Donnerstag, 3. September 2026

Eins und alles (8): Eine Minserie

 Das Ewige regt sich fort in allen:
Denn alles muss uin Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe, 1821 

 Mein lieber Johann Wolfgang von Goethe, woher hast Du das alles gewusst? Schon vor 200 Jahren. Du bist – verzeih!, wir duzen uns heute alle – ein Visionär, Helmut Schmidt würde sagen, Du solltest zum Arzt gehen. Ach was, Du erkennst es selbst? In der Tat – was lese ich da? 

„Diese Strophen enthalten und manifestieren vielleicht das Abstruseste der modernen Philosophie“, kommentiertest Du 1821 selbst Dein Gedicht. Abstrus, absurd – diese, wie Du es nanntest „Entselbstung“?

WOW.

Aber steht das Internet – in seinem ursprünglichen Anspruch – nicht für das genaue Gegenteil, für die „Verselbstung“? Werde ich im Internet nicht erst wirklich zu Ich?RV

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mehr sagen von der Zeit die Wörter aus, die man nicht gebraucht, als die, die man mißbraucht.  
Stanislav J. Lec

Josef Bordat hat gesagt…

Hätte Mielke den Menschen befohlen: "Schreibt eure Stasi-Akten selbst und erzählt vor allem, was besonders peinlich für euch werden kann!", hätte das wohl nicht funktioniert. Heute geht das problemlos. Im Internet. Man nennt es »social community«.

Anonym hat gesagt…

🤔

Besserwisser hat gesagt…

Gnade der frühen Geburt: Carl Gustav Jung kannte das Internet logischerweise noch nicht...