Mittwoch, 25. April 2012
Dienstag, 24. April 2012
Google offeriert Benutzern 5 Gigabyte freien Speicher
So heißt es heute offiziell, nachdem in Frankreich eine entsprechende Meldung aus Versehen durchgesickert war.
Facebook: Eine Milliarde Dollar für 900 Millionen User...
... heißen die Schlüsselzahlen des ersten Quartals für ein Unternehmen, das 100 Milliarden Dollar wert sein will. Der Umsatz sank in Q1 2012 gegenüber Q4 2011 um sechs Prozent auf exakt 1,06 Milliarden Dollar. Der Gewinn purzelte gar um 32 Prozent auf 205 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Benutzer um 33 Prozent von 680 auf nunmehr 901 Millionen. Mehr als die Hälfte davon, exakt 488 Millionen, nutzen Facebook mobil. Die Betriebskosten des Unternehmens, das als die Urmutter der sogenannten Social Networks gilt, verdoppelten sich nahezu im Vergleich zu Q1 2011 von 343 auf 677 Millionen Dollar.
Gab Facebook im gesamten Jahr 2011 rund 68 Millionen Dollar für Unternehmens- und Patent-Akquisitionen aus, so waren es allein in den vergangenen zwei Wochen rund 1,55 Milliarden Dollar. Eine Milliarde kostete der Kauf von Instagram, 550 Millionen Dollar bekam Microsoft für Patente, die Facebook im Patent-Streit mit Yahoo! dringend benötigt.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 24.4.2012: Facebook's Growth Slows as IPO Nears
Gab Facebook im gesamten Jahr 2011 rund 68 Millionen Dollar für Unternehmens- und Patent-Akquisitionen aus, so waren es allein in den vergangenen zwei Wochen rund 1,55 Milliarden Dollar. Eine Milliarde kostete der Kauf von Instagram, 550 Millionen Dollar bekam Microsoft für Patente, die Facebook im Patent-Streit mit Yahoo! dringend benötigt.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 24.4.2012: Facebook's Growth Slows as IPO Nears
Montag, 23. April 2012
Antitrust, Apple und Verlage: Wer schützt Amazon?
Kommentar. Das erregt die Gemüter: Da kommt einer und bricht ein Monopol, anschließend bekommt er eine Antitrust-Klage an den Hals. So geschehen mit Apple in ihrem von den Großverlagen unterstützten Kampf gegen Amazon und deren aggressivem Verhalten beim Vertrieb von Ebooks. Was für ein Skandal!!! Immerhin ist das, was Apple da macht, in Deutschland, dem Mutterland des Ordoliberalismus, sogar gesetzlich geschützt - die Preisbindung bei Büchern.
Nun, die Empörung basiert auf einem grundlegenden Missverständnis, meint nicht nur das Wall Street Journal, dessen Eigentümer, die News Corp. des Verlegers Rupert Murdoch, sogar mit auf der Anklagebank sitzt. In der Tat - die gesamte Geschichte der Antitrustverfahren geht nicht darum, die Wettbewerber zu schützen, sondern den Wettbewerb zu ermöglichen. Dabei wird die Welt aus der Sicht des Kunden, vornehmlich des Privatkunden, des Verbrauchers, betrachtet, nicht aus der Perspektive des Wettbewerbers. Und aus dieser Sicht macht das Antitrust-Verfahren gegen Apple & Co. sehr viel Sinn. Denn der Verdacht, dass es sich hier um eine Art Verschwörung gegen den Kunden handelt, ist nunmal nicht ganz von der Hand zu weisen. Amazon ist der Preisbrecher. Es ist das Unternehmen, das wie kein anderes der Welt des elektronischen Handels um den Kunden herum organisiert ist. Selbst Facebook oder Twitter kommen da auch nicht annähernd ran. Google ebenfalls nicht. Sie sind um die Werbung herum organisiert, um die Anbieter. Und Apple? Apple ist um sich selbst herum organisiert. Das ist übrigens die gefährlichste Form. Nicht für den Wettbewerb, sondern für das Unternehmen selbst.
