Montag, 7. November 2011

Sprache gegen Schrift: Verliert Google-Suche gegen Apples Siri?

Das fragt sich Computerworld unter Bezug auf Eric Schmidt, der in einer Verlautbarung gegenüber dem für Antitrust-Fragen zuständigen US-Senatsausschuss behauptet, dass Apples sprachaktiviertes und -gesteuertes Suchsystem Siri für Google eine echte Bedrohung darstellt. Von einer Dominanz könne deshalb bei Google keine Rede mehr sein.
Computerworld meint, bei stabilen 63 Prozent Marktanteilen im gesättigten Suchmaschinenmarkt und einem 43-Prozent-Anteil am Smartphone-Markt sowie einem ebenso großen Anteil am Online-Anzeigenmarkt in den USA könnte man durchaus von einer sehr starken, bei Suchmaschinen sogar von einer marktbeherrschenden Position reden.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 6.11.2011: Google says Apple's Siri threatens search

Für unsere Z-Freunde: Mainframe stellt SAP-Rekord auf

Presseinformation
IBM zEnterprise-Großrechner schafft mit Datenbank DB2 neuen Rekord bei SAP
Banking Solutions
hohe Leistungswerte im Online- und Batchbetrieb schaffen Raum auch für sehr
umfangreiche Skalierungsanforderungen bei Core-Banking-Systemen

Stuttgart-Ehningen, 7. November 2011. IBM (NYSE: IBM) hat einen neuen
Rekord auf einem IBM zEnterprise Großrechner-System mit der Datenbank DB2
10 für z/OS aufgestellt. Gemessen wurde die Leistungsfähigkeit und
Skalierbarkeit im Betrieb der Datenbank für eine SAP Core Banking-Lösung.
Das Resultat: Ein simulierter Betrieb mit über 150 Millionen Kundenkonten
kann effektiv bedient werden. Das System schafft dabei im Online- wie im
Batchbetrieb hohe zweistellige Millionen an Buchungsmengen pro Stunde: Im
Onlinebetrieb über 59 Millionen Account Postings pro Stunde; im
Batchbetrieb über 37 Millionen Account Settlements pro Stunde. Dies
unterstreicht die Eignung von IBM zEnterprise-Großrechnern für die
Kernprozesse von Banken und anderen Organisationen mit sehr hohen
Leistungsanforderungen.

Finanzdienstleister auf der ganzen Welt suchen nach einem Weg, IT-Kosten zu
reduzieren und gleichzeitig Wachstum, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit
zu steigern. Seit Jahrzehnten ist daher der IBM Mainframe erste Wahl beim
Hosting von Anwendungen im Finanzumfeld. Um die umfangreichen Bedürfnisse
von Banken vollständig abzudecken, wurde ein Hochleistungslasttest mit IBM
zEnterprise-Systemen für SAP Core Banking durchgeführt. Die
Transaktionsprozesse verursachten dabei erhebliche Datenmengen und
Arbeitslasten. Dies macht einen leistungsfähigen Server insbesondere für
unternehmenskritische Datenbankanwendungen notwendig.


Ergebnisse des Leistungstests

Bei einem Bankensystem mit 150 Millionen Bankkonten, welches SAP for
Banking 7.0 nutzt, konnten Rekordergebnisse erreicht werden. Im Rahmen des
Belastungstests wurden typische Arbeitslasten nachgestellt, die jeweils
tagsüber und während der Nacht bei einer Bank auftreten: Im Tagesszenario,
wenn üblicherweise Online-Transaktionen durchgeführt werden, konnten mehr
als 59 Millionen Kontenbuchungen pro Stunde verarbeitet werden. Im
Nachtszenario, wenn die Konten ausglichen werden, konnten mehr als 37
Millionen Buchungen pro Stunde im Batch-Modus durchgeführt werden. Dieser
extrem hohe Wert verdeutlicht, dass Banken und andere Organisationen mit
hohen Leistungsanforderungen auf die Mainframe-Plattform besonders
vertrauen können.

