hier aus dem Delphi-Projekt und anderen Studien der sechziger Jahre zusammengetragen.
1975: Zu diesem Zeitpunkt ist das Büro der Zukunft bereits automatisiert. Die Wettervorhersage ist exakt. Weiterbildung gilt als ein angesehener Zeitvertreib. Einsatz von biologischen Waffen im Krieg.
1978: Computer übersetzen in korrekter Grammatik fremdsprachige Texte. Bemannter Flug zum Mars und zur Venus.
1979: Bei ihrer Entscheidungsfindung bedient sich das Management elektronischer Systeme, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. 1982: Errichtung einer permanenten Mondbasis mit einer zehnköpfigen Besatzung.
1983: Allgemeiner Verbrauch von Psychodrogen wie LSD und Marihuana.
1985: Die kontrollierte Kernfusion gelingt. Somit ist der Energiemangel behoben, die Risiken der Atomtechnik sind besiegt. Landung auf dem Mars und glückliche Rückkehr.
1987: Wetterkontrolle wird anwendbar.
1988: Allgemeiner Einsatz von Dienstleistungsrobotern. Sie machen sich im Haushalt nützlich, übernehmen Drecksarbeiten wie Müllabfuhr und Inspektion von Kanalisationsnetzen.
1990: Herstellung von Treibstoffen und Rohstoffen auf dem Mond. Erzgewinnung vom Meeresboden.
1994: Impfschutz gegen alle Bakterien- und Virenerkrankungen.
1997: Weiterbildung durch direkte Informationseinspeisung ins Gehirn. Durch die elektronische Kommunikation entsteht eine Weltsprache.
2000: In den USA und Europa werde es jeweils 350 Millionen Privatfahrzeuge geben. Überschallflüge verkürzen eine Luftreise zwischen London und Sydney auf 60 Minuten. Die Ozeane werden agrarwirtschaftlich kolonialisiert. Die Erdbevölkerung verdoppelt sich auf sechs Milliarden Menschen.
2006: Auf dem Mars wird für eine zehnköpfige Besatzung eine permanente Bodenstation errichtet.
2020: Der Alterungsprozess beim Menschen wird so verlangsamt, dass die Lebenserwartung um fünfzig Jahre steigt. Bemannte Landung auf den Monden des Jupiters. Tiefschlaf erlaubt es Menschen, sich auf eine neue Form der Zeitreise zu begeben – hinein in die weitere Zukunft.
2022: Telepathie wird als eine ernsthafte Methode erwogen, um mit außerirdischen Lebewesen kommunizieren zu können.
2040: Die Züchtung intelligenter Tiere wie Affen und Delphine gelingt. Sie sollen einfache menschliche Arbeiten verrichten.
2050: Nachrichtenkontakt mit Aliens. Die Schwerkraft lässt sich in ersten erfolgsversprechenden Ansätzen kontrollieren.
Wir kennen die Zukunft – zumindest bis zum Jahr 2012. Eigentlich kann man nur erstaunt sein darüber, was sich die Menschen der sechziger Jahre uns und sich selbst alles zugetraut haben. Was nicht ist, kann ja zumindest noch werden. So meinte 1966 der britische Starprophet Arthur C. Clarke in seinem Buch »Im höchsten Grade phantastisch«, dass es »beim gegenwärtigen Tempo des Fortschritts unmöglich« sei, sich irgendeine »technische Errungenschaft vorzustellen, die, wenn sie überhaupt realisierbar ist, nicht auch in den nächsten fünfhundert Jahren verwirklich werden könnte.« Vielleicht werden wir es erleben...
Made in the USA: "Freies" Copyright erst 2052...
... für alles, was vor 100 Jahren an Publikationen auf die Welt kam. So will es das Copyright-Gesetz der USA, das 1978 in Kraft trat. Zuvor hatte eine andere Regelung gegolten, die zum 1. Januar 2013 eine Fülle von Veröffentlichungen (wie die Erstausgabe von MAD) in die Public Domain versetzt hätte. Nun wird frühestens 2019 etwas daraus, wahrscheinlich aber erst 2052 (wenn zum Beispiel der Autor dieser Zeilen 100 Jahre alt wäre. Die Wahrscheinlichkeit, dass er das erlebt ist sehr gering, obwohl die Prognosen der Delphi-Umfrage aus den sechziger Jahren ihm eine Lebensdauer von 150 Jahren versprochen haben)
Zum Glück leben wir nicht in den USA, sondern in Europa - und da heißt es, dass die Urheberrechte 75 Jahre nach dem Tod des Autors erloschen sind. Demnach müssten alle Werke von Autoren, die bis 1942 gestorben sind, "frei" sein. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie doch mal HIER.
Zum Glück leben wir nicht in den USA, sondern in Europa - und da heißt es, dass die Urheberrechte 75 Jahre nach dem Tod des Autors erloschen sind. Demnach müssten alle Werke von Autoren, die bis 1942 gestorben sind, "frei" sein. Wenn Sie mehr erfahren wollen, lesen Sie doch mal HIER.
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