Nun, die Empörung basiert auf einem grundlegenden Missverständnis, meint nicht nur das Wall Street Journal, dessen Eigentümer, die News Corp. des Verlegers Rupert Murdoch, sogar mit auf der Anklagebank sitzt. In der Tat - die gesamte Geschichte der Antitrustverfahren geht nicht darum, die Wettbewerber zu schützen, sondern den Wettbewerb zu ermöglichen. Dabei wird die Welt aus der Sicht des Kunden, vornehmlich des Privatkunden, des Verbrauchers, betrachtet, nicht aus der Perspektive des Wettbewerbers. Und aus dieser Sicht macht das Antitrust-Verfahren gegen Apple & Co. sehr viel Sinn. Denn der Verdacht, dass es sich hier um eine Art Verschwörung gegen den Kunden handelt, ist nunmal nicht ganz von der Hand zu weisen. Amazon ist der Preisbrecher. Es ist das Unternehmen, das wie kein anderes der Welt des elektronischen Handels um den Kunden herum organisiert ist. Selbst Facebook oder Twitter kommen da auch nicht annähernd ran. Google ebenfalls nicht. Sie sind um die Werbung herum organisiert, um die Anbieter. Und Apple? Apple ist um sich selbst herum organisiert. Das ist übrigens die gefährlichste Form. Nicht für den Wettbewerb, sondern für das Unternehmen selbst.
China: Betrug mit gefälschten iPads
So berichtet das Wall Street Journal. Weil in China das neue iPad noch nicht erhältlich ist, versuchen kriminelle Händler den Bedarf mit gefälschten oder veralteten Produkten zu befriedigen. Bis zu 200.000 Clicks pro Tag zählen diese Kriminiellen auf ihren Websites. Hier werden falsche Versprechnungen gemacht. Offensichtlich ein florierendes Geschäft in einem Land, in dem seit 2009 rund 129 Millionen neue User hinzugekommen sind.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.4.2012: iPad-Betrug hat in China Hochkonjunktur
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.4.2012: iPad-Betrug hat in China Hochkonjunktur
Freitag, 20. April 2012
GEMA versus YouTube: Ist das Urteil gerecht?
Urteilen Sie selbst! Das Landgericht Hamburg scheint sich auf die Seite der GEMA zu schlagen. Wirklich? Hier ist der Bericht der BERLINER MORGENPOST, auf den wir Sie hier verlinken.
Mitarbeiter strengen Antitrust-Verfahren gegen Apple, Google und Intel an
Insgesamt sieben Technologie-Firmen wurden jetzt vor dem Bezirksgericht von Nordkalifornien verklagt, weil sie untereinander verabredet hätten, bestimmte Mitarbeiter untereinander nicht durch sogenannte "kalte Anrufe" abzuwerben. Ein privates Antitrust-Verfahren, das die betroffenen Mitarbeiter eingeleitet haben, soll den Vorwurf klären, der sich auf den Zeitraum 2005 bis 2007 bezieht. Zu den Beklagten gehören Apple, Google, Intel und Adobe. Diese Firmen hätten in geheimen Absprachen eine entsprechende Telefonliste zusammengestellt. Mit dieser Absprache sollten die Mitarbeiter in der vorgesehenen Gehaltsspur gehalten werden. Bei dem Verfahren scheint der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs eine Schlüsselrolle gespielt zu haben. So soll er die Mobilfirma Palm mit Gerichtsverfahren bedroht haben, weil sie an dieser Verschwörung nicht mitmachen wollte. Zudem soll eine entsprechende Vereinbarung auch zwischen Lucasfilm und der Jobs-Schöpfung Pixar bestanden haben.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 20.4.2012: Apple, Google and others to face former employees' antitrust suit
Journalyse-Quelle: Computerworld, 20.4.2012: Apple, Google and others to face former employees' antitrust suit
Donnerstag, 19. April 2012
Business Intelligence: Der leere Thron
Gedanken zu einem Thema, das unser Denken ersetzt...
Ist dies der finale Traum von Business Intelligence (BI)? Mitte des nächsten Jahrzehnts werden die Unternehmen keine Data Warehouses mehr errichten müssen, sondern alle herein- und herausströmenden Daten werden automatisch katalogisiert und kategorisiert und von Suchmaschinen nach allen Regeln der Kunst für jeden Wunsch individuell zusammengestellt. Möglich wird dies durch 64-Bit-Systeme und weiter fallende Hauptspeicher-Preise. Von BI als einer separaten Disziplin wird dann niemand mehr sprechen. Die Reports googlen und generieren sich selbst. Das Management braucht nur noch seine Entscheidungen zu treffen. Es ist eine wunderbare Welt, die Bürokratie überlassen wir endgültig der Technologie. Wir selbst haben den Kopf frei – aber für was?
