Donnerstag, 9. Oktober 2008

Auf der Suche nach den versteckten Installationen

"Managing IT assets can bring big rewards" - unter dieser Überschrift berichtet die englischsprachige Ausgabe der Financial Times über das Thema "Asset-Management". An einigen Beispielen zeigt die Story, wie Unternehmen durch Einsparungen jede Menge Dollars, Pfund oder Euro gespart haben. Es weist darauf hin, dass das Thema Virtualisierung keineswegs die Unternehmen davon entpflichtet, ihren Softwarepartnern mitzuweilen, welche Lizenzen auf welchen Maschinen installiert sind.
Quelle: Financial Times, 8.10.2008

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Die Finanzkrise schlägt durch auf IT-Ausgaben

Jetzt bekam auch SAP die Finanzkrise zu spüren. Nachdem am Montag der Kurs um 16 Prozent auf 28,84 Euro eingebrochen war, eröffnete das Softwarehaus auch am Mittwoch mit einem Minus um den Wert von 26 Euro.
http://de.finance.yahoo.com/q?s=SAP.DE
Der Grund: Statt des Wachstums von 20 Prozent im dritten Quartal, wie es Analysten erwartet hatten, werden es nun nicht mehr als fünf Prozent sein. Eine der Gründe für die Schwäche: Firmen bekommen zur Zeit nicht das Geld zusammen, um große Projekte zu finanzieren. Während in früheren Krisen die Ausgaben für IT eher stiegen, weil sich die Firmen davon höhere Produktivität versprachen, verhindert nun die Finanzkrise den notwendigen Angriff auf die Zukunft. Somit hat der Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelbs recht: "Dies ist keine Bankenkrise. Dies ist ein Bankenskandal."
http://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_S._Phelps

Dienstag, 7. Oktober 2008

IT-Splitter: Ein paar Milliarden mehr

Die Welt ist flach
82,7 Milliarden Dollar: Für 2008 erwarteter Umsatz bei LCD-Flachbildschirmen.

17,0 Milliarden Dollar: Für 2008 erwarteter Umsatz bei Plasma-Flachbildschirmen.
Quelle: Display Search

Die Welt ist eine Google
40 Milliarden Dollar: Für 2008 erwarteter Weltumsatz der Suchmaschinen mit Google an der Spitze. Quelle: Wall Street journal. 3.10.2008

50 Prozent aller Clicks: Es sind nach Erkenntnisse des Internet-Providers AOL nur fünf Prozent aller Benutzer, die für 50 Prozent aller Clicks auf Web-Anzeigen verantwortlich sind. Ob es auch die sind, die am meisten Zeit und am wenigsten Geld haben oder umgekehrt, beantwortet AOL nicht. Quelle: Business Week, 10.3. 2008

Montag, 6. Oktober 2008

Banker 1987 versus 2008

Click zurück nach vorn
Crash 2008:
„Internet, IT und Globalisierung haben das Bankgeschäft dramatisch verändert. Hätten wir über die gleichen Ressourcen verfügt, so wären wir vermutlich um keinen Deut besser gewesen.“
Ludwig Poullain, früherer Chef der WestLB in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (5.10.2008)
Allein die Banken erlebten in den vergangenen Wochen weltweit einen Börsenwertverlust von 1,6 Billionen Dollar

Crash 1987: »Wir haben zum ersten Male im großen Maßstab die negativen Folgen der Liberalisierung, Globalisierung und Computerisierung der Finanzmärkte gesehen.«
F. Wilhelm Christians, damals Vorstand der Deutschen Bank
Im Crash von 1987 verloren die an den Weltbörsen gehandelten Unternehmen einen Wertverlust von einer Billion Dollar

Splitter: IT und der Rest der Welt


309 Milliarden Dollar: Weltweites Volumen für Management-Beratung inklusive IT in 2007. Quelle: Kennedy Information

500.000 Kunden: So viele zahlende Nutzer besitzt inzwischen Xing, das Social Network aus Hamburg. Mit sechs Euro pro Monat sind die Professionals, die sich hier treffen, dabei. Damit holt Xing rund 80 Prozent ihres Umsatzes von 16 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008) ein.

146 Millionen: Anzahl der von Nokia 2007 verkauften Handys, die auch Musik abspielen können. http://www.xing.com/

17 Millionen Adressen: Anzahl der T-Mobile-Kunden, deren Anschriften und Telefonnummer 2006 im größten Datenklau der bundesdeutschen Geschichte der Deutschen Telekom entwendet worden sind. Quelle: FAZ, 6.10.2008

11,3 Billionen Dollar: Auf diese Summe steigt die Staatsverschuldung der USA, nach der jetzt verabschiedeten Bankenrettungsaktion in Höhe von 700 Milliarden Dollar. Quelle: FAZ, 6.10.2008

Donnerstag, 2. Oktober 2008

IT-Services: Extern wächst extrem

Outsourcing bringt ROI von über 25%
Bereits jetzt haben die externen Services inklusive Outsourcing einen Anteil von mehr als 30 Prozent an den IT-Budgets der Wirtschaft. Und das Geschäft mit den Dienstleistungen von außerhalb wächst jährlich um 6,4 Prozent. Outsourcing an sich werde jährlich um 7,4 Prozent wachsen, behauptet die Gartner Group. Nach einer Untersuchung der Beratungsfirma Deloitte würden 83 Prozent der Kunden, die sich für Outsourcing entschieden haben, einen Return On Investment von mehr als 25 Prozent erreichen. Allerdings behaupten nur 34 Prozent der befragten Unternehmen, dass sie durch Outsourcing einen besseren Zugriff auf Innovationen gewonnen hätten. Quelle: Financial Times, 9.7.2008

Online 2008 versus Online 1998

Das Internet: Click zurück nach vorn
Vor zehn Jahren waren 56 K Modems Standard. Wer per Glasfaser mit dem Internet verbunden ist, hat mächtig an Geschwindigkeit gewonnen: Er ist mit maximal 100 Megabit pro Sekunden 1785 mal schneller. Ein Mobilfunkgerät übertrug 1998 Daten mit einer Geschwindigkeit von 9,8 Kilobits pro Sekunde, heute sind die Drahtlosverbindungen 1469 mal schneller. 3,5G-Geräte schaffen 14 Megabit pro Sekunde, DSL-Leitungen sogar 24 Megabits. Quelle: Financial Times, 9.7.2008

Mittwoch, 1. Oktober 2008

CERN: Im Griff des Grid

9000 Server und Rechner aus 30 Ländern schuften für den Large Hadron Collider
Zwar steht der neue, 27 Kilometer lange Teilchenbeschleuniger des CERN in Genf bis Frühjahr 2009 still, doch um ihn herum wurde in den vergangenen Jahren ein weltweites Netz von Rechnern errichtet, das am kommenden Freitag in Betrieb gehen soll. Unter dem Namen LHC Computer Grid sind nicht nur die 9000 CERN-eigenen Server mit der Sammlung und Verarbeitung der Daten, die der Teilchenbeschleuniger ausspuckt, beschäftigt, sondern auch Rechner aus 30 Ländern der Welt. Untereinander verbunden mit Datenleitungen von bis zu 600 Megabyte soll das Grid den Physikern helfen, neue Erkenntnisse über den atomaren Zusammenbau unserer Welt zu gewinnen.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.10.2008

Dienstag, 30. September 2008

Nur 15 Prozent der Server-Leistung genutzt

Nach der Tiefenanalyse über die Server-Auslastung bei einem Kunden fand Hewlett-Packard heraus, dass die rund 3000 Server des Unternehmens nur zu 15 Prozent ausgelastet seien. Was in diesem Unternehmen offensichtlich fehlte, war eine IT-Governance. Aber HP befürchtet, dass viele Kunden gar nicht wüssten, was IT-Governance eigentlich bedeutet. Da ist offensichtlich noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Der Videokanal: Das Internet

Mehr als neun Milliarden Videos werden pro Monat im Internet angeschaut. Das sind - bezogen auf den durchschnittlichen Amerikaner - drei Stunden pro Monat. Wenig im Vergleich zu den 4,5 Stunden pro Tag, den der Amerikaner fernsieht. Quelle: Financial Times UK, 5.3.2008

Montag, 29. September 2008

Wissen oder Dummheit?

Nach dem Zusammenbruch der New Economy, bei dem immerhin vier Billionen Dollar weltweit an Börsenwert vernichtet wurden, meinte damals Gary Becker, Wirtschaftsnobelpreisträger, dass dies die Ökonomie kaum sonderlich durcheinander bringen würde. Der Grund: Im Unterschied zum Börsenkrach von 1929 sei die Wissensbasis um ein Vielfaches höher als damals. Die Börsenplätze würden in ihren Preisfindungen auch nicht annähernd den Wert dieses Wissen reflektieren. Immerhin – so hatte der Futurologe Alvin Toffler bereits 1970 in seinem Buch „Der Zukunftsschock“ geschrieben, würden 90 Prozent aller Wissenschaftler, die es je auf Erden gab, in der heutigen Zeit leben. In letzter Zeit scheint nun Dummheit wieder ein Wachstumsmarkt zu sein.
Als es nämlich jetzt erneut an den Finanzmärkten gewitterte und die US-Regierung mit einem 700-Milliarden-Rettungsplan das Schlimmste verhüten wollte, meinte das britische Wirtschaftsmagazin The Economist, dass nun die „Banken für ihre Dummheit auch noch belohnt“ werden würden.
Siehe auch: http://www.becker-posner-blog.com/
Da schreibt Gary Becker über die Dummheit: "The main problem with the modern financial system based on widespread use of derivatives and securitization is that while financial specialists understand how individual assets function, even they have little understanding of how the whole incredibly complex financial system operates when exposed to various types of stress. In light of such ignorance of the financial system's mode of operation, it is difficult to propose long-term reforms."
Derweil veröffentlichte das Blatt einen Beitrag aus dem Jahr 2021, der aus Versehen durch das Raum-Zeit-Kontinuum in das Heute hineingerutscht ist. Demzufolge planen die Aufsichtsbehörden ein Verbot der Longsellers, also der Leute, die Immobilien kaufen und darauf spekulieren, dass die Preise steigen. Empörend sei – so schwingt es im Unterton mit -, dass die Käufer die Gebäude gar nicht selbst bewohnen…
Gary Becker hat in seinem Blog die richtige Antwort - für heute genau so wie für 2021: Indem man short- oder longsellers verbietet, macht man nichts anderes als "den Boten zu erschießen". In der Tat -seit der Japankrise Anfang der neunziger Jahre weiß man: Shortseller machen keinen Trend, sie nutzen ihn nur. Aber man braucht immer einen Bösewicht (für die Dummen).

Sonntag, 28. September 2008

Verfügbarkeit: Nach wie vor ein heißes Thema

GSE-Tagung hoch über Berlin
Während die Hersteller sich rühmen, Systeme auszuliefern, die 99,999 Prozent Verfügbarkeit ausweisen, drückt die IT-Chefs nach wie vor dieses Thema. Nicht so sehr auf der Hardware-Ebene, sondern durch das Zusammenspiel der diversen Softwareschichten. Die Gesamtperformance lässt nach wie vor zu wünschen übrig. Dies war der Consensus bei der Management-Tagung der Benutzervereinigung GSE (GuideShare), in der vor allem Kunden der IBM Z-Series (ehedem IBM /390) vertreten sind. Mainframes gelten prinzipiell als die Systeme mit der höchsten Verfügbarkeit.