Mittwoch, 17. Juni 2009

Microsoft klagt gegen Click-Raub...

... unsd verlangt 750.000 Dollar von Mitgliedern einer Familie, die offensichtlich folgendes Schema angewandt hat: Durch automatisiertes Massenanclicken von Webanzeigen eines Konkurrenten wird dessen Werbebudget so in die Höhe getrieben, das er dies nicht mehr bezahlen kann.
Journalyse-Quelle: The Wall Street Journal, 17.6.2009, Nick Wingfield: "Microsoft Lawsuit Claims Ad Service Was Violated"

Kein Platz mehr bei MySpace: Entlassungen für 420 Mitarbeiter...

... in den USA. Dies berichtet das Wall Street Journal. Danach wird die Mannschaft, die sich heftigster Konkurrenz durch Facebook erwehren muss, auf 1.000 Leute schrumpfen. Weloche Auswirkungen dies auf das internationale Geschäft haben wird, in das MySpace massiv investioert hat, ist noch nicht klar.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 17.6.2009: "MySpace Slashes Jobs As Growth Slows Down"

Dienstag, 16. Juni 2009

Spams: Mehr als 9,4 Millionen Computers "gehackt"...

... um sie unfreiwillig und unbemerkt als Verteilstation von Spams zu nutzen. Dies wurde jetzt auf einer Konferenz in Amsterdam bekannt, die von Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) abgehalten wurde. 270 Teilnehmer aus aller Welt waren dabei, und sie erfuhren von der Sicherheiutsberatung Synantec, dass in
2008 rund 349,6 Milliarden Spams
verschickt wurden, wobei inzwischen
90 Prozent aller Emails Spams
sind, die wiederum zu 90 Prozent von gekidnappten PCs verschickt werden. Es sind PCs, die zumeist Verbrauchern gehören, sich Unternehmen.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 15.6.2009, Maija Palmer: "Secret war in web crooks revealed"

Merger von IT: Zwei Jahre Verspätung bei Citi-Morgan Stanley...

... einem 14 Milliarden Dollar Umsatz schweren Joint-Venture zwischen der Citigroup und Morgan-Stanley, die 2,75 Milliarden Dollar für einen Anteil von 51 Prozent an dem gemeinsamen Brokerhaus bezahlte. Bislang können die insgesamt 18.500 Finanzberater des Gemeinschaftsunternehmens nicht auf die Produkte des jeweils anderen Partners zugreifen, weil die IT-Systeme noch nicht miteinander integriert sind. Das werden noch bis zu zwei Jahren dauern.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 15.6.2009, Francesco Guerrera: "IT snags Citi-M Stanley tie-up"

Der Kampf um den Speicherhersteller Data Domain Inc....

... bringt den Wert des Unternehmens auf inzwischen 1,9 Milliarden Dollar (30 Dollar je Aktie). EMC ist ebenso an der kalifornischen Technologieschmiede interessiert wie NetApp Inc..Data Domain besitzt eine Technologie, die Speicherkapazität zu geringeren Kosten maximiert.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal. 16.6.2009: "Battle for Data Domain Opens Culture Clash"

HP: Kosten um 13 Prozent gesenkt, aber nicht für Grundlagenforschung...

... oder vielmehr das, was Hewlett-Packard unter Langfrist-Projekten versteht, die keinen kurzfristigen Profit abwerfen. Eine gute Nachricht wirft es auf jeden Fall kurzfristig ab, wenn das Unternehmen - das immerhin nach Umsatz der größte Computerhersteller der Welt ist - berichten kann, dass es sein Budget um 30 Prozent erhöht hat, während die Allgemeinkosten um 13 Prozent im am 30. April beendeten Quartal gekürzt wurden - und der Forschungs- und Entwciklungsetat wurde gar um 20 Prozent gesenkt. Ein Widerspruch? Nicht für HP, die mit einem Sonderbudget in nicht genannter Höhe wissenschaftliche Arbeiten an den Universitäten unterstützt. Ansonsten empfiehlt es sich, die Leserkommentare zu dem Bericht im Wall Street Journal zu lesen.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 16.6.2009, Justin Scheck: "H-P Throws More Cash at Scientists"

Staatsschulden 2010: 9.000.000.000.000 Dollar extra...

... werden die Haushalte der zehn reichsten Länder der Welt belasten und damit dort die Verschuldung zwichen 2007 und 2010 von 78 auf 106 Prozent des Bruttoinlandsproduktes treiben. Dies berichtet der Internationale Währungsfonds. 2014 könnten die Schulden sogar 114 Prozent erreichen oder - in einem besonders düsteren Szenario - 150 Prozent.
Journalyse-Quelle: The Economist, 13.6.2009: "The big sweat"

Montag, 15. Juni 2009

MS: Wo »Bing« Krankheit oder Pfannekuchen bedeutet...

... da sollte man diesen Namen erst gar nicht verwenden: in China. Deswegen heißt dort Microsofts Suchmaschine auch Biying, was soviel bedeutet wie "muss beantwortet werden".
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 12.6.2009: "Microsoft Launches Search Engine for China — But Don’t Call It Bing"

Ebay: Seit Februar alles stabil und Grund für...

..."vorsichtigen Optimismus", zitiert das Wall Street Journal den Chef von Ebay, John Donahoe. Zwischen Augus 2008 und Februar hätten sich die Bedingungen stäündig verschlecht, doch nun laufe das Geschäft seiner Einschätzung nach stabil. Es gäbe keine weiteren Rückgänge.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 12.6.2009, "EBay CEO 'Cautiously Optimistic' "

Internet-Piraterie - Warum die Politik versagen wird...

Die New York Times greift das Thema "Piraterie im Internet" auf und kommt zu dem Ergebnis, dass Staat und interessierte Wirtschaft (Musikindustrie, Medien etc.) auf Dauer keine Chance haben, ihre mehr oder minder gesicherten Rechte mit Hilfe staatlicher Gewalt durchzusetzen. "In den USA hat die Musikindustrie erkannt, dass die juristische Verfolgung ihrer größten Fans keine sehr erfolgreiche Marketinstrategie ist." In Frankreich, wo im Web Videos Politiker lächerlich machen, weil sie gar keine Ahnung vom Internet haben, hatte das Verfassungsgericht ein Gesetz gekippt, das die Kontrolle über das Netz zum Zweck der Verfolgung illegalen Kopierens der Exekutivgewalt überantworten wollte. Das Europäische Parlament, in das nun in der EU-Wahl "The Pirate Party" einen Sitz erworben hat, habe wiederholt klargemacht, das der Internet-Zugriff ein Grundrecht des Menschen sei.
Journalyse-Quelle: New York Times, 14.6.2009, Eric Pfanner: "Politicans Fail to Grasp Peer-to-Peer"

Das Wissen der Welt

2009: »Nach Schätzungen des Europäischen Patentamtes finden sich heute 85 Prozent des technischen Wissens der Menschheit in Patentdatenbanken.«
Christoph Ann, Björn Kalbfus
Journalyse-Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.6.2009, Christoph Ann, Björn Kalbfus: "Geheimnisse sind schützenswert"

Sonntag, 14. Juni 2009

Wort zum Sonntag: Treffen der Finanzminister in Italien

»Es ist doch sehr interessant, dass Franreich und Deutschland, die beide nur eine sehr schwache (wirtschaftliche) Erholung erwarten, am stärksten ihre Stimme gegen die Risiken (staatlicher) Stimulanzpakete erheben.«
Eswar Prasad, Brooking Institution, über die Kritik an den massiven Konjunkturpaketen in den USA und Großbritannien, die das Ziel haben, die Wirtschaft nachhaltig zu beleben.
Journalyse-Quelle: Washington Post, 14.6.2009, Antonia Faiola: Global Finance Chiefs Cite Signs of Stability"