Samstag, 28. September 2019

Sollte Amazon die IBM kaufen?

Manche sagen ja – und zwar möglichst rasch. Steve Andriole, Professor für Business Technology an der Villanova University, zeigt uns in Forbes, warum.

Donnerstag, 26. September 2019

Ein Fuchs schützt uns vor dem Ad-Overkill

Für den Non-Profit-Browser Firefox wurde Anfang September eine neue Version veröffentlicht, die Cookies von Drittanbietern per Voreinstellung blockiert. Das bedeutet, dass Firefox-Nutzer praktisch über Nacht nicht länger mit automatisch zielgruppengesteuerter Werbung belegt werden können. Der Effekt ist besonders stark in Deutschland, weil die Verbreitung dieses Browser hierzulande einfach wesentlich höher ist als in anderen Ländern. Er ist ein WAHRER Fuchs, dieser Firefox – würde Dittsche sagen.

Donnerstag, 19. September 2019

1987: WAS IST EIN XELLFI?

Das fragte sich damals das Zeitmagazin in einer Serie über unser Gehirn. Das sei ein Nonsense-Wort meinte es dann und könne eigentlich nur memoriert werden, in dem wir es inhaltlich mit dem Wort Schellfisch in Verbindung bringen, Heute würden wir spontan etwas ganz anderes darin spiegeln...
R.V.

Mittwoch, 18. September 2019

Vor 30 Jahren kamen die ersten Notebooks auf den Markt...

"Aktentaschenrechner" wurden sie genannt. 10 Jahre nachdem Adam Osborne den ersten noch 24 Pfund schweren tragbaren Rechner auf den Markt gebracht hatte, kamen vor allem die Japaner (Toshiba) mit ihren weitaus leichteren Gerätschaften ins Geschäft - und in die Aktentasche. Sie waren allerdings noch sauteuer... Über 5000 DM...

Samstag, 14. September 2019

Nobel: Der Körber-Preis ging in die Nachbarstadt

Den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2019 erhielt gestern der deutsche Physiker, Mathematiker und Informatiker Bernhard Schölkopf. Er hat mathematische Verfahren entwickelt, die maßgeblich dazu beitrugen, der Künstlichen Intelligenz (KI) zu ihren jüngsten Höhenflügen zu verhelfen. Marvin Minsky hätte seine helle Freude an ihm! Weltweites Renommee erlangte Schölkopf mit sogenannten Support-Vektor-Maschinen (SVM). Dies sind keine Maschinen im klassischen Sinne, sondern raffinierte Algorithmen, mit denen Computer hochkomplizierte KI-Berechnungen schnell und präzise erledigen können.

Montag, 9. September 2019

No Nobelpreis für Informatiker


1980: »Ich sehe überhaupt nicht ein, warum ich mich mit den Auswirkungen meiner Forschungsergebnisse auseinandersetzen muss. Die Nobelpreise bekommen sowieso nicht die Computer-Wissenschaftler, die gehen an die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler.«

Marvin Minsky (1927-2016, Vater der Künstlichen Intelligenz, in einem Gespräch

Mittwoch, 4. September 2019

Wenn die Kaffeemaschine schlauer ist als ich...

... kann im Haushalt nix mehr anbrennen. Daran arbeiten die Haushaltsgeräte-Hersteller mit Hochdruck, wie jetzt auf der IFA zu sehen sein wird. Miele zum Beispiel legt beim smarten Zuhause nach. Der Barista Assistant macht mir den perfekten Espresso. Und was noch besser ist: Waschmaschine und Trockner denken mit! Nicht nur bei Miele, sondern auch bei Bosch.

Künstliche Intelligenz zeigt bei Bosch ihr Können ab Herbst erstmals in den Sensor-Backöfen der Serie 8. Diese sagen vorher, wann Kuchen oder Braten fertig sein werden und berücksichtigen dabei die individuelle Zubereitung des Garguts im Backofen. In Kombination mit Machine Learning eröffnet sich jetzt eine neue Dimension: Der vernetzte Backofen lernt auf Basis einer wachsenden Menge anonymisierter Daten zahlreicher Back- und Bratenvorgänge. Damit liefert er nicht nur optimale Ergebnisse durch Hochleistungs-Sensorik, sondern wird im Laufe der Zeit immer schlauer, wenn es um das exakte Zubereitungsende des individuellen Gargutes geht. Und noch besser ist die "intelligente Wäschepflege", denn dank "Smart Dry" stehen die vernetzten Bosch-Geräte - Waschmaschine und Trockner - in engem Austausch miteinander...

Dann darf nur nicht der Strom ausfallen...

Freitag, 30. August 2019

Der Hass im Netz und woher er kommt

Ist aus dem Internet eine Plattform für Wut und Angst geworden? Wie kommt es zur Hasskommunikation und warum geben wir so viel Privates preis? Eine Soziologin der Uni Würzburg hat sich auf Spurensuche begeben. Als intimisierte Öffentlichkeiten bezeichnet Elke Wagner, Professorin für Spezielle Soziologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, dieses Phänomen. In ihrem neuen Buch „Intimisierte Öffentlichkeiten – Pöbeleien, Shitstorms und Emotionen auf Facebook“ nimmt sie die aktuelle Diskussion über Soziale Medien, Privatheit und Hasskommunikation auf und analysiert diese neu entstandenen Öffentlichkeiten. Sicher lesenswert für manche Kommentatoren. Erschienen im transcript Verlag 2019, 200 Seiten, ISBN: 978-3-8376-4026-7, Kostenpunkt knapp 30 Euro.

Dienstag, 27. August 2019

Ferdinand Piëch: Der Mann, der VW sanierte

Es war bei einer Veranstaltung der kleinen Gesellschaft für Qualität und Produktivität in den frühen neunziger Jahren, da kam ich mit einem Herrn ins Gespräch, der als Assistent Zugang zu den Vorstandssitzungen des VW-Konzerns hatte. Ferdinand Piëch hatte gerade den Vorsitz übernommen und für uns, die Journalisten war dies ein Mensch, der uns überhaupt nicht lag. So fragte ich meinen Gesprächspartner ganz unschuldig, was er denn von dem neuen Superboss hielt. Seine Antwort machte mich sprachlos: "Endlich wird im Vorstand wieder hart gearbeitet", sagte er und war darob froh. Wenn wir nun daran denken, was allein in den letzten 25 Jahren den VW-Konzern an Skandalen durchgeschüttelt hat, dann fragt man sich schon, was ist das eigentlich für eine Firma, die gerne von sich behauptet der größte Automobilproduzent der Welt zu sein. Dass VW überhaupt so weit gekommen ist, hat diese Gesellschaft, die uns mal als Volksaktie verkauft wurde, wohl vor allem ihren ganz normalen Mitarbeitern zu verdanken. Die müssen verdammt gut sein, um mit einem derart skandalumwitterten Management fertig zu werden. Vielleicht auch deshalb, weil sie genau das tun können, was auch dem nun verstorbenen Ferdinand Piëch nachgesagt wird: hart arbeiten und nicht Schummelsoftware für sich arbeiten zu lassen. 

Raimund Vollmer

Samstag, 24. August 2019

Confidential Computing Consortium gegründet

Das jetzt gegründete Confidential Computing Consortium soll es ermöglichen, Daten zu verarbeiten, die verschlüsselt im Speicher liegen. Damit soll die letzte theoretische Lücke geschlossen werden, durch die Daten ungewollt in fremde Hände gelangen können. Gründungsmitglieder des Industriekonsortiums sind Alibaba, Arm, Baidu, Google, IBM, Intel, Microsoft, Red Hat, Swisscom und Tencent. Neben den Herstellern sollen auch Wissenschaftler beteiligt sein; die Linux Foundation koordiniert die Zusammenarbeit.
Als Methode zur sicheren Verarbeitung verschlüsselter Daten dient die Bereitstellung von abgesicherten Umgebungen, Trusted Execution Environments (TEEs), mit Hardware-Unterstützung in den Prozessoren. Das Confidential Computing Consortium startet mit drei freien Projekten, die von den Gründungsmitgliedern beigetragen werden. Von Intel kommt das Software Guard Extensions SDK für Anwendungsentwickler. Microsoft steuert das Open Enclave SDK bei, das plattformübergreifend ist und eine einfache Abstraktion der Enklaven bereitstellt. Von Red Hat kommt Enarx, das die Hardware-Unabhängigkeit der Anwendungen anstrebt.

Dienstag, 20. August 2019

1989: Ein anderes Apollo-Programm

Vor 30 Jahren übernahm Hewlett-Packard für 475 Millionen Dollar den Workstation-Pionier Apollo Computers, der - 1989 gegründet - lange Zeit von Sun diesen jungen Markt dominierte. Raimund Vollmer
Journalyse-Quelle: Diese Anzeige erschien imNovember 1988 in der CZ

Montag, 12. August 2019

IBM verliert weiter an Wert (und Renommee)

Die Marktkapitalisation der 100 größten Aktiengesellschaften der Welt ist innerhalb eines Jahres um 1,04 Billionen Dollar (5 Prozent) auf insgesamt 21 Bio. Dollar gestiegen. So lautet eines der Kernergebnisse des aktuellen „Global Top 100“-Ranking von PricewaterhouseCoopers. Das Ranking analysiert die 100 weltweit führenden Unternehmen nach Marktkapitalisierung. Die Analyse umfasst den Zeitraum vom 31. März 2018 bis zum 31. März 2019 und vergleicht die Veränderungen in den vergangenen zehn Jahren sowie Regionen und Branchen. Demnach hat Microsoft (Marktwert 905 Mrd. Dollar) Apple (896 Mrd. Dollar) als wertvollstes Unternehmen abgelöst – und die Google-Mutter Alphabet verlor den dritten Platz auf dem Treppchen an Amazon. Alles prominente Namen der IT-Branche. Auch der einstmals "Big Blue" titulierte Konzern IBM taucht in dem Ranking auf, allerdings nur noch unter ferner liefen auf Platz 67 mit Marktkapitalisierung 126 Mrd. Dollar. Das sind 11 Plätze und 15 Mrd. Dollar schlechter als noch 2018. Damit liegt IBM nur noch knapp vor absoluten Newcomern im Ranking wie Salesforce.com – und nur noch 27 Mrd. Dollar vor dem Rausflug aus dem Ranking.