„Die Kühlheit macht uns alle, die vorm Fernsehschirm sitzen, zu Voyeuren, die als Lebende die Schrecken des Todes, des Hungerns, der Folter in Aktualitätssendungen durch ein heruntergedrehtes Opernglas beobachten dürfen: Voyeure, aber unberührte.“
Peter Zadek (1926-2009), deutscher Regisseur, in „Das wilde Ufer“, 1990
Spricht der Polemiker Zadek bei dieser Hitze von Kühlheit?
AntwortenLöschenUnd alle diese Schrecken und mehr erlebe ich direkt im Theater und muss dort mein Opernglas nicht mal umdrehen.
AntwortenLöschenAusserdem werde ich im Theater ganz sicher berührt.
In Rheda-Wiedenbrück versuchte mal sein Glück
AntwortenLöschenein Tetrapack Orangensaft und wollte in die Welt.
Er dachte es ganz klug und sagt, ich nehm den Zug.
Doch die Hoffnung trug.
Er wartet dort - oh weh - noch heut mit abgelauf'nem MHD.
„Manche Kritiker und Theatermacher vergessen genau das: Der Saal muss voll sein.“
AntwortenLöschenPeter Zadek, Interview im SPIEGEL 29/2003 vom 14. Juli 2003, Seite 140
"Wer nach dem Großen strebt, der muss leisten, was das Große fordert."
LöschenPlaton. Phaidros
„Dies ist der Mangel der Romane; der Verfasser müht sich nach Kräften ab, in Hitze zu geraten, und der Leser bleibt kühl.“
AntwortenLöschenPierre Choderlos de Laclos (1741 - 1803), französischer Offizier und Schriftsteller
In der Gewohnheit ruht das einzige Behagen des Menschen.
LöschenGoethe
Wilhelm Meister
Schöne, raff deine Röcke übers Knie
AntwortenLöschenUnd gehe leise, ohne Melodie
Und nur bei fahlem Licht,
Mit mir durch all die Welten.