Der Leistungstest ist vom IBM System z-SAP-Software-Performance-Team in
Poughkeepsie, New York, durchgeführt worden. Dabei hat das Team einen IBM
zEnterprise 196 (z196)-Großrechner ergänzend mit IBM BladeCenter und IBM
zEnterprise BladeCenter Extension (zBX) eingesetzt. Das getestete
zEnterprise-System ist eine integrierte, hybride Plattform, die den
zEnterprise-Mainframe mit IBM POWER7-Bladeservern vereint. Diese hybride
Umgebung kann moderne Hardware- und Software-Technologien kombinieren, die
Kunden dabei unterstützt, sowohl Kosten als auch Personaleinsatz zu
reduzieren

Google versus Apple: Was Androide über iPhoner denken

Der Journalist Mike Elgan, Computerworld, hat aus seinem Freundeskreis diejenigen, die Smartphones à la Android lieben, gebeten, ihm mitzuteilen, warum Menschen iPhones kaufen. Hier einige der Antworten:
1. Das iPhone ist ein Statussymbol.
(Kommentar: Hätten wir wohl auch gesagt...)
2. Das iPhone ist eine Smartphone für dumme Benutzer.
(Kommentar: Kein Kommentar)
3. Benutzer von iPhones sind Ignoranten.
(Kommentar: Dieses Argument ignorieren wir.)
4. iPhone-Benutzer sind Opfer des Marketings.
(Kommentar: Das möchte das Marketing am liebsten glauben - und es gibt bestimmt jede Menge Bücher, die uns erklären, warum das so ist. Allerdings sagen sie uns nicht, dass man solche Erfolge nicht wiederholen kann. Kein Wunder, diese Bücher unterliegen ha selbst dem Marketing)
5. Das iPhone ist nunmal das erfolgreichste Smartphone und die am meisten beachtete Marke.
(Kommentar: Und was sagt uns das?)
6. Das iPhone sehen wir in Verbindung mit einer sehr berühmten Person gesehen.
(Kommentar: Ein sehr rühmliches Argument.)
7. iPhone-Benutzer kaufen sowieso alles, was Apple anbietet.
(Kommentar: Dann müssen sie auch nicht lange nachdenken, was sich wiederum mit Punkt 2 deckt.)
8. Die Benutzeroberfläche ist den Käufern bekannt.
(Kommentar: Was für Punkt 2 und Punkt 7 spricht.)
Journalyse-Quelle: Computerworld, 5.11.2011: What Android fans think of iPhone users

Freitag, 4. November 2011

Groupons IPO: 32 Prozent im Plus...

... oder um 6,40 auf 26,40 Dollar stieg der Kurs des Börsenneulings am Nasdaq.
Journalyse-Quelle: Washington Post, 4.11.2011: Groupon shares jump in online deal pioneer’s public market debut

Fundsache: "In den fünfziger Jahren waren die Computer...


Unser Bild zeigt eine IBM Ramac 305
... wie die fünfziger Jahre. Sie waren monochrome Maschinen, umsorgt von Menschen in weißen Kitteln und mit schwarzen Schlipsen."
Newsweek, 24. September 2007: Power to the People

Antitrust: EU untersucht Samsung...

... weil der Koreaner in seinem Kampf gegen Apple nun Patente als verletzt betrachtet, die längst Allgemeingut sind. Das sei unlauter. Mehr im Blog von Florian Müller.

IPO heute: Groupon setzt den Preis bei 20 Dollar

Das ist mehr als jene 16 bis 18 Dollar, die noch vor zwei Jahren den Erwartungskorridor bildeten. Damit läge der Wert des Unternehmens, das heute an die Nasdaq-Börse geht, bei 13 Milliarden Dollar.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 4.11.2011: Groupon Prices IPO at $20 a Share

Google möchte ins TV-Geschäft. Irgendwie.

Und deshalb experimentiert die Eigentümerin der YouTubeBude überall herum. So berichtet heute das Wall Street Journal - mit Blick auf die Fernsehlandschaft in den USA. In den Leser-Kommentaren lächelt man milde über die Suche des Suchimperiums nach der richtigen Strategie und erinnert daran, dass schon Microsoft hoffnungslos gescheitert sei bei dem Versuch, sich diese Welt des Contents anzueignen. Aber die Herrscher über alle Kanäle, die Kabel- und Satellitenbetreiber, scheinen irgendwie zu ahnen, dass ihre bislang uneinnehmbaren Festungen in den nächsten zehn Jahren geschleift werden könnten. Denn da ist ja auch noch der Medienpartner Apple...
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 4.11.2011: Google Ponders Pay-TV Business

ERP-Umfrage: Wer hätte das gedacht...

... dass 83 Prozent der Mittelständler der Meinung sind, durch ERP die betrieblichen Abläufe besser in den Griff zu bekommen und...
... 82 Prozent glauben, dass dadurch handfeste Verbesserungen ihrer Finanzen zu bekommen...
... 79 Prozent erwarten mehr Effizienz in ihrer Warenwirtschaft.
So die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des IT-Dienstleister Nouvenyo in Zusammenarbeit mit dem Softwareverband SID. 100 Fach- und Führungskräfte von Mittelständlern wurden befragt.
Kommentar: Man fragt sich, warum die Ergebnisse nicht bei 100 Prozent liegen. Denn ebenso gut hätte man fragen können: Glauben Sie, dass Sie mit dem Auto die Strecke Hamburg-Berlin schneller schaffen als zu Fuß...

Donnerstag, 3. November 2011

Datenschutz: Facebook verfolgt User auch nach Kündigung...

... und das sei nicht erlaubt, behauptet Hamburgs Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar. Facebook würde auf den Systemen der Benutzer ein Cookie installiert, der das Tracking-Verhalten des Benutzers beobachtet und selbst nach der Kündigung seine Dienste tut. Ob das wohl allen "gefällt"?
Journalyse-Quelle: New York Times, 2.11.2011: Facebook’s Use of Cookies Raises German Regulators’ Suspicions

Wenn "Gefällt" nicht gefällt: 100 Millionen Marken-Clicks am Tag...

... behauptet Facebook. Doch der Werbewirtschaft imponiert dies kaum. "Wir sehen nicht viel 'R' im ROI", wird David Camp, Marketingchef von AmazonWireless, in Computerworld zitiert. Der Return on Investment auf seine Werbeaufwendungen für das Social Network überzeugt ihn nicht.
Dies zur Ergänzung unserer gestrigen Meldung.
Journalyse-Quelle: Computerworld, 2.11.2011: Businesses grapple with social networking

Mittwoch, 2. November 2011

Wikileaks: Assange darf nach Schweden ausgeliefert werden...

... und der Gründer von Wikileaks verlor damit in London sein Berufungsverfahren. Er hat allerdings wohl noch eine allerletzte Chance, dieses Urteil anzufechten. Einge gute Analyse finden Sie auch bei Heise
Journalyse-Quelle: Computerworld, 2.11.2011

Das 81-Milliarden-Dollar-Problem: Kauft Apple nun doch eigene Aktien?

In dieser Frage scheint Jobs-Nachfolger Tim Cook leidenschaftslos zu sein, meint das Wall Street Journal zum Thema Kassenbestand von Apple. Mehr als Team, weniger als Diktatur versteht sich nun das Unternehmen, aber wirklich grundlegende Änderungen seien nicht zu erwarten, schon gar nicht in der Apple-Kultur. Auch weiterhin werden alle Apple-Mitarbeiter ihr Schweigegelübde abgeben müssen. Allerdings hätte Cook nicht nur ein offeneres Ohr für Mitarbeiter und Aktionäre, sondern auch für karitative Themen. Die Spendierfreudigkeit von Steve Jobs war wohl nicht sehr hoch entwickelt, außerdem lehnte er Aktienrückkaufprogramme ab.
Kommentar: War Steve Jobs vielleicht ein Schwabe?
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 2.11.2012: Apple in His Own Image

Ob Facebook das "gefällt"?

Die Amerikaner verbringen 15 Prozent ihrer Online-Zeit bei Facebook, aber die Company, die 70 Milliarden Dollar bei vermutlich drei Milliarden Dollar Umsatz wert sein soll, zieht nur 6,5 Prozent der Online-Anzeigen auf sich. Und es sind vor allen Dingen Kleinanzeigen von Kleinbetrieben. Die großen Marken machen noch nicht das große Geld locker, obwohl sie aus der Facebook-Präsenz eine Menge Aufmerksamkeit auf sich lenken. Das Wall Street Journal berichtet über eine Kampagne des Automobilherstellers Ford für den Focus. Alle profitierten davon, am wenigsten aber Facebook, das mehr als 60 Millionen Clicks auf den Like-Button ermöglichte. So würden zwar 61 Prozent der 100 wichtigsten Werber in den USA in Facebook präsent sein, aber mit einem vergleichsweise kleinen Etat.
Je "Like"-Click setzt Facebook dem Bericht zufolge einen Dollar um. Das Problem ist nur: Keiner weiß, was dieser Click wirklich wert ist. Führt er tatsächlich zu Käufen und einer längerfristigen Kundenbindung?
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 2.11.2012: Big Brands Like Facebook, But They Don't Like to Pay

Sony erwartet eine Milliarde Dollar Verlust...

... für das laufende Geschäftsjahr, nachdem das am 30. September zu Ende gegangene Quartal bereits mit einem Minus von 345 Millionen Dollar abschloss. Die Umsätze fielen um 9,1 Prozent. Die Ursache: Der Absatz von Fernsehgeräten. 22 Millionen wollte Sony in dem am 31. März 2012 zu Ende gehenden Geschäftsjahr verkaufen. Es werden jetzt wohl nur 20 Millionen - beim Kampfpreisen.