Dienstag, 27. März 2012

Ich Bin Mobil: 80.000 IBMer fordern Big Blues IT heraus...

... indem sie ihr eigenes Mobilgerät an die unternehmensweite IT anschließen. Insgesamt 120.000 Handys und andere Mobiles greifen auf IBMs interne Systeme zu. Unter dem Kürzel BYOD (Bring Your Own Device) duldet der einstige Weltmarktführer, der in seinen besten Zeiten seinen Kunden die totale Kontrolle über die gesamte unternehmenseigene IT empfohlen und verordnet hatte, dass seine Mitarbeiter, ihre eigenen Gerätschaften an die IBM-Netze und -Systeme anschließen dürfen. Ja, es ist ihnen gar erlaubt, die eigenen Apps zu nutzen. Gegen den Vormarsch des iPhones waren keine Blackberrys gewachsen, auch wenn diese von IBM zur Verfügung gestellt wurden. Insgesamt treten 120.000 der weltweit 440.000 IBMer mobil mit Mother Blue in Kontakt.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 26.3.2012: IBM CIO discusses Big Blue's BYOD strategy

Schon jetzt - so zeichnet der Internet-Dienst Business Insider in dieser etwas zu niedrig aufgelösten Grafik auf - haben Smartphones und Tablets die Welt der PCs zahlenmäßig überholt. Und im Laufe dieses Jahrzehnts werden die Mobilgeräte alles überrollen, was sich ihnen in den Weg stellt. Als Big Blue zwischen 1981 und 1987 das PC-Geschäft noch beherrschte, suchte der Gigant die totale Kontrolle. Heute, wo er selbst weder PCs noch Handys verkauft, ist es ihm egal.

Der Bug, der BATS alles verpatzt, war nicht systemrelevant...

... meint heute die Neue Züricher Zeitung, und auch die anderen Medien spielen das Freitagsdesaster der elektronischen Handelsplattform herunter. Peinlich ist die durch einen Softwarefehler verursachte Panne nur für den Betreiber selbst, der damit nicht nur sein eigenes Initial Public Offering verpatzte, sondern auch seinen bereits im Namen ausgedrücktes Image beschädigte, gegenüber den traditionellen Börsen eine "Better Alternative" zu sein.
Nichtsdestotrotz liefern sich die elektronischen Handelsplattformen, über die inzwischen die Hälfte aller Wertpapiertransaktionen abgewickelt werden, ein erbittertes Rennen um das Geschäft mit dem High Speed Trading, bei dem Bruchteile von Sekunden über Gewinn und Verlust entscheiden. Eine neue Glasfaserleitung, die die Börsen von London und New York miteinander verbinden soll, bringt sechs Millisekunden Zeitvorteil, ein Anstieg um zehn Prozent. Das reicht aus, um das Investment zu rechtfertigen. Aber nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen Handelssystemen ist entscheidend, nicht nur die Zykluszeit der Rechner und die Verarbeitungsleistung der Software, sondern auch die Entwicklungszeit für die Anwendungen, die die Deals berechnen und ausführen. Es kann sogar sein, dass sie in dem Wettstreit um die besten Systeme letztlich den Ausschlag geben. Die Software ist systemrelevant. Und der Bug, der BATS alles verpatzte, hat hier einen sehr, sehr deutlichen Hinweis gegeben.

Montag, 26. März 2012

Antitrust: US-Behörde erklärt Preisabsprachen den Krieg...

... und nimmt dabei keine Rücksicht auf die Management-Position der Betroffenen. Dies machte jetzt - mit indirektem Bezug auf Apple und deren Verlagsgefolgschaft - Sharis Pozen, Leiterin der Antitrust-Behörde des amerikanischen Justizministeriums, sehr deutlich. Apple hatte den Verlagen das Angebot gemacht, dass sie den Preis für Ebooks festlegen - und Apple dann für den Vertrieb über ihre Kanäle 30 Prozent "Buchhändlerrabatt" bekommt. Das entspricht etwa dem in Deutschland praktizierten Modell der Buchpreisbindung. In den USA können zwar die Verlage auch den Endpreis festlegen, von dem sie dann die Hälfte des Verkaufserlöses bekommen, doch sind die Händler frei, zu welchem Preis sie dann die Werke tatsächlich an den Endkunden verkaufen. Die Antitrust-Behörde lehnt das von Apple eingeführte Modell rigoros ab.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 26.3.2012: Trust Buster Takes Hard Line As E-Book Probe Continues

Die Geschichte der Computerspiele...


... ist dem Smithsonian Museum in Washington eine eigene Ausstellung wert. "The Art of Video Games" - so der Titel - erhebt das Medium zur Kunst.

Sonntag, 25. März 2012

Zeitungssterben durch i-Pad3, meint Computerworld...

... und behauptet, dass Tablet-Computer mit ihren hochauflösenden Bildschirmen den Lesern mehr Komfort bieten und Vergnügen bereiten als die Papier-Lektüre. Vor allem können die Leser-User im Unterschied zum Desktop (oder auch Laptop) jederzeit und überall mühelos News goutieren, ohne durch irgendwelchen Firlefanz abhelenkt zu werden. In der Analyse wird zudem festgestellt, dass die Verleger bislang noch keine Antwort auf den offenkundigen Verlust ihres Geschäftsmodells gefunden haben.
Für jeden Dollar, den die elektronischen Medien des Internets an Umsatz gewinnen, verlieren die Printmedien zehn Dollar, heißt es in einer Studie.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 24.3.2012: The newspaper industry must change, or become yesterday's news