Ich hörte gerade in eine Sendung meines Lieblingssenders Deutschlandfunk hinein. Es ging um PC-Betriebssysteme. Ich konnte es mir nicht verkneifen, einmal ein paar Bemerkungen per Email abzugeben. Leider war das kurz vor Schluss. Es wird wohl keine weitere "Konsequenzen" haben. Egal: Ich kann mir vo9rstellen, dass Ihr, meine Freunde, auch etwas dazu zu sagen habt. Hier meine Bemerkungen.
Wenn es um erfolgreiche Verbreitung von Software geht, ist es meines Erachtens wichtig, dass sie „fehleranfällig“ ist. Das hört sich zuerst seltsam an, habe ich aber in mehr als 50 Jahren als Beobachter der Szene wiederholt bestätigt gesehen. Schon DOS eroberte mit seinen Abstürzen die Lufthoheit über den Stammtischen. Apple-Leute konnten da nicht viel dazu beitragen. Mit Windows verstärkte sich diese „Mundpropaganda“. Denn die Erzählungen kannten immer nur einen Sieger: den User. Unterstützt wurde er von den Medien, die bis heute davon leben Tipps und Tricks zu verraten. Überhaupt: je mehr Berater eine Software hinter sich versammeln konnte, desto besser ließ sie sich verkaufen. Und wenn dann auch noch die Software – wie es richtigerweise heißen müsste – ohne gesonderte Berechnung, also kostenlos, mitgeliefert wurde und das ohne Markenbindung, dann stand dem Erfolg nichts mehr im Wege. Die Benutzeroberflächen sind alles Derivate der legendären Parc-Lösung von 1973, die wiederum ihre Ursprünge in den sechziger Jahren hat. Die Computer-Maus wurde zum Beispiel bereits 1966 patentiert. Und man muss sich nur mal eine Präsentation von Douglas Engelbart, dem Erfinder, aus den sechziger Jahren auf YouTube anschauen, um zu erkennen, wie alt die Ideen sind. Selbst die Marketingmasche mit der kostenlosen Verbreitung von Software stammt aus dieser Zeit. Software verkauft Service – und das gilt bis in diese Sendung hinein.Raimund Vollmer
9 Kommentare:
Unsere Schwächen sind unsere Kraft.
Alexej v. Jawlensky
Maler 1912
Ganz nebenbei verkauft Software auch Hardware
Windows ist Bananensoftware par excellence: reift beim Kunden! Bananensoftware wird mit „kostenlos“ beworben, um möglichst viele „Tester“ zu gewinnen, die Zeit und Nerven opfern, um die Fehler zu finden. Den Braten hätte ich riechen müssen, verflucht sei das Wetter, an einem schönen Tag wäre dies nie passiert.
Nenne die Götter nicht gut. Sie/
geben was uns ziemt, und unser/
Glück ist die Notwendigkeit.
(Rückkehr vom Hades)
Eintrag ins Gästebuch von
Alfred Mayer. 1860 - 1932
Sammler und Mäzen des Blauen Reiter, Kunstschriftsteller
»Nenne sie nicht gut, die Götter«, sagte Pandion. »Sie geben, was uns ziemt, und unser Glück ist die Notwendigkeit.«
»Doch sahst du also den Hades, du Auserwählter. Wie ist er?«
»Verlange ihn nicht zu schauen, die du immer im Licht, du Schöne, deine süßen Glieder weiden ließest. «
Kommt auch nicht mehr ohne Computer aus...
Microsoft kündigte groß an: „Windows 10 ist das letzte Windows, das es jemals geben wird!“ Und die Nutzer nehmen das so ernst, dass sie sich bis heute weigern, jemals auf Windows 11 zu wechseln.
Microsoft wollte den Support für Windows 10 eigentlich einstellen, hat ihn nun aber doch bis weit ins Jahr 2026 verlängert. Warum? Weil selbst die Microsoft-Mitarbeiter im Homeoffice heimlich noch Windows 10 nutzen, um produktiv arbeiten zu können.
Sorry, statt 2026 bitte 12. Oktober 2027 verwenden
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