Dienstag, 14. Juli 2026

Zum Tage: Übergangsgestalt

 

„Der Mensch ist eine Übergangsgestalt, die nicht endgültig ist, denn im Menschen und über ihn hinaus gibt es eine strahlende Stufenleiterdie zu einem göttlichen Übermenschentum führt. Dort liegt unser Geschick und befindet sich der befreiende Schlüssel zum Verständnis unserer von Sehnsucht erfüllten, aber ständig von Schwierigkeiten erfüllten und höchst irdischen Existenz… Aus dem materiellen Bewusstsein, in dem unser Denken und Fühlen wie ein angeketterter Sklave arbeitet, erhebt sich langsam die Scheibe einer berbprgenen Sonne der Kraft, Freude und Erkenntnis. Die leibliche Gestalt wird einst der ‚supermind‘, der übermenschliche Menschengeist.“

Sri Aurobindo (1872-1950), indischer Philosoph und Yogi

14 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ach du heilige Scheiße.
Nicht weit weg von Scientology.

Anonym hat gesagt…

Die strahlende Stufenleiter, die zu einem göttlichen Übermenschentum führt, haben wir ja im letzten Jahrhundert in einem tausendjährigen Versuch am Ende nicht erfolgreich erklommen.
Der dahingegangene Philosoph A sitzt jetzt auf seiner verborgenen Sonnenscheibe mit heißem Hintern als übermenschlicher Menschengeist. Und wir?
Hossiana

Sonnenscheibe hat gesagt…

Hare Krishna

Anonym hat gesagt…

Ich weiß schon lange, dass der Mensch eine Übergangsgestalt ist. Ich besonders.
Schon lange verlangt man ständig von mir, dass ich mich ändere. Mein ganzes Leben lang, immer wieder. Immer ärgerlich.
Aber dass mir dann ein göttliches Übermenschentum in Aussicht steht, ändert die Sache grundlegend. Wo ist die Leiter?

A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada hat gesagt…

Religion ohne Philosophie ist Sentimentalität und zuweilen sogar Fanatismus, wohingegen Philosophie ohne Religion nichts weiter als mentale Spekulation ist.

Johann Wolfgang von Goethe hat gesagt…

Man muss nur in Alles Methode bringen und die Sachen nicht zu transzendent nehmen. Bei allen Geschichten ist die Form der Behandlung die Hauptsache.

Analüst hat gesagt…

Genaugenommen ist aber ein Arbeiter, der Kloaken auspumpt, um die Menschen vor gesundheitsgefährlichen Miasmen zu schützen, ein sehr nützliches Glied der Gesellschaft, wohingegen ein Professor, der gefälschte Geschichte im Interesse der herrschenden Klasse lehrt, oder ein Theologe, der mit übernatürlichen transzendenten Lehren die Gehirne zu umnebeln sucht, äußerst schädliche Individuen sind.

August Bebel (1840 - 1913), deutscher sozialdemokratischer Politiker, Mitbegründer und Vorsitzender der SPD, 1872 wegen Vorbereitung zu Hochverrat und Majestätsbeleidigung, 1886 wegen Geheimbündelei verurteilt

Anonym hat gesagt…

......... Doch nicht nur oben in der Sphären Läufen
Will die Identität sich offenbaren,
Dem Organismus auch kömmt was zu Gute.
Und dass wir Licht und Schwerkraft ganz begreifen,
So hat ein Pol den andern bei den Haaren,
Im kleinsten Winde bläst das Absolute.

Karl Friedrich Gottlob Wetzel (1779 - 1819), deutscher Arzt, Philosoph, Schriftsteller,
redigierte den Fränkischen Tag, Bamberg, dessen Redakteur zeitweise ein gewisser Hegel war.

Absolut hat gesagt…

Paulus schrieb den Irokesen,
euch schreib ich nichts. Lernt erst mal lesen.

Robert Gernhardt  Gedichte 1954 - 1997
Zweitausendeins

Joseph Victor von Scheffel hat gesagt…

Aus dem Dünkel eig'nen Meinens
Nie entkeimt die frische Saat,
Im Nachdenken nur erschwingt sich
Menschengeist zur Schöpfertat.

Anonym hat gesagt…

"Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. "
Immanuel Kant
* 22.4.1724

Anonym hat gesagt…

Und - nicht letztendlich - müssen wir darüber nachdenken, ob nicht einfach eine Epoche vorbei ist. Bis ins sehr späte 19. Jahrhundert kannten wir keine großen Auflagen der wenigen Zeitungen. Es waren Objekte für wenige Bildungsbürger.
Vielleicht schließt sich der Kreis, ein Zyklus ist vorbei.
Vielleicht kann sich in 150 Jahren niemand mehr vorstellen,  dass es früher ein Stück Papier gab, das Zeitung hieß und morgens an die Hauswand in einen Blechkasten gesteckt wurde, der Briefkasten hieß.
Aus einer Denkschrift über das Zeitungssterben

Nachdenken hat gesagt…

Nach aristotelischer Tradition war man davon überzeugt, dass man alle Gesetze,  die das Universum bestimmen, allein durch das Denken ausfindig machen könne und dass es nicht notwendig sei, sie durch Beobachtungen zu überprüfen. Erst Galilei und später Newton haben das widerlegt.
Aristoteles meinte, der natürliche Zustand eines Körpers sei die Ruhe.
Wenn ich ruhe, bin ich mit Denken beschäftigt, sinne über die Gesetze des Universums nach und unterhalte mich mit Stephen Hawking.
Meine Frau meint, ich sei faul und solle in den Garten.

Anonym hat gesagt…

Landmeer
Wir dürfen unser Leben nicht beschreiben,
wie wir es gelebt haben,
sondern müssen es so leben,
wie wir es erzählen werden:
Mitleid, Trauer und Empörung.
Guntram Vesper. + 2020