Das 20. Jahrhundert erlebte den triumphalen Aufstieg der Bürokratie, die heute alles kontrolliert – nur nicht sich selbst. Für alles und jedes ersann sie Regelwerke, die das Ziel hatten, eine Welt zu errichten, in der die Systeme alles entscheiden, aber nicht der Mensch. Er sollte entthront werden mitsamt seiner Fähigkeit zu denken und zu lenken.
Es ist mehr als vierzig Jahre her, da eröffnete der deutsche Philosoph Hans-Georg Gadamer den VIII. Deutschen Kongress für Philosophie mit den Worten: »Die Entthronung der Philosophie hat begonnen.« An die Stelle der einstigen Königin der Wissenschaften trete nun die Technik. Und ihr treuester Geselle wäre die Bürokratie mit ihrer ständig wachsenden Zahl an Angestellten. Doch wer regiert dann die Welt? 1992 gab Gadamer darauf eine Antwort: »Manchmal habe ich, wie jeder Mensch, Angstträume, und einer meiner wachen Angstträume ist, dass es eine bürokratische Gesellschaft geben wird, mit einem höchsten Thron, auf dem niemand mehr sitzt.«
Haben wir, unsere Chefs und unsere Regierungen, wirklich nichts mehr zu sagen? Wird Business Intelligence weder der Bürokratie noch dem Management jene Autarkie geben, nach der sich beide seit Jahrzehnten sehnen? Rationalisiert sich die Bürokratie und damit auch das Management selbst weg?
Noch 1895 waren in Deutschland nur zehn Prozent der Beschäftigten Angestellte. Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts kam auf drei Arbeiter ein Angestellter. 21 Wirtschaftszweige wiesen bereits mehr Angestellte als Arbeiter aus. »Der Kreis der Personen, die wirklich etwas erzeugen, wird immer kleiner, der Kreis derer, die damit Handel treiben, immer größer«, hatte 1966 Horst Wagenführ, Leiter des Wickert-Instituts für wirtschaftliche Zukunftsforschung in Tübingen, prognostiziert. Eines gar nicht mehr so fernen Tages, raunte der Zukunftsforscher, werde »kaum noch etwas übrig bleiben, womit man Handel treiben könne.« Es sei denn man fing an, genau mit dem Handel zu treiben, was Wagenführ und seine Leute für die Wirtschaft produzierten: mit Wissen um die Zukunft – mit Business Intelligence.
Der französische Geologe und Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin hatte 1963 in seinem Buch »Die Zukunft des Menschen« prophezeit, dass es zu einer »Einswerdung« der gesamten Menschheit kommen werde. Sie würde sich auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung zu einer »denkenden Einheit« zusammenschließen. Und mit dem Internet haben wir ja genau die Grundlage für eine solche „denkende Einheit“ geschaffen.
Kurzum: Es ist an der Zeit, dass wir wieder mit dem Denken anfangen. Bei all den vielen Daten und Reports muss sich ja doch auch noch etwas denken lassen. Wir sollten den Thron wieder besetzen.
Ganz ehrlich: Die Krise an den Finanzmärkten ist auch vor diesem Hintergrund als deutlicher Hinweis zu verstehen. Wir hatten das Denken den Systemen überlassen.
(Raimund Vollmer, 2008)
Ist dies der finale Traum von Business Intelligence (BI)? Mitte des nächsten Jahrzehnts werden die Unternehmen keine Data Warehouses mehr errichten müssen, sondern alle herein- und herausströmenden Daten werden automatisch katalogisiert und kategorisiert und von Suchmaschinen nach allen Regeln der Kunst für jeden Wunsch individuell zusammengestellt. Möglich wird dies durch 64-Bit-Systeme und weiter fallende Hauptspeicher-Preise. Von BI als einer separaten Disziplin wird dann niemand mehr sprechen. Die Reports googlen und generieren sich selbst. Das Management braucht nur noch seine Entscheidungen zu treffen. Es ist eine wunderbare Welt, die Bürokratie überlassen wir endgültig der Technologie. Wir selbst haben den Kopf frei – aber für was?
Das 20. Jahrhundert erlebte den triumphalen Aufstieg der Bürokratie, die heute alles kontrolliert – nur nicht sich selbst. Für alles und jedes ersann sie Regelwerke, die das Ziel hatten, eine Welt zu errichten, in der die Systeme alles entscheiden, aber nicht der Mensch. Er sollte entthront werden mitsamt seiner Fähigkeit zu denken und zu lenken.
Es ist mehr als vierzig Jahre her, da eröffnete der deutsche Philosoph Hans-Georg Gadamer den VIII. Deutschen Kongress für Philosophie mit den Worten: »Die Entthronung der Philosophie hat begonnen.« An die Stelle der einstigen Königin der Wissenschaften trete nun die Technik. Und ihr treuester Geselle wäre die Bürokratie mit ihrer ständig wachsenden Zahl an Angestellten. Doch wer regiert dann die Welt? 1992 gab Gadamer darauf eine Antwort: »Manchmal habe ich, wie jeder Mensch, Angstträume, und einer meiner wachen Angstträume ist, dass es eine bürokratische Gesellschaft geben wird, mit einem höchsten Thron, auf dem niemand mehr sitzt.«
Haben wir, unsere Chefs und unsere Regierungen, wirklich nichts mehr zu sagen? Wird Business Intelligence weder der Bürokratie noch dem Management jene Autarkie geben, nach der sich beide seit Jahrzehnten sehnen? Rationalisiert sich die Bürokratie und damit auch das Management selbst weg?
Noch 1895 waren in Deutschland nur zehn Prozent der Beschäftigten Angestellte. Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts kam auf drei Arbeiter ein Angestellter. 21 Wirtschaftszweige wiesen bereits mehr Angestellte als Arbeiter aus. »Der Kreis der Personen, die wirklich etwas erzeugen, wird immer kleiner, der Kreis derer, die damit Handel treiben, immer größer«, hatte 1966 Horst Wagenführ, Leiter des Wickert-Instituts für wirtschaftliche Zukunftsforschung in Tübingen, prognostiziert. Eines gar nicht mehr so fernen Tages, raunte der Zukunftsforscher, werde »kaum noch etwas übrig bleiben, womit man Handel treiben könne.« Es sei denn man fing an, genau mit dem Handel zu treiben, was Wagenführ und seine Leute für die Wirtschaft produzierten: mit Wissen um die Zukunft – mit Business Intelligence.
Der französische Geologe und Paläontologe Pierre Teilhard de Chardin hatte 1963 in seinem Buch »Die Zukunft des Menschen« prophezeit, dass es zu einer »Einswerdung« der gesamten Menschheit kommen werde. Sie würde sich auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung zu einer »denkenden Einheit« zusammenschließen. Und mit dem Internet haben wir ja genau die Grundlage für eine solche „denkende Einheit“ geschaffen.
Kurzum: Es ist an der Zeit, dass wir wieder mit dem Denken anfangen. Bei all den vielen Daten und Reports muss sich ja doch auch noch etwas denken lassen. Wir sollten den Thron wieder besetzen.
Ganz ehrlich: Die Krise an den Finanzmärkten ist auch vor diesem Hintergrund als deutlicher Hinweis zu verstehen. Wir hatten das Denken den Systemen überlassen.
(Raimund Vollmer, 2008)
Amazon & Cloud: Ein Drittel der User ist täglich hier...
... meint Craig Labovitz von der Marktforschung DeepFieldNetworks mit Blick auf das Verhalten der Internet-Benutzer in den Vereinigten Staaten. Insgesamt zieht die Amazon-Cloud zwar nur ein Prozent des täglichen Internet-Verkehrs auf sich, doch man müsse berücksichtigen, dass es sich hier keineswegs um datenintensive Formen der Kommunikation handelt wie bei YoiTube, das mit seinen Videos sechs Prozent der Kapazität verbraucht. Nach Meinung von Labovitz wird die Cloud mehr und mehr das Internet - egal, ob nun der Provider Google, Apple, Amazon oder Microsoft heißt.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.4.2012: Amazon cloud accessed daily by a third of all 'Net users
Journalyse-Quelle: Computerworld, 18.4.2012: Amazon cloud accessed daily by a third of all 'Net users
Mittwoch, 18. April 2012
IBMs erstes Quartal: Profit rauf, Hardware runter...
... und zieht damit das Wachstum des dereinst größten Computerherstellers auf ein Plus von magere 0,3 Prozent auf 24,67 Milliarden Dollar herunter. In Europa, Mittleren Osten und Afrika (EMEA) war der Umsatz sogar um zwei Prozent gefallen, in den "Americas" um ein Prozent gestiegen und in den Schwellenländern, den Brics, machte Big Blue ein Plus von stolzen neun Prozent.
Um 6,7 Prozent war der Hardware-Umsatz im ersten Quartal gefallen, wobei im Jahresvergleich die damals brandaktuelle hochwertige z-Serie das Ergebnis verbesserte. Diesen Effekt hatte Big Blue jetzt nicht. Die Umsätze der z-Division sind jetzt zum zweiten Mal in Folge gefallen. Von vier auf 3,7 Milliarden Dollar war im Bereich Systems & Technology der Umsatz gesunken. (Es soll hier sogar rote Zahlen gegeben haben: 103 Millionen Dollar).
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John Akers, Chef der IBM, im Spiegel 51/1986:
IBM steigerte hingegen ihre Software-Umsätze um 5,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Bei den Technologie-Services gab es einen Anstieg um 1,7 Prozent auf zehn Milliarden Dollar, bei den auf Geschäftsanwendungen bezogenen Umsätzen gab's ein Minus von 1,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar.
3,07 Milliarden Dollar Gewinn brachten gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres ein Plus von immerhin 7,1 Prozent.
Kommentar. Wie smart ist das eigentlich, wenn eine Firma, die dereinst mit Leib und Seele dem IT-Markt verpflichtet war und entsprechend ihre Mitarbeiter aussuchte und erzog, nur noch nach den Segmenten schaut, die genügend Profit abwerfen? Da weiß man doch als Kunde nie, ob es mittelfristig richtig ist, bei dieser Firma zu kaufen. Und wenn man dann die hochprofitablen und wachstumsverheißenden Geschäftsbereiche anschaut, dann wird man sich als Kunde auch fragen, ob diese Bereiche nicht deswegen so profitabel sind, weil man als Kunde nicht so schnell da heraus kann, man also Gefangener ist. Wirklich vertrauenserweckend ist die Strategie der IBM nicht. Klar, IBM hat in vielen Großunternehmen mit dem CIO immer noch einen ganz, ganz dicken Freund. Was aber passiert, wenn dieser plötzlich unter Druck gerät? Wenn dessen Vorstand meint, dass man manche Services bei Mitbewerbern mindestens ebenso gut zu besseren Preisen bekommen kann? Was geschieht, wenn sich - wie es sich momentan bereits andeutet - der Service weder für Wachstum noch für Profit steht? Beginnt dann auch dessen Ausverkauf? Da mal ein Stück, hiermal ein Stück...
IBM ist und bleibt vorerst ein "eiskaltes Projekt", wie wir hier kürzlich meinten - in unserem bislang meistgelesenen Tagebucheintrag. SIEHE HIER.
Nachtrag. Übrigens feiert die von Google in ihrer Quartalsberichterstattung hochgeratete Wirtschaftspresse das IBM-Ergebnis als Erfolg, so dass wir mit unserer skeptischeren Sicht allein dastehen. Lassen Sie sich also von uns nicht beeinflussen!
Um 6,7 Prozent war der Hardware-Umsatz im ersten Quartal gefallen, wobei im Jahresvergleich die damals brandaktuelle hochwertige z-Serie das Ergebnis verbesserte. Diesen Effekt hatte Big Blue jetzt nicht. Die Umsätze der z-Division sind jetzt zum zweiten Mal in Folge gefallen. Von vier auf 3,7 Milliarden Dollar war im Bereich Systems & Technology der Umsatz gesunken. (Es soll hier sogar rote Zahlen gegeben haben: 103 Millionen Dollar).
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John Akers, Chef der IBM, im Spiegel 51/1986:
»Wir sind in einem Geschäft, das in jeder Hinsicht international ist. Wir handeln in diesem Geschäft nach ethischen Maßstäben. Dieses Geschäft beruht auf unserer Partnerschaft mit den Kunden, und es beruht auf der Begeisterungsfähigkeit und der harten Arbeit unserer Leute. Ob der Chef persönlich nun Golf spielt oder Segelflieger ist, macht dabei wenig Unterschied.«--------------------------------------------------------------------------------------------
IBM steigerte hingegen ihre Software-Umsätze um 5,5 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Bei den Technologie-Services gab es einen Anstieg um 1,7 Prozent auf zehn Milliarden Dollar, bei den auf Geschäftsanwendungen bezogenen Umsätzen gab's ein Minus von 1,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar.
3,07 Milliarden Dollar Gewinn brachten gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres ein Plus von immerhin 7,1 Prozent.
Kommentar. Wie smart ist das eigentlich, wenn eine Firma, die dereinst mit Leib und Seele dem IT-Markt verpflichtet war und entsprechend ihre Mitarbeiter aussuchte und erzog, nur noch nach den Segmenten schaut, die genügend Profit abwerfen? Da weiß man doch als Kunde nie, ob es mittelfristig richtig ist, bei dieser Firma zu kaufen. Und wenn man dann die hochprofitablen und wachstumsverheißenden Geschäftsbereiche anschaut, dann wird man sich als Kunde auch fragen, ob diese Bereiche nicht deswegen so profitabel sind, weil man als Kunde nicht so schnell da heraus kann, man also Gefangener ist. Wirklich vertrauenserweckend ist die Strategie der IBM nicht. Klar, IBM hat in vielen Großunternehmen mit dem CIO immer noch einen ganz, ganz dicken Freund. Was aber passiert, wenn dieser plötzlich unter Druck gerät? Wenn dessen Vorstand meint, dass man manche Services bei Mitbewerbern mindestens ebenso gut zu besseren Preisen bekommen kann? Was geschieht, wenn sich - wie es sich momentan bereits andeutet - der Service weder für Wachstum noch für Profit steht? Beginnt dann auch dessen Ausverkauf? Da mal ein Stück, hiermal ein Stück...
IBM ist und bleibt vorerst ein "eiskaltes Projekt", wie wir hier kürzlich meinten - in unserem bislang meistgelesenen Tagebucheintrag. SIEHE HIER.
Nachtrag. Übrigens feiert die von Google in ihrer Quartalsberichterstattung hochgeratete Wirtschaftspresse das IBM-Ergebnis als Erfolg, so dass wir mit unserer skeptischeren Sicht allein dastehen. Lassen Sie sich also von uns nicht beeinflussen!
Gefacebooked: Mark war mit Kevin allein zuhaus...
... und verhandelte, ohne den Verwaltungsrat zu konsultieren, die Übernahme von Instagram durch das Social Network. Die beiden Twens, Mark Zuckerberg von Facebook, und Kevin Systrom, Gründer von Instagram, trafen sich bei Mark in dessen sieben Millionen Dollar teurem Häuschen. Kevin eröffnete einem Bericht des Wall Street Journals zufolge die Pokerpartie mit einer Forderung von zwei Milliarden Dollar. Schließlich einigte man sich auf die Hälfte. Tags darauf wurde der Verwaltungsrat informiert. Dessen Zustimmung brauchte der Firmengründer nicht, da er zwar nur über 28 Prozent der Aktien, aber über 57 Prozent der Stimmtrechte verfügt.
Auch wenn eine deutliche Mehrheit der Leser des Wall Street Journals (darunter auch dieser Autor) der Meinung sind, dass der Deal diese Summe nicht rechtfertigte, Mark Zuckerberg tickt anderes als wir Normalsterblichen. Er sah, dass Startup-Firmen weitaus schneller sind als sein Unternehmen und den Markt der Smartphone über die Apps in einem Tempo von unten aufrollen, dass er von oben eingreifen musste. Mit einer Milliarde Dollar.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 17.4.2012: In Facebook Deal, Board Was All But Out of Picture
Auch wenn eine deutliche Mehrheit der Leser des Wall Street Journals (darunter auch dieser Autor) der Meinung sind, dass der Deal diese Summe nicht rechtfertigte, Mark Zuckerberg tickt anderes als wir Normalsterblichen. Er sah, dass Startup-Firmen weitaus schneller sind als sein Unternehmen und den Markt der Smartphone über die Apps in einem Tempo von unten aufrollen, dass er von oben eingreifen musste. Mit einer Milliarde Dollar.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 17.4.2012: In Facebook Deal, Board Was All But Out of Picture
Apple: Jetzt geht die Aktie wieder nach oben...
... nachdem sie seit dem 10. April auf der Verliererstraße gewesen war. Um 28,57 Dollar oder 5,1 Prozent auf 609,70 Dollar stieg gestern der Kurs je Aktie. Allerdings ist das Papier noch ein gutes Stück von seinem Allzeithoch von 644 Dollar entfernt. Diese Marke hatte Apple eine Woche zuvor überschritten.
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