Montag, 31. August 2026

Eins und Alles (6): Eine Miniserie


Und was nicht war, nun will es werden
zu reinen Sonnen, farbigen Erden;
In keinem Falle darf es ruhn.
Johann Wolfgang von Goethe, 1821 

 

„Die reine Vernunft vernimmt nur sich“, schrieb am 6. März 1799 der Philosoph und Wirtschaftsreformer Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) an seinen Kollegen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814). Sie ist für ihn noch ein „chemischer Prozess“, also kein digitaler, wie wir heute stattdessen sagen würden. Es ist ein Prozess, bei dem alles „in Nichts verwandelt wird“, wie Jacobi sagt. Nicht in Nichts, korrigieren wir ihn wohlwollend, sondern in Nullen und Eisen. Es entstünde dadurch ein so reiner Geist, „dass er, in dieser Reinheit, selbst überhaupt nicht sein, sondern alles nur hervorbringen kann…“ RV

17 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

„Wenn dein Geist stets gänzlich leer ist, wirst du die Reinheit erlangen. Doch denke nicht an sie, sonst verlierst du sie. Verfällst du jedoch wieder der Nicht-Reinheit, so beachte sie einfach nicht, und du wirst wieder frei sein.“

Aus dem Zen-Buddhismus

Anonym hat gesagt…

„Die Frau ist es, die den Mann an ihrer Hand emporführt und er folgt im Vertrauen auf ihre Güte und Reinheit, ahnend, daß in ihrem Wesen das Göttliche näher ist. Die Frau hinwieder geleitet ihn im Glauben an die Kraft seines Geistes und Macht seines Willens. – So gibt die Frau zurück, was der Mann ihr gab und er gibt, was er aus ihr geschöpft. Aus diesem gegenseitigen Geben und Nehmen, aus diesem Glauben und Vertrauen ist allezeit das Höchste und Schönste hervorgeblüht, was wir Menschen unser eigen nennen.“

Heinrich von Nördlingen (um 1310 - 1379), wirkte als Weltpriester und Mystiker im Kreis frommer Frauen der Stadt Nördlingen und umliegender Klöster

Anonym hat gesagt…

Wir haben eine Regierung voll Reinheit.

Anonym hat gesagt…

Hat man trotz dieser frühen Einsicht in Nördlingen besonders viele Frauen als Hexen verbrannt - bis zuletzt.

leidvolle (?) Erinnerung hat gesagt…

Es jährt sich heute auch die Unterzeichnung des Vertrags zur Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990.

Anonym hat gesagt…

Der Traum der Vernunft gebiert Ungeheuer.
Bildinschrift des Capriccio 43
(1797/98) von Francisco Goya

Tagesfrage zur Vernunft: Wen meinte er da? hat gesagt…

„Das ist ihre Arbeit: Banalitäten aufzupusten wie die Kinderballons. Stich mit der Nadel der Vernunft hinein, und es bleibt ein runzliges Häufchen schlechter Grammatik.“
Kurt Tucholsky

Karl Jaspers hat gesagt…


Die Demokratie setzt die Vernunft im Volke voraus, die sie erst hervorbringen soll.

Vernunft verbindet hat gesagt…

Die Stoiker dachten darüber nach, was es bedeutet ein gutes Leben zu führen, Tugend bedeutet für sie, eine "mit der Vernunft in Einklang stehende seelische Haltung". Freiheit dient nicht der Selbstermächtigung, und der tugendhafte Mensch lebt nicht in der Einsamkeit, vielmehr erwächst daraus eine "naturhafte Zuneigung, die alle Menschen als Menschen miteinander verbindet".

Freude, schöner Götterfunken hat gesagt…

NRW feiert in diesen Tagen 80 Jahre Vermählung von Rheinland, Westfalen & Lippe

Vernunft hat gesagt…

1797: „Man kann wohl mit Gewissheit sagen, dass die Welt noch nie so bunt aussah wie jetzt. Sie ist eine ungeheure Mannigfaltigkeit von Widersprüchen und Kontrasten. Altes und Neues! Kultur und Rohheit. Bosheit und Leidenschaft!... Knechtschaft und Despotism! Unvernünftige Klugheit, unkluge Vernunft!“

Friedrich Hölderlin

Ambrose Bierce hat gesagt…

Vernunft, die -
Kondensiertes Vorurteil.
(Des Teufels Wörterbuch)

Anonym hat gesagt…

Wer war denn da die häßliche Braut, wer der schöne Bräutigam und wer die Schwiegermutter?

Analüst hat gesagt…

Das schöne Rheinland, das häßliche Westfalen und die britische Schwiegermutter

Anonym hat gesagt…

Die Journaille vermutlich.
Geballte Kompetenz eben...

Friedrich Wilhelm der Große hat gesagt…

Falsche Politiker, eingeschränkt auf ihre kleinen Ideen, haben gemeint, es sei leichter, ein unwissendes Volk als ein aufgeklärtes zu regieren, während die Erfahrung beweist, daß je dümmer ein Volk, desto eigensinniger und widerspenstiger es ist, und daß es viel schwieriger ist, die Hartnäckigkeit eines solchen zu überwinden, als von gerechten Dingen ein Volk zu überzeugen, welches hinlänglich gebildet ist, um Vernunft anzunehmen.

Anonym hat gesagt…

🎖