Samstag, 4. Januar 2025

Nachschlagzeile: Steuern

"'Lohnsteuererklärungen
könnten zur Hälfte wegfallen.'"

Welt am Sonntag, 2. Februar 2003, Seite 2, zitiert wird mit dieser Headline Dieter Ondracek, Chef der Steuergewerkschaft

Zum Tage: Unsterblichkeit

 Der Tod ist der Beginn der Unsterblichkeit.

Maximilien de Robespierre (1758-1794), französischer Revolutionär

Freitag, 3. Januar 2025

Nachschlagzeile: Der Staat

 "Wir haben mehr Staat, als wir uns leisten können"

Bundespräsident Köhler am 4. Oktober 2004 in der "Welt", Seite 1

Zum Tage: Unglücklich

 „Durch Nachdenken wird man meist unglücklich.“

Joseph Joubert (1754-1824) , französischer Moralist

 

Donnerstag, 2. Januar 2025

Zum Tage: Und wen feiern wir 2025?

 „Wenn ein Volk seine Dichter nicht mehr lesen will, feiert es sie.“

Alec Guiness (1914-2000), englischer Schauspieler

Wer liest schon Rainer Maria Rilke? Günter Grass? Heinrich Mann? Oder gar Hannah Arendt, zwar keine Dichterin, aber Denkerin?

 

 

 

Nachschlagzeile: Eliten

 "Deutschland misstraut seinen Eliten"

Die Welt, 19. November 2004, Seite 1

Mittwoch, 1. Januar 2025

Zum Neuen Jahr

 „Von der Gewalt, die alle Menschen bindet,
befreit der Mensch sich, der sich überwindet.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichterfürst

Dienstag, 31. Dezember 2024

TITAN ODER UNTERTAN (Teil 4)


 

Teil 4: Kleistern mit Kleist

Da ich das, was ich gerne schreiben möchte, einfach nicht in die Tastatur hineinbekomme, es sind immer viel zu viele Gedankengeister gleichzeitig, die sich der Aufmerksamkeit meiner Finger unterwerfen möchten, lade ich Euch, meine lieben Freunde, stattdessen zu einem Experiment ein – vor allem die, die sich bei ChatGPT & Co. schon eingenistet haben. 


Heinrich von Kleist hat 1810 in einer politischen Kampfzeitung, den „Berliner Abendblättern“, ein Gebet simuliert, von dem ich den Eindruck habe, dass es sehr gut auf unsere momentane Situation und auf die der Deutschen passt. Ich habe mich gefragt, wenn diese Simulation tatsächlich eine Computersimulation wäre, die ChatGPT oder irgendein anderes Sprachmodell erstellt hätte und nicht ein echter Autor, wie ich darauf wohl reagieren würde. Erstens würde ich die Künstlichkeit erkennen und akzeptieren, zweitens würde ich mich angesprochen fühlen, die Schlafsucht – die einen ja vor allem in der Silvesternacht befällt – zu besiegen und würde ich drittens ChatGPT beauftragen, mir eine entsprechende Antwort zu formulieren – kurzum: mit diesem Text zu experimentieren. Was geschieht, wenn Ihr ChatGPT – in welcher Form auch immer und mit welchem Auftrag – mit diesem Text oder Stichworten daraus konfrontiert. Natürlich könnt Ihr ihn auch klassisch kommentieren oder adaptieren und wir uns hinterher fragen, ist der neue Text, sind die neuen Gedanken nun aus der Maschine oder von einem Menschen. Sind wir die Titanen oder die Untertanen? Wäre schön, wenn Ihr mitmacht. Als Silvester-Jux.

 „Gott, mein Vater im Himmel, Du hast dem Menschen ein so freies, herrliches und üppiges Leben bestimmt. Kräfte unendlicher Art, göttliche und tierische, spielen in seiner Brust zusammen, um ihn zum König der Erde zu machen. Gleichwohl, von unsichtbaren Geistern überwältigt, liegt er, auf verwunderungswürdige und unbegreifliche Weise, in Ketten und Banden: das Höchste, vom Irrtum geblendet, lässt er zur Seite liegen, und wandelt, wie mit Blindheit geschlagen, unter Jämmerlichkeiten und Nichtigkeiten umher. Ja, er gefällt sich in seinem Zustand: und wenn die Vorwelt nicht wäre und die göttlichen Lieder, die von ihr Kunde geben, so würden wir gar nicht mehr ahnden, von welchen Gipfeln, o Herr! der Mensch um sich schauen kann. Nun lässest du es, von Zeit zu Zeit, niederfallen, wie Schuppen, von dem Auge eines deiner Knechte, den du dir erwählst, dass er die Torheiten und Irrtümer seiner Gattung überschaue; ihn köderst du mit dem Köcher der Rede, dass er, furchtlos und liebreich, mitten unter sie trete, und sie mit Pfeilen, bald schärfer, bald leiser, aus der wunderlichen Schlafsucht, in welcher sie befangen liegen, wecke.“

Ob es wohl mehr als zehn Kommentare geben wird, oder hat die Schlafsucht uns übermannt? R.V.

Zum Tage: Trennung

 „Die Trennung vermindert die schwachen Gefühle und steigert die großen – wie der Wind die Kerzen löscht, die Feuer aber entfacht.“

Francois de La Rochefoucauld  (1613-1680), französischer Moralist

Nachschlagzeile

Am 1. Juni 1992 stand in der „Welt“:

„Jedes Jahr sterben 100 000 Arten aus“

Montag, 30. Dezember 2024

Zum Tage: Egoismus

„Egoismus besteht darin, sein Glück auf Kosten anderer zu machen.“

Jean Baptiste Lacordaire (1802-1861), französischer Theologe

Sonntag, 29. Dezember 2024

Zum Tage: Gefährder

2004: „Ob jemand Gefährder ist, muss erst mit den Ländern verhandelt werden.“

Jörg Ziercke, Chef des Bundeskriminalamts, über Probleme des Föderalismus bei der Terrorbekämpfung