Seit ich ihn gesehen, glaub ich, blind zu sein; wo ich hin nur blicke, seh ich ihn allein. Wie im wachen Traume schwebt sein Bild mir vor, taucht aus tiefstem Dunkel heller nur empor.
Sonst ist licht- und farblos alles um mich her, nach der Schwestern Spiele nicht begehr ich mehr. Möchte lieber weinen still im Kämmerlein; seit ich ihn gesehen, glaub ich blind zu sein.
Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), eigentlich Louis Charles-Adélaïde de Chamisso de Boncourt, deutsch-französischer Dichter und Naturforscher
Viel begehren heißt viel entbehren.
AntwortenLöschenKlospruch
Seit ich ihn gesehen
AntwortenLöschenSeit ich ihn gesehen,
glaub ich, blind zu sein;
wo ich hin nur blicke,
seh ich ihn allein.
Wie im wachen Traume
schwebt sein Bild mir vor,
taucht aus tiefstem Dunkel
heller nur empor.
Sonst ist licht- und farblos
alles um mich her,
nach der Schwestern Spiele
nicht begehr ich mehr.
Möchte lieber weinen
still im Kämmerlein;
seit ich ihn gesehen,
glaub ich blind zu sein.
Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), eigentlich Louis Charles-Adélaïde de Chamisso de Boncourt, deutsch-französischer Dichter und Naturforscher
Begehren – das heißt mir schon: mich verloren haben.
AntwortenLöschenIch begehre - also bin ich!
AntwortenLöschenAbend ward's und wurde Morgen,
AntwortenLöschennimmer, nimmer stand ich still;
aber immer blieb's verborgen,
was ich suche, was ich will.