Es gibt nichts Klügeres im menschlichen Leben, als wenn man darauf verzichtet, zu drohen und mit Worten zu beleidigen. Denn weder das eine noch das andere entzieht dem Feind die Kraft. Drohungen aber machen ihn vorsichtig, und Beleidigungen steigern seinen Haß.
Das eben ist der Fluch der Macht, daß sich Dem Willen, dem leicht widerruflichen, Ein Arm gleich beut, der fest unwiderruflich Die That ankettet. Nicht ein Zehntheil würd’ Ein Herr des Bösen thun, müßt’ er es selbst Mit eignen Händen thun. Es heckt sein bloßer Gedanke Unheil aus, und seiner Knechte Geringster hat den Vortheil über ihn, Daß er das Böse wollen darf.
Aus "Die Familie Schroffenstein", Heinrich von Kleist
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.
Man sieht, es hat schon verworren angefangen. Und dabei ist es geblieben. Wie war der bessere, aber wenig befolgte Rat später? 'Eure Rede sei Ja, Ja und Nein, Nein. Alles andere ist von Übel'.
Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. Die Erde war wüst und wirr und Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
8 Kommentare:
Achte auf deine Worte!
Deine Zunge hat zwar keine Knochen, ist aber stark genug, um Herzen zu brechen.
Samira 18
Afghanistan
Es gibt nichts Klügeres im menschlichen Leben, als wenn man darauf verzichtet, zu drohen und mit Worten zu beleidigen. Denn weder das eine noch das andere entzieht dem Feind die Kraft. Drohungen aber machen ihn vorsichtig, und Beleidigungen steigern seinen Haß.
Man predigt mit seiner eigenen Lebensführung mehr als mit Worten.
Hans-Joachim Vogel
Das eben ist der Fluch der Macht, daß sich
Dem Willen, dem leicht widerruflichen,
Ein Arm gleich beut, der fest unwiderruflich
Die That ankettet. Nicht ein Zehntheil würd’
Ein Herr des Bösen thun, müßt’ er es selbst
Mit eignen Händen thun. Es heckt sein bloßer
Gedanke Unheil aus, und seiner Knechte
Geringster hat den Vortheil über ihn,
Daß er das Böse wollen darf.
Aus "Die Familie Schroffenstein", Heinrich von Kleist
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.
Johannes 1, 1-4
Man sieht, es hat schon verworren angefangen. Und dabei ist es geblieben.
Wie war der bessere, aber wenig befolgte Rat später?
'Eure Rede sei Ja, Ja und Nein, Nein. Alles andere ist von Übel'.
Vielleicht.
Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.
Die Erde war wüst und wirr und Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis.
Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
Genesis 1
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