Freitag, 9. Januar 2015

"Dies wird das Jahr, in dem das Internet zusammenbricht"...

... meint in Computerworld der Journalist
 Zwar würde seit den achtziger Jahren diese Prognose alljährlich von irgendjemanden aufgestellt, aber diesmal sei er an der Reihe und befürchtet, dass er damit richtig liege. Er erinnert daran, dass im Februar 2014 der Content-Lieferant CloudFlare die wohl größte DDoS-Attacke in der Geschichte des Internets durchlitten habe. Es waren rund 400 Gigabits pro Sekunde, die da auf die Server zudonnerten, aber Akamai ging es im dritten Quartal auch nicht viel besser, als gleich 17 DDoA-Attacken mit Volumen zwischen 100 und 321 Gigabit/Sek. niedergingen. Ganz übel erwischten es Xbox Live und Playstation Network, die 72 Stunden während der Weihnachtszeit lahmgelegt wurden. Nun glaubt der Journalist, dass in 2015 all das noch getoppt wird - und wäre überglücklich, wenn er am Ende des Jahres erfahren würde, dass er mit seinem Prognose daneben lag.

Apple, die Firma, die bald nur noch App heißt...

... ist dabei ihr Geschäftsmodell allmählich auf die Welt der Apps umzustellen. Während er Konzern 2014 den Umsatz um 10 Prozent auf insgesamt 183 Milliarden Dollar steigerte, stieg das Geschäft rund um den AppStore um 50 Prozent auf 15 Milliarden Dollar. Apple wird demnach bereits in 2015 mehr als zeh Prozent des Umsatzes mit dem AppStore erzielen. Zehn Milliarden Dollar zahlte der Gigant, der alle hinter sich lässt, die im Computergeschäft mal das Sagen hatten, allein an die Entwickler der Apps. Die restlichen fünf Milliarden sind vor allem eins: Profit.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal

Wenn das die neue Form des Journalismus ist, dann Gute Nacht

(Kommentar) Offensichtlich ist das Niveau im weltweiten Fachjournalismus so weit gesunken, dass man Karriere machen kann, wenn man die sogenannten "Basics" wiederentdeckt. So muss man das Beispiel SAP interpretieren. In dem ehemals deutschen Softwarehaus übernimmt nun ein Dreigestirn die publizistische Arbeit mit dem Ziel, die Pressearbeit ins 21. Jahrhundert zu überführen. Was die Drei wollen, wird eigentlich jedem Volontär in den ersten drei Monaten beigebracht - und das seit Jahrzehnten. Dazu gibt's auch schon ein ziemlich narzistisches Video. Die Dampfplauderei im Power-Selling-Verfahren erzeugte in mir dieses seltsame Gefühl des Fremdschämens. Einfach nur peinlich. Mehr HIER.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Mittwoch, 17. Dezember 2014

As Sears go by: Eine Kette kämpft ums Überleben...

... ist heute dem Wall Street Journal eine Große Story wert. Hier wird unter anderem über ein offenbar gescheitertes Experiment berichtet. Sears errichtete ein Kaufhaus, in dem es keine Verkaufsräume, sondern nur Computer gibt. Man kann vorne am Bildschirm das bestellen, was man dann hinten ausgeliefert bekommt. Eine seltsame Idee, die auch prompt alles andere als ein Renner wurde. Dies zeigt aber, wie verzweifelt die Versand- und Kaufhäuser nach Lösungen suchen, die ihnen im Internet-Zeitalter ein Überleben ermöglichen.
Hierzulande fragen sich derweil insgeheim immer mehr Menschen, wie konnte es sein, dass ein Haus wie Quelle unterging, wo es doch alle Voraussetzungen besaß, "unser" Amazon zu werden...

Dienstag, 16. Dezember 2014

Watson oder die Antwort auf die Frage: So dumm kann IBM gar nicht sein?

(Kommentar): Es war schon seit einiger Zeit mein Verdacht, dass IBM ihre eigene Dummheit nicht ewig durchhalten kann. Irgendwann muss doch die alte Intelligenz und Kreativität wieder durchschimmern und durchbrechen. Und mein Verdacht richtete sich auf die Gründermaschine namens Watson. Unabhängig davon, ob man an Künstliche Intelligenz glaubt oder nicht, war an der Art und Weise, wie die Wissenschaftler und Systemkünstler dieses Projekt realisierten, etwas dran, das mich an die Geschichte der /360 erinnerte. Der ganz große Wurf. Nun hat CIO ein Interview mit Mike Rhodin, Chef der Watson-Gruppe, geführt, das mich über weite Strecken faszinierte.
Da schimmert endlich wieder jene IBM durch, die Märkte machen kann, in der es vor Intelligenz (und zwar natürlicher) blitzt und funkelt. Wüsste jetzt gerne, wenn dieses Start-up an die Börse gehen würde, was es wohl wert wäre. Denn da schmeckt man eine Zukunft heraus, die weiter reicht als die von Google, Amazon, Facebook und Apple - es ist eine Zukunft, die tatsächlich das 21. Jahrhundert bestimmen wird. Hier geht es wirklich mal um Wissen und Weisheit - und nicht um Daten und Information. Da entsteht eine neue Welt. Ich finde, dass sich die Lektüre lohnt, auch wenn es mit Marketing-Blahblah durchmischt ist. HIER IST DER LINK

Samstag, 13. Dezember 2014

Google raus aus Russland?

So heißt es auf der Basis von Quellen, die allerdings anonymen Ursprungs sind. Demnach wolle das Suchmaschinenimperium Google wegen gesetzlicher Beschränkungen sein 2006 eröffnetes IT-Büro in Moskau schließen. Den 50 Mitarbeitern dort werden woanders im Konzern Jobs angeboten, heißt es unter anderem in Fortune.

Freitag, 12. Dezember 2014

Sechs IT-Riesen im Check

Wer dominiert die IT-Zukunft? Fragte sich jetzt das Wall Street Journal. Auf der Liste sechs Kandidaten: Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft und Samsung. Bezeichnend: Es fehlt der einstige Marktmacher IBM, dem die Meinungsmacher seine Dominanz von einst künftig offenbar nicht mehr zutrauen. Ebenso fehlen aber auch Schwergewichte wie Cisco, HP, Oracle oder SAP - aber auch die Japan-Connection sowie alle Chinesen...

Wegen IT-Panne: Luftraum über London gesperrt

Technische Probleme bei der Luftsicherheit haben Eurocontrol heute zur Sperrung des Luftraums über London veranlasst. "Jede nur erdenkliche Maßnahme werde ergriffen, um das Problem zu lösen", so die Behörde gegenüber dem britischen Nachrichtensender BBC. "Ingenieure arbeiten bereits an dem Problem." Kurz nach 16 Uhr konnten die Airlines wieder mit der Normalisierung des Flugbetriebes beginnen. Grund war ein Stromausfall im Computersystem der Flugsicherung, der mittlerweile wieder behoben ist...

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Google Tax wird in Großbritannien vorgedacht...

... und hat zum Ziel, multinationale Konzerne, die ihre Gewinne in Niedrigsteuerländer verlagern, durch eine Extrasteuer in Höhe von 25 Prozent auf die verschobenen Gewinne zur Kasse zu bitten. Die Medien nennen dies die "Google-Steuer", weil dieser Konzern ganz besonders im Focus steht.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal

Google News wird in Spanien dichtgemacht...

... weil der Gesetzgeber von dem Suchmaschinenimperium verlangt, dass er die Refenerenzierung von Nachrichten der heimischen Publikationen zu entgelten hat. So berichtet das Wall Street Journal.

Rück-Click 1994: Die Telefon-Rechnung und der Wohlstand

Vor zwanzig Jahren stellte die International Telecommunications Union eine Rechnung auf, die versuchte, das Verhältnis zwischen der Telefondichte und dem Wohlstand zu ermitteln. Um das Bruttoinlandsprodukte je Bürger um jeweils 1000 Dollar zu steigern, müsse man die Telefondichte bezogen auf 100 Bürger um 2,24 Leitungen steigern. Länder mit hoher Telefondichte von mehr als 50 Prozent würden bereits ein Pro-Kopf-Einkommen von 20.000 Dollar erzielen. Leider läge der Schnitt weltweit bei weniger als 25 Prozent, Entwicklungsländer hätten oftmals weniger als fünf Prozent - und dabei Netze, die als hoffnungslos veraltet gelten würden.
Journalyse-Quelle: Financial Times, 17. Oktober 1994: It is time to cut through the hype!