Mittwoch, 14. Januar 2026

1861: Gedanken und Ratschläge… (14)

Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten

„Die Welt: Selig, den die Menschen auf den Händen tragen, wem sie wohlwollen, wem sie schmeicheln, wem sie Gunst erweisen, denn also wandelt man angenehme Wege und verlebt ruhige Tage. Selig wenn euch die Menschen hochschätzen, wenn sie euch loben auszeichnen, mit Ehren überhäufen. Beneidenswerte, die ihr seid, ihr habt den Gipfel des Wünschenswerten erreicht, - frohlocket und genießet eures Glückes.“

„Jesus: Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig ihr, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und euch alles Böse fälschlich nachsagen meinetwegen; freuet euch, jubelt, denn reich ist euer Lohn im Himmel.“ Seite 148)

Pater Adolph von Doß (1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung

Dienstag, 13. Januar 2026

1861: Gedanken und Ratschläge… (13)

Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten

„Die Welt: Selig, die auf ihrem Rechte, und wäre es auch mit Gewalt, bestehen; denn davon ablassen bringt Schande  und Schaden und gewährt dem Nebenmenschen den Vorteil über uns.“ (Seite 148)

„Jesus: Selig, die Friedfertigen; denn sie werden Söhne Gottes heißen.“ Seite 148)

Pater Adolph von Doß (1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung

Zum Tage: Meiner Meinung

 Partei ist organisierte Meinung

Benjamin Disraeli (1804-1881), britischer Staatsmann

Montag, 12. Januar 2026

1861: Gedanken und Ratschläge… (12)

 Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten

„Die Welt: Selig, die ihren Neigung in allem zu Willen sind. Genuß und Befriedigung, – und ginge dabei auch die Seele zugrunde.“

 „Jesus: Selig, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ Seite 148

Pater Adolph von Doß (1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung

Zum Tage: Mode

 Um die Moden zu überstehen, sind die Isolation und die Unbeirrbarkeit des Geistes die einzige Rettung.

Thomas Bernhard (1931-1989) österreichischer Schriftsteller

Sonntag, 11. Januar 2026

Zum Tage: Kriegs-Gesetze

 Im Krieg schweigen den Gesetze

Marcus Tullius Cicero (106-46 v. Christus), römischer Politiker und Autor

Zum Tage: Perföhnlich

1995: »Ein Haarföhn, der in China mit billiger Arbeit hergestellt wurde, verkauft sich in London besser als einer der in Durham mit teurer Arbeit produziert wurde. Aber niemand würde nach Peking reisen, um sich dort die Haare schneiden zu lassen. Persönliche Dienstleistungen haben keine Konkurrenz im Ausland.«

Brian Reading, (1936-2022), Journalist bei der Financial Times

1861: Gedanken und Ratschläge… (11)

 Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten

„Die Welt: Selig, die für sich selber zu sorgen wissen; denn jeder ist sich selbst der Nächste und auf fremde Hilfe rechnen ist unsicher.“

„Jesus: Selig die Barmherzigen; denn auch sie werden Barmherzigkeit erlangen.“ (Seite 147f)

Pater Adolph von Doß (1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung

Samstag, 10. Januar 2026

Nachschlagzeile: Krieg in Europa 1991

Stoltenberg: Krieg in Europa wieder möglich

Nato ist besorgt über die Krise in der Sowjetunion

Die Welt, 13. Dezember 1991

1861: Gedanken und Ratschläge… (10)

 Ein Tagebuch aus vergangenen Zeiten

„Die Welt: Selig, denen Freude und Genuß in Fülle zuströmt; denn nie kann uns deren genug geboten werden; – und das Leben ist so kurz.“

 „Jesus: Selig, die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.“

Pater Adolph von Doß (1825-1886), Jesuit,
gebildeten Jünglingen zur Beherzigung

 

Zum Tage: Verrückt!

„Der Mann dessen Bewusstsein nicht mit der Mehrheit übereinstimmt, ist ein Verrückter.“

George Bernhard Shaw (1856-1950), britischer Schriftsteller

 

Freitag, 9. Januar 2026

Zum Tage: Antwort

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

1951: Theodor W. Adorno (1903-1969), deutscher Philosoph und Soziologe

Lieber Theodor W. Adorno!

Es gibt längst nur noch falsches Leben im richtigen. Und bald gibt es nur noch falsches Leben. Es gibt nur noch Social Media.

Und deren Ober-User spielen sich, wo immer sie sich kommentierend und illustrierend niederlassen, auf, als seien sie eine Anstalt öffentlich-rechtlicher Moral, die unser aller Denken bestimmt. Sie sagen uns, was wir zu denken haben. Sie sind die Hüter der Weltseele.

Es gibt erst recht kein richtiges Denken im falschen.

Wer hätte das gedacht?
R